• Einfach mal so

    Brille auf Abwegen

    Vor gut einer Woche habe ich nach getaner Gartenarbeit meine Draußenbrille vermist. Davon ausgehend, dass sie im Laub oder im Kompost gelandet wäre, habe ich alles wie blöde durchgewühlt. Aber nichts! Also wurde das Beet abgesucht, auch nichts. Ich habe an allen möglichen und unmöglichen Stellen gesucht, aber es nützte nix, das gute Stück blieb verschwunden. Heute morgen nun, bei meiner Runde durch den Garten, sah ich erneut alles durch und konstatierte schließlich: Sie ist unwiederuflich weg, was natürlich ärgerlich ist, denn es ist a.) meine Lieblingsbrille und b.) nicht das billigste Modell, da Gleitsicht und mit Sonnenschutzgläsern. Dass ich in absehbarer Zeit 400,00 € über haben werde, um mit eine neue machen zu lassen, ist nicht zu erwarten. Wie gesagt, ich hatte mich gerade schweren Herzens in mein Schicksal gefügt und beschlossen, dass es schon irgendwie gehen würde, da kam Viktor herein und sagte: Schau mal, was ich gerade gefunden habe. Sie lag unter dem Holunder! Merkwürdigerweise so zusammengeklappt, wie auf dem Foto. Wenn sie mir bei der Arbeit runtergerutscht wäre, wären die Bügel aufgeklappt gewesen. Mal abgesehen davon, dass ich um den Holunder herum besonders gründlich geguckt habe und dort auch keine dichte Bepflanzung ist. Nun frage ich mich, was treiben Brillen, wenn sie irgendwo hin verschwinden? Treffen sie sich mit anderen Brillen? Was bewegt sie einfach wieder aufzutauchen? Soviel Ungewissheiten. Auf alle Fälle bin ich froh, sie wieder zu haben.

    Gestern und heute sind eh merkwürdige Tage. Es geht sehr viel durcheinander. Viktor hat dauernd Termine. Leute kündigen sich an und kommen dann nicht, in Sachen Computer gibt es die eine oder andere Schwierigkeit. Alles so kleiner Nervkram, der aber sehr aufs Gemüt geht. Doch das geht vorbei und irgendwann wird es auch wieder ruhiger und ich kann in Ruhe arbeiten.

  • Einfach mal so,  Kreatives Schreiben

    Novembernass im Dezember

    Ich weiß nicht genau warum, aber immer wenn der November in den Dezember übergeht, erwarte ich Schnee und zwar sofort. Natürlich werden meine Erwartungen so gut wie nie erfüllt, aber das Kind in mir will Schnee und draußen spielen. Nun kann man nicht alles haben, also finde ich mich mit Novembernässe ab. Es ist ungemütlich. Mir ist knackig kalt lieber, als diese feuchte Kälte, die einen so in die Knochen kriecht. Doch genug gejammert, es gibt auch gutes. Dass es hier recht ruhig war, hat unter anderem damit zu tun, dass ich schwer am schreiben bin. Die letzten Tage, bin ich jeden Morgen um acht hoch und habe fleißig geschrieben. Die Geschichte wächst.

    Heute kam Schneckenpost von Gudrun und ich habe mich so über die entzückende Schafkarte gefreut. Was für eine reizende Idee. Danke Gudrun. Die Wolle fässt sich wunderfein an.

    So, nun werde ich mal sehen, ob mein Käsekuchen was geworden ist. Nachher kommt eine Freundin zu Besuch und da wollen wir schwelgen.

    Ich wünsche allen eine schöne Woche.

  • Einfach mal so,  Nahrung

    Hefeteigtag

    Heute ist der Tag des Hefeteiges. Nicht offiziell, aber bei uns. Eben haben ich einen Ciabatta-Teig gemacht, für unser täglich Brot und einen süßen Hefeteig für die Dampfnudeln heute abend. Außerdem habe ich einen süßen Brotaufstrich geschreddert. Cashew-Paranuss-Orange. Ich bin gespannt. Er riecht sehr lecker und wenn er auch nach dem durchziehen so schmeckt, kommt er auf die Rezeptliste.

    Die letzten Tage war ich wieder einmal sehr genervt. Das Amt der Ämter hatte wieder einmal interessante Ideen, die sogar nichts mit dem richtigen Leben zu tun haben. Aber warum das Vorschriftgewirr durch reales Leben in diesem unserem Lande ins Schwanken bringen? Wenn es eines gibt, was ich wirklich bereue, denn, dass es mir nicht möglich ist meinen Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Der Traum war und ist ja immer noch, dass ich bis zur Rente soviel zu verdiene, dass ich mit meiner mageren Rente und dem Zuverdienst auskomme, ohne auf Grundsicherung angewiesen zu sein. Sieht gerade nicht so aus. But a girl can still dream, can’t she?

  • Einfach mal so

    Kein guter Wochenbeginn

    Nee, wirklich nicht. Nachdem ich noch relativ fröhlich aufgewacht bin, hat sich die gute Stimmung, nach öffnen der Post erledigt. Ab Januar 13,00 € mehr Stromabschlag! Das macht denn 78,00 € für einen Einpersonen Haushalt, in dem bereits alles auf LED, abschaltbare Steckdosenleisten, und energieeffiziente Geräte umgestellt ist. In dem übrigens auch viele der üblichen Geräte gar nicht vorhanden sind, wie etwa Fernseher, DVD-Palyer und so weiter und wo der Radiator diesen Herbst noch nicht einmal an war, obwohl es mittlerweile im Schlafzimmer saukalt wird, da die einzige Heizquelle der Ofen im Wohnzimmer ist. Ja, ich weiß, es gibt Menschen die mehr Grund zum Jammern haben als ich, denn ich habe ein Dach über dem Kopf und lebe ziemlich bescheiden. Die einzige Quelle zu sparen, wären Bücher und was das betrifft … ich habe mir eh vorgenommen, ab nächstes Jahr nur noch Fundstücke und Rezensionsexemplare zu lesen.

    Zu Jul gibt es für die Kinder nur eine kleine Aufmerksamkeit und die ist selbstgefertigt. Das ist allerdings auch nicht neu, denn so halten wir es schon lange. Wir Erwachsenen schenken uns nichts. Der eine Calw ist nun fertig und ein weiterer in Blau ist in Arbeit.

    Nun gut, das Klagen nützt ja auch nicht wirklich was. Also mache ich mich mal vom Acker und hoffe, dass noch irgendwas geschieht, was mir die Laune rettet.

    Habt eine schöne Woche!

  • Astrologie,  Craftwork,  Einfach mal so,  Nahrung

    Erbsensuppe, Astrologie und Stricken

    Während auf dem Ofen die Erbsensuppe vor sich hinkocht, bin ich schnell zum Handarbeitsladen um die Ecke geküpft und habe Rocailles für die zweiten Calw gekauft. Wolle dafür habe ich noch und die wird nun mit den Perlen zu einem Weihnachtsgeschenk für meine Enkelin Melinda verarbeitet.

    Ansonsten ist es ruhig. Was gut ist. Seit ich ein Gespräch mit Silke Schäfer im Fairtalk gehört habe, hat mich die Lust gepackt, mich doch einmal mit Astrologie zu beschäftigen. Also habe ich mir ihr Buch besorgt und werde es aufmerksam studieren. Natürlich bin ich auch weiter in Sachen Tarot aktiv und habe auch sonst so einige Thema die mich interessieren und in die ich tiefer eintauchen werde. Mir macht es Spaß zu lernen und es gibt sovieles, dass ich nicht weiß. Eigentlich weiß ich nur, dass ich nicht lange genug leben werde, um alles zu entdecken, das mich interessiert.

    Diese Woche war recht unruhig, obwohl ich persönlich gar keine Termine im Außen hatte. Viktor war allerdings viel unterwegs und das bringt doch den gewohnten Rhytmus durcheinander. Wir haben aber auch eine Menge geschafft. Am Mittwoch waren wir unsere Freunde Valya und Sascha besuchen, zum deutsch-russischen Buchaustausch: Privet Kniga!. Das war sehr schön und anregend. In Sachen Küche haben wir auch einiges fertig bekommen. Die letzten Äpfel sind verarbeitet, was gut ist, denn wir sollen noch ein ganze Rutsche bekommen. Außerdem hat Viktor Gemüsebrühe gemacht und ich habe einen Riesentopf von der besagten Erbsensuppe gekocht. Das Kochen auf dem Ofen gefällt mir immer besser, der einzige Nachteil, ich habe dauernd Hunger, weil es so lecker riecht. Aber das ist eine Kleinigkeit, immerhin sparen wir so Gas. Zwar haben wir von unserem Anbieter keine Erhöhung bekommen (bis jetzt), aber es ist eh sinnvoll die Ofenwärme voll zu nutzen.

    So, nun werde ich mich mal ans Stricken machen.

    Hier der Link zu dem Faittalk Gespräch mit Silke Schäfer:

  • Lesestoff,  Rezensionen

    Zweckfreie Kuchenanwendungen von Yeoh Jo-Ann

    Sukhin hat es als Soziophobiker in seinem Beruf als Lehrer und auch sonst nicht. Er möchte am liebsten in Ruhe gelassen werden, sein Leben leben, die Kartonsammlung seiner Eltern abstauben und lesen. Eigentlich hat er nur einen Freund, das aber nur, weil dieser sich einfach nicht vertreiben lässt.

    Eines Tages nun geht Sukhin in Chinatown für die die Fakultätsparty zum Chinesischen Neujahrsfest einkaufen und rennt, überfordert von den Menschen und dem Angebot, die Pappkartonwohnung einer Obdachlosen um und erkennt in ihr Jinn, mit der vor fast zehn Jahren eine Beziehung hatte. Eine zaghafte Annäherung beginnt und nach und nach schafft er es, das Jinn ihm ihre Geschichte erzählt und ihn an ihrem Leben, das trotz Obdachlosigkeit sehr erfüllt ist, teilhaben lässt.

    Schon der Titel des Buches ist einfach hinreißend und die Geschichte so wundervoll erzählt, dass man sich nach dem letzten Wort wünscht, man könnte noch ein wenig länger mit Sukhin und Jinn durch Singapore streifen. Yeoh Jo-Ann ist sicher eine Autorin, die man im Auge behalten sollte. Sehr gefallen hat mir auch, dass sie ein Gedicht von Cyril Wong in der Geschichte untergebracht hat.

    Übersetzerin: Gabriele Haefs

  • Craftwork,  Einfach mal so

    Wintergrün und Eis

    Die ersten drei Wochen meiner Raunächte sind um, es geht nun also weiter Richtung Licht. Nur noch ein Monat bis zur Wintersonnenwende. Gestern bin ich los und habe mir ein wenig Wintergrün besorgt und auf dem Terrassentisch arrangiert. Die letzten Jahre habe ich es immer so gemacht und es ist so schön, wenn es jetzt kalt und monochromer im Garten wird, einen Zuversicht verstrahlenden Farbtupfer und wärmespendendes Licht zu haben.

    Es hat gefroren heute Nacht. Gestern Nachmittag war es noch ein wenig über Null, heute nacht allerdings wurde es richtig kalt. Das Blatt war am Tisch festgefroren und die Kastanie wird gerade ihre letzten Blätter los.

    Das Äußere des Blogs hat sich auch ein wenig verändert. Der Schnee rieselt hier schon seit einigen Tagen. Die Widgets befinden sich nun in der alternativen Seitenleiste, die sich aufklappt, wenn man im Seitenmenue rechts die drei Querstriche anklickt. Mal sehen ob es so bleibt.

    Diese Woche liegt nicht viel an, also für mich. Viktor ist der mit den vielen Terminen, während ich mich nur auf den Besuch am Mittwoch bei unseren russischen Freunden freue.

    Ich wünsche allen eine schöne Woche.

  • Craftwork,  Einfach mal so

    Pläne und was daraus wird

    Bevor ich mich das zweite Mal in das Abenteuer 6-Wochen Raunächte aufgemacht habe, habe ich Pläne geschmiedet. Was ich an Altlasten auflösen und wie ich es angehen wollte, welche Bücher ich zur Begleitung bräuchte und welche Themen ich gerne vertiefen möchte. Alles hehre Vorhaben, aber wie so oft kam einiges anders. Das Auflösen der Altlasten ist in Gang gesetzt, ich bin noch nicht ganz durch, aber einen großen Schritt weiter und zuversichtlich, dass ich den Rest auch noch schaffe. Allerdings bin ich es ganz anders angegangen, als ich vorhatte. Die Themen die ich vertiefen wollte, waren auf einmal nicht mehr so wichtig, dafür zog es mich in eine Richtung, um die ich mich 45 Jahre gedrückt habe. Die Astrologie. Nicht dass es mich nicht interessierte, nur hat es mit Zahlen zu tun und die verwirren mich nun mal und doch, seit einiger Zeit schleiche ich um das Thema herum und nun hat es mich. Die Karte auf dem Foto stammt aus dem Göttinnenzyklus von Cambra Skade und Ulla Jannascheck, ein Deck das ich schon lange habe und dessen Bilder mich sehr anziehen. Intensiv damit gearbeitet hat ich nie. Doch nun werde ich das wohl tun, denn es ist ein astrologisches Set. In dem die Planten für Göttinnen stehen, die Sternzeichen Künsten zugeordnet und die Häuser als Wirkstätten dargestellt sind. Also eine etwas andere Herangehensweise, als die übliche.

    Auch der Kalender für 2023 ist ein astrologischer. We’Moon von Mother Tongue, ist ein Projekt von Frauen aus aller Welt, die ihre Bilder, Texte und ihr Wissen einbringen. Ich habe diesen Kalender über viele Jahre als Begleiter gehabt, bis ich letztes Jahr beschloss, dass ich ja eigentlich keinen Kalender brauche, da ich ja in meiner Tutanota App einen guten habe. Nun, auch wenn Tutanota toll ist und die App sowohl für E-Mail, als auch als Adressbuch und Kalender wunderbar funktioniert, möchte ich doch analoger werden und der We’Moon orientiert sich eben auch am achtspeichigen Rad, dem Jahreskreis, dem auch ich folge. Was bedeutet, die Feste sind sowohl lunar als auch kalendarisch angegeben und die Mondphasen auch. Ich freue mich, dass ich ihn wieder habe. Es ist Viktors Geburtstagsgeschenk an mich, allerdings weiß er noch nichts davon, es soll eine Überraschung sein.

  • Einfach mal so

    Winterschlaf

    Komischerweise schlafe ich seit einigen Tagen richtig gut. Einige Reisen in die Tiefe meiner Seele und besonders das Anschauen von so einigen dunklen Orten, hat wohl doch einiges an Klarheit und Ruhe gebracht. Es ist gut, dass ich es angegangen bin, auch wenn es schmerzvoll und anstrengend war. Wie schon erwähnt befinde ich mich ja in den Raunächten a la Karin und danach sind die ersten drei Wochen der Dunkelheit gewidmet.

    Ansonsten mache ich einfach mal halblang, höre Eckert Tolle, stricke und backe und ruhe mich nach der Holzplackerei und der Innenschau aus. Das ist muss jetzt sein. Es drängt mich ja niemand. Dieses Wochenende ist Recreation angesagt und nächste Woche steht für mich eigentlich nur ein Termin an. Ansonsten freue ich mich an der Enkelschlange, die es sehr gemütlich eingebuddelt hat und nur ab und an mal zum Trinken herauskommt. Ich werde mir Carlos zum Vorbild nehmen. Die Welt dreht sich auch weiter, wenn ich nicht dauernd was tue.

    Schönes Wochenende wünsche ich denn noch!

  • Einfach mal so

    Holzliefertag

    Zweimal im Jahr bekommen wir Holz. Jedesmal bin ich schon Tage vor dem Ereignis fertig mit Jack un Büx. Zweimal im Jahr bekommen wir drei Schüttmeterholz und genauso oft ist es eine Zitterpartie. Dabei meine ich nicht einmal die körperliche Arbeit, sicher, auch die wird mir von Jahr zu Jahr schwerer, es ist eher so, dass wir die Lieferung nicht auf dem Hof, vor den Schuppen abgeladen bekommen, sondern auf dem Bürgersteig. Da wir mitten in der Stadt wohnen, ist die Parkplatzsituation einfach nur übel und wir müssen ungefähr zwei Parkplätze absperren, damit der Laster abladen kann. Der Fahrer muss ja rangieren können. Dann lädt er es auf den Bürgersteig, von wo wir es durch den Hausflur auf den Hinterhof schleppen und von dort verstauen. Was wirklich nervt, ist die Rücksichtlosigkeit mancher Autofahrer. Wir sperren am Abend vorher ab, da wir nie genau wissen, ob gleich morgens um 08:00 geliefert wird, und so manches Mal räumt ein besonders nettes Exemplar die Absperrung weg und parkt erst einmal für unbestimmte Zeit. Mit anderen Worten, wir müssen die ganze Zeit ein Auge darauf haben, denn unsere Straße ist schmal und die nächste Auffahrt ist ungefähr 20 Meter weiter. Und wir reden hier von einer ganzen Menge zu schleppen.

    Ist das ganze denn von der Straße geräumt, liegt es im Hof und wird von dort in die Schuppen geräumt. Dass sind noch einmal gut drei Stunden Arbeit. Vor allem, weil es gleich geschehen muss, solange es trocken ist und damit die anderen Mieter an ihre Fahrräder kommen.

    Natürlich bin ich froh, dass wir das Holz nun haben, denn es war recht unsicher. Wir haben Anfang August bestellt und nun haben wir Mitte November. Im März kriegen wir noch einmal 3 smtr und ich hoffe, dass wird dann reichen.

    Jetzt werde ich erst einmal Splitter entfernen und eingerissenen Nägel schneiden.