Schreiben

  • Craftwork,  Einfach mal so,  Roman,  Schreiben

    Vertüddelt und Quarttrick

    Tja, da hatte ich mich wohl ein wenig vergallopiert. Als ich heute Morgen mein Geschreibsel durchlas, stellte ich mit Schrecken fest, dass die Geschichte so nicht funktioniert. Also muss ich das nun erst einmal entwirren, bevor ich einfach weiterschreibe und total neben die Spur komme. Kommt alles nur daher, dass ich nicht plotten mag, was aber, scheint es, unerlässlich ist, wenn man eine Geschichte schreibt, die nicht nur einen sehr großen Personenkreis umfasst, sondern auch noch in mehreren Welten mit unterschiedlichen Gesellschaftsformen spielt. Also habe ich mich nun ans Plotten gemacht.

    Davon hat mir so der Kopf geraucht, dass ich Viktor zu einer Spazierrunde animierte, damit ich wieder klarsehe. Und das obwohl das Wetter so gar nicht zum draußen herumlaufen einlädt. Aber wozu hat die Göttin die Regenjacken erfunden. Also sind wir los und damit auch beim 2. Teil der Überschrift. Gestern sagte ich nach der Spazierrunde: Nun sind wir drei Tage hintereinander spazieren gewesen! Ein Hattrick! Viktor meinte darauf hin: Und wenn wir morgen auch gehen, ist es ein Quarttrick. Nur so zur Erleuchtung. So, nun noch ein wenig arbeiten und dann gibt es Abendessen. Nochmal Pasta, es ist noch Sauce vom Auflauf da.

  • Einfach mal so,  Sachbuch,  Schreiben

    Spazierengehen

    Gestern Abend gab es bei uns Kinderessen. Soja-Nuggets mit Pommes. Allerdings alles selbstgebaut und so lecker, dass ich mich überfressen habe. Das ist mir lange nicht passiert. Also sind wir kurz entschlossen zu einem Spaziergang um die Hörn aufgebrochen. Dazu mussten wir am Bahnhof vorbei und dem gegenüber liegt das Einkaufszentrum Sophienhof. Als ich sah, wie es dort um 19:00 Uhr noch vor genervten Menschen wimmelte, war ich nur froh, dass ich dort nichts zu besorgen hatte.

    An der Hörn dagegen war es angenehm ruhig und wie immer am Wasser ging es mir gut. Es war eine schöne Runde und sie hat mir wieder einmal bewusst gemacht, wie sehr ich meine regelmäßigen Spaziergänge vernachlässigt habe. Das soll nun wieder anders werden. Heute sind wir auch ein wenig im Schützenpark unterwegs gewesen. Leider war kein schönes Wetter, so sind nicht viele Fotos entstanden, aber Spaß hatten wir trotzdem.

    Bis jetzt war es ein richtig feiner Tag. Viktor und ich haben gemütlich gefrühstückt, sind spazieren gewesen und haben von unserem Vermieter Zimtsterne und einen Schokoladenweihnachtsmann bekommen, also kann die nächste Runde überfressen beginnen. Es gibt den traditionellen Weihnachts-Maccaroni-Auflauf. Auch wenn man nicht Weihnachten feiert, kann man Traditionen pflegen und Maccaroni-Auflauf haben wir an unserem allerersten gemeinsamen Weihnachten gegessen.

    So, nun aber lesen und vielleicht noch ein wenig schreiben.

  • Autobiografie/Biografie,  Roman,  Schreiben

    Schreiben – Selbstbild mit Tier von Andreas Niedermann

    Der junge Andreas Niedermann aus der Schweiz will Schreiben. Das ist eigentlich das einzige, was der sicher weiß … und dass er aus der Schweiz wegwill. Doch wie jeden jungen Autoren treibt auch ihn die Frage um: Schreiben? Wie geht das eigentlich? Und wovon lebt man, bis man von Schreiben leben kann? Geld ist eines der Grundprobleme, denn wenn es da ist, hat es die Tendenz schnell wieder weg zu sein. Wenn man in Jobs unterwegs ist, die man um das Geldes wegen annimmt, ist man schnell geneigt zu kompensieren, was ausgesprochen gut mit Alkohol geht. Niedermann gerät in einen Kreislauf von Zeiten in denen er Schreiben könnte, aber nicht kann, weil er Geld braucht und kompensieren muss oder eben in denen er schreibt, sehr frugal lebt und die Salami zum Brot schon mal geklaut wird. Doch er schafft es, schließlich ist sein erstes Buch da. Sauser und es ist ein Erfolg! Doch nichts ist für immer und alles beginnt von vorn.

    Andreas Niedermann ist ein Garant für ein absolutes Lesevergnügen. So auch hier! Ihn in der Retrospektive auf seinem Weg zum Schreiben und seinen beruflichen Schlenkern, da war viel Schönes dabei – Almhirte, Bühnenbauer, Kinovorführer, Bauarbeiter – begleiten, war mir eine große Freude. Man kann wirklich nicht sagen, dass Niedermann sich und seine Leser schont, dafür gehr er viel zu offen, humorvoll und teils schonungslos mit seinem jüngeren Ich um. Gerade das macht aber seinen Reiz aus.

    Das mit dem Tier im Titel, erklärt sich beim Lesen des Buches, was ich nur wärmstens empfehlen kann.

  • Einfach mal so,  Schreiben

    Offline schreiben

    Erst war ich ein wenig verdrossen, dass der W-Lan Empfang beim Thinkpad nicht mehr funktioniert. Doch ich muss gestehen, dass kann auch ein Segen sein. Am Schreibtisch arbeite ich ja eh mit LAN-Kabel und natürlich ist es fein, mal eben nach Mails zu gucken, mal eben zu sehen, was so auf Facebook läuft und so weiter. Heute Morgen jedoch bin ich früh hoch und habe das ThinkPad mit auf die Terrasse genommen. Draußen schreiben ist schön, vor allem früh morgens, wenn es noch nicht so heiß ist und die Nachbarn noch schlafen. Da ich mit eiener Idee für die neue Geschichte aufgewacht bin, dachte habe ich mich sofort ans Werk gemacht und es war fein, so ohne Ablenkung zu schreiben. Wenn es einmal hakte, habe ich nicht angefangen Candy Crush oder Blossom Blast zu spielen, sondern einfach durchgelesen, was ich schon habe und dann ging es weiter. Mein Tagespensum für die neue Geschichte, die fürs erste Fahrstuhl heißt, habe ich nun erfüllt. Nach dem Frühstück werde ich Brotbacken und danach geht es mit dem Raunachtsbüchlein weiter.

    Nachdem ich fleißig war, konnte ich auch ein wenig mit Gimp spielen. Das macht mir immer wieder mal Spaß. Nun naht Viktor mit dem Frühstück. Habt einen schönen Sonntag.