Jahreskreis

  • Sonntag und alles ist gut

    Das alles gut ist, ist vielleicht ein wenig übertrieben. Doch im Großen und Ganzen ist alles am Laufen. Schon das zweite Fest des Jahreskreises ist nun da, draußen ist es eisig kalt, wenn auch mit ohne Schnee. Also ein guter Grund es sich drinnen gemütlich zu machen.

    Gerne ziehe ich mir eine besondere Karte zu den Festen, mit der Frage, welche Energie ich für die nächste Zeit brauche. Also für die Wochen von Imbolc zu Ostara. Diesmal habe ich sie aus Das keltische Pflanzenorakel von Philip und Stephanie Carr-Gomm gezogen. Gestaltet wurden die Karten von Will Worthington. Über Eisenkraut habe ich mich sehr gefreut. Schutz, Kreativität und Süße (sieht man an der Honigwabe auf dem Stein, sagt sie. Tatsächlich habe ich eine große Eisenkrautstaude in unserem Garten hier. Die liebe ich so sehr.

    Ansonsten gibt es nicht viel Neues. Außer die Sache mit dem Digital Independence Day. Dazu habe ich einen extra Beitrag gemacht.

    Ich wünsche euch einen schönen Restsonntag und eine feine Woche.

  • Der Tag vor Imbolc

    Wie immer vor einem der acht Feiertage habe ich ein wenig gründlicher geputzt. Sogar die Terrassentür strahlt wieder. Danach habe ich meinen Schal an den Holunder gehängt, damit Brigid, wenn sie durch die Lande zieht weiß, dass auch dieses Haus ihren Segen gebrauchen kann. Das sollte man in der Nachr vor Imbolc machen.

    Ansonsten ist nichts Großes geplant. Einfach ein gemütliches Wochenende mit einem Spaziergang, so das Wetter es zuläßt. Ich hoffe wirklich das die Cailleach morgen im Bett bleibt. Es heißt, wenn die Cailleach an Imbolc im Bett bleibt und nicht mit Frost und Schnee durch die Lande zieht, macht sie Platz für Brigid und den Frühling.

    Habt es fein und vergesst nicht euren Schal rauszuhängen.

  • Es geht auf Imbolc

    Das Jahresrad dreht sich und schon sind wir nah an der zweiten Speiche des Rades. Imbolc, der Frühlingsbeginn. Ich weiß, es fühlt sich bei der eisigen Kälte nicht so an und doch regt sich so einiges in der Erde. Was im Winter geruht hat, erwacht erneut und wer einen Garten hat, für den ist es eine gute Zeit über die Aussaat nachzudenken. Das gilt natürlich auch im übertragenen Sinne.

    Die Göttin für diese Zeit ist Brigid. Sie ist die Göttin der Heilkunst, der Poesie und der Schmiede. Ihr Element ist das Feuer. Das der Inspiration, ebenso wie das Schmiedefeuer und das innere Feuer, was uns antreibt. Im übertragenen Sinne ist es also eine gute Zeit den Grundstein für neue Projekte zu legen. Vielleicht ein Vorhaben zu betreiben, einen Wunsch verwirklichen, der schon lange im Hinterkopf wabert.

    Doch bevor man sich ans Neue macht, ist es wichtig Platz zu schaffen und auszusortieren. Auch hier kann ein Feuer hilfreich sein. Wer nicht die Möglichkeit für ein Lagerfeuer hat oder einen Ofen, kann eine Räucherschale nehmen und auf Zettel schreiben was gehen soll und diese denn verbrennen. Auch ist ein kleiner Hausputz mit anschließendem Segnen der Behausung fein. Dazu kann geräuchert und Salzwasser versprengt werden.

    Viel Spaß beim Vorbereiten.

  • Die Zeit von Cailleach Bheur

    Die Tage werden langsam wieder länger, doch noch ist die Zeit von Cailleach Bheur, der blauen Hexe, der Verschleierten. Es ist die Zeit in der man es sich drinnen gemütlich macht und höchstens für einen Spaziergang oder Besorgungen das Haus verlässt. Es ist kalt. Die Cailleach wird noch einige Zeit durch die Lande gehen und es frieren lassen.

    Bis Beltane kann sie immer einmal wieder mit ihrem Stab aufstampfen und es frieren lassen. Dann wird sie ihren Stab unter einen Holunder werfen, man sagt, das ist der Grund warum dort kein Gras wächst, und sich in einen grauen Stein verwandeln. Ab Samhain erwacht sie wieder und zieht erneut herum und lässt es frieren.

    Ab und an kriegt sie Unterstützung von Jack Frost, der es schneien und stürmen lässt. Sowohl die Cailleach als auch Jack Frost sind Gestalten aus dem schottisch, irischen Raum. Wobei man Jack Frost wohl durchaus eine Verwandschaft zu den Eisriesen der nordischen Mythologie zuschreiben kann. Er neigt übrigens auch dazu Streiche zu spielen und Leute ausrutschen zu lassen.

    Die Karten stammen übrigens aus dem Fairy-Ring-Oracle von Anna Franklin und Paul Mason.

  • Frohes Jul

    Ich wünsche allen eine feine und frohe Wintersonnenwende. Ab morgen wird es wieder heller, also ein Grund mehr, noch ein wenig die Dunkelheit zu genießen. Eines meiner täglichen Rituale ist das Bewegen im Dunkeln. Wenn ich nächtens die sanitären Anlagen konsultieren muss, mache ich kein Licht. Zuerst war das sehr unheimlich, nachdem ich mir aber sicher war, den Pott auch im Dunkeln zu finden, sowie auch den Weg zurück ins Bett, gefiel es mir mehr und mehr. Es ist interessant was man alles wahrnimmt, wenn man nicht durch das Sichtbare abgelenkt ist. Die Dunkelheit zieht mich mehr und mehr an. Nicht so, dass ich sie wenn es heller wird furchtbar vermisse, eher so, dass ich sie feiere, wenn sie sich im Herbst wieder vermehrt bemerkbar macht.

    Meine heutige Tageskarte ist die 10 – Das Rad. Auf dem Gewebe ist das 8-speichige Rad des Jahreskreises dargestellt. Jede Speiche markiert ein Fest. Jul ist das erste Fest des neuen Jahreslauf. Die Karte passt auch sonst gut. Sie steht auch für das Jahr 2026, nummerologisch ein 10er-Jahr. Man könnte sagen „Alles auf Anfang“. Ich bin gespannt und auch wenn mir viele der aktuellen Entwicklungen nicht gefallen, so bin ich im Großen und Ganzen zuversichtlich, jedenfalls lasse ich mir keine Angst mehr machen, dafür bin ich zu beschäftigt. Angst ist ein Energieräuber und ich brauche meine Energie gerade für Dinge die stärken und Freude bringen. In diesem Sinnne …. Alles Liebe

  • Kurz vor November

    Nun haben wir den Oktober fast geschafft, eigentlich wäre nun für mich Zeit in meine alternativen Raunächte zu gehen, doch ich habe keine Lust. Ehrlich gesagt, möchte ich dieses Jahr einfach so vor mich hin tüddeln, viel lesen, bisschen stricken, spazierengehen und schreiben. Also eigentlich das, was ich sonst auch so tue.

    Es hat mich doch sehr überrascht, dass ich mich so fühle. Meistens bin ich um diese Zeit im Jahr froh, wenn ich abtauchen kann. Nur eben diesmal nicht. Dabei gäbe es genug Gründe, sich von allem ein wenig zurückzuziehen und den Inneren Kramladen ein wenig aufzuräumen. Doch ich habe das Gefühl, dass ich genau das das ganze Jahr 2025 getan habe und nun mal einfach so sein will.

    Zur Zeit habe ich wieder viel Freude daran zu fotografieren und mit GIMP zu spielen. Die nächsten Tage wird es noch einmal in den Botanischen Garten gehen. Also wenn es hoffentlich einmal einen Tag nicht zu sehr regnet. Heute ist recht schönes Wetter, aber irgendwie habe ich die Kurve nicht gekriegt, weil ich noch ein Buch ausgelesen und eine Rezension geschrieben habe. Kann man hier lesen:

  • Nasse Tage

    Das waren sehr regenreiche Tage. Heute sieht es ein wenig besser aus. Jedenfalls hoffe ich trocken zum Einkaufen und zurück zu kommen.

    Die letzten Tage hatte ich viel zu tun und bin überhaupt nicht dazu gekommen, mich hier zu melden. So langsam wird es weniger, bis auf den Haushaltskram, der wird mehr. Da Freitag Samhain ist, gilt es einiges vorzubereiten. Ich überlege immer noch, ob ich als Dessert Don’t fly drunk mache. Das passt da sehr gut. Andererseits habe ich furchtbaren Appetit auf was mit Schokolade. Mal sehen, ich werde berichten.

    Dieses Jahr ist so schnell rumgegangen, dass ich fast ein wenig außer Atem bin. Nun ist schon fast November und die graue Zeit beginnt. Gut, dass ich einiges zu tun habe, was Farbe in den Alltag bringt.

    So, nun aber Frühstück und dann einkaufen.

  • Noch zehn Tage bis Samhain

    Also nicht mehr lange, dann ist Hexenneujahr, Ahnenfest, kurz gesagt: Samhain. Schon wieder ist ein Jahr vorbei. Danach beginnt für mich die Raunachtszeit und das erste Mal ist da nicht viel mehr als das Krafttier, das mich begleiten will. Kein konkretes Thema, keine Vorhaben, keine Pläne. Nichts! Das macht mich ein wenig unruhig. Bedeutet es, dass ich die Raunächte gar nicht begehe? Das ich einfach Samhain feiere, der Toten gedenke und dann bis Jul so vor mich hinpuzzele? Natürlich habe ich genug Material, also könnte ich mir ein Gerüst aus früheren Raunachtserfahrungen bauen, aber irgendwie will ich das gerade gar nicht. Ich bin sogar ein wenig neugierig, was geschieht, wenn ich einfach mit einer Offenheit für die Energie dieser Zeit gehe und schaue was kommt. Also ein Abenteuer.

    Soweit also das. Was ich ganz sicher machen werde ist lesen, schreiben und rezensieren. Also wird mir die Zeit nicht lang. Für die meisten ist die Vorweihnachtszeit ja sehr Hektik geprägt, da ich zwar die Wintersonnenwende feiere, aber den anderen Trubel nicht mitmache, wird es für mich nun ständig ruhiger und das gefällt mir sehr.

  • Und immer wieder ans Wasser

    Es gibt so Orte an denen ich immer wieder bin. Sie ziehen mich zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter an. Auf dem Foto ist so ein Ort zu sehen. Das kuriose ist, dass es dort eine Menge gibt, was ich nicht so mag. Es ist das Fördeufer am Kieler Landtag und so mit wimmelt es dort eigentlich ständig von Menschen … nun ja, und mir, obwohl ich eigentlich einsamere Orte vorziehe. Dort jedoch scheine ich mich aus irgendeinem Grund wohlzufühlen.

    Heute war ich auch dort, allerdings nicht bei idealen Wetter, aber ich mag dieses Herbstlicht und den Dramahimmel.

    Gerade in diesem Grau knallt das Laub in seinem braunrot besonders. Herbst scheint mehr und mehr meine Zeit zu sein.

    Alles Liebe

  • Noch 30 Tage bis Samhain und dann in die alterntiven Raunächte

    Bereits der 01.Oktober und es ist nicht mehr lange und wir haben Samhain. Danach geht es denn für mich in die Raunächte. Mein Krafttier hat sich bereits gezeigt. Darüber schrieb ich bereits im letzten Beitrag.

    Diesmal begleitet mich also der Seehund. Zum Glück gibt es hier ein Seehundbecken und da kann ich ein wenig beobachten. Am Sonntag war ich dort und als ich ihnen so beim Schwimmen zusah, dachte ich daran, wie sehr ich das Schwimmen vermisse. Ich bin dieses Jahr nicht einmal im Wasser gewesen. Das muss wieder anders werden.

    Auch wenn noch einges blüht und die Sonne scheint, so ist es doch kühl geworden und seit einigen Tagen habe ich die Heizung angestellt.

    Mir geht gerade vieles durch den Kopf. Zum Beispiel auch, ob ich dieses Jahr überhaupt die Raunächte begehen will. Mir war gerade so nach Leichtigkeit, mal nicht tief eintauchen, einfach mal sein. Im Grunde hatte ich da also bereits mein Thema gefunden. Endlich mal einfach nur sein. Das war wohl schon die erste Lektion des Seehunds. Denn als ich denen so zusah, wie sie schwammen, tauchten und im Wasser rollten, wurde mir bewusst, dass ich nicht nur das Schwimmen, sondern auch die Leichtigkeit und die Verbundenheit mit dem Element Wasser verloren habe. Wie gesagt, dass muss wieder anders werden.