Apfelverückt

Apfelhälften auf schwarzen Hintergrund

Äpfel mochte ich schon immer, aber sie gehörten nicht zu meinem Lieblingsobst. Seit einigen Wochen esse ich, mit enormen Genuss, mindestens einen am Tag. Überhaupt scheint mein Geschmack sich wieder einmal zu ändern. Statt Kaffee gibt es morgens nun Tee. Sehr zu Viktors Freude. Nachmittags gönne ich mir allerdings ein Käffchen. Manchmal so gar mit einem Keks. Ach ja, ich bin halt eine Luxuschnalle.

Im Hintergrund ein pflasterwegs und ein Gartenbeet, auf der anderen Seite Schuppentüren. Im Vordergrund eine Wanne mit Regenwasser in dem sich ein Haus spiegelt. Die Wanne steh auf einem Steinhaufen.

Das Wetter ist noch immer unbeständig. Kaum scheint einmal die Sonne hüpfe ich raus und setze mich ein wenig auf die Terrasse, doch fünf Minuten später zieht es sich wieder zu und es beginnt zu regnen. Gestern war ich so genervt, dass ich mich in den Bus gesetzt habe und in die Holtenauer Straße, zu meinem bevorzugtem Schreibwarendealer gefahren bin, um ein neues Heft und Kugelschreiberminen anzuschaffen.

Ansonsten läuft alles recht ruhig vor sich hin. Ich habe die letzten Tage recht viel gearbeitet. Das erste Drittel von den Literamorphen habe ich komplett überarbeitet und nun kann es weitergehen. Es ist natürlich noch nicht fertig, aber alles ist angeglichen, eine Person hat die Erzählperspektive gewechselt und so weiter. Auch habe ich ein wenig an der Anthologie gebastelt. DUKS! sagten die Tiere, wird sie heißen. Das stammt aus dem grimmschen Märchen: Das Waldhaus! Das Thema ist ja sprechende Tiere.

Jetzt werde ich mal langsam den Rechner zumachen. Gleich gibt es Dampfnudeln und dann will ich stricken. Habt es fein!

Ich glaub es hackt

Buntsprecht am Insektenhotel,

Die letzten Tage wurden wir morgens von einem Tok-Tok-Tok-Geräusch wach. Heute morgen, drang es tief genug ins Bewusstsein, dass ich aufstand und nachsah, was es sein könnte. Ein Buntspecht tat sich am Insektenhotel gütlich, in dem die Hummeln mühsam ihre Larven verbunkert hatten. Das Foto ist nicht besonders gut, denn ich habe es mit dem Handy durch die Terrassentür gemacht. Also dafür ist es sogar recht ordentlich, fällt mir gerade auf.

Glas mit Tomatenconfit

Gestern war ich ein wenig verärgert, als ich feststellte, dass die vorgestern gekauften Tomaten bereits dabei waren schlecht zu werden. Da keine Chance bestand sie so aufzubrauchen, habe ich kurzerhand ein Confit daraus gemacht. Tomaten, Knoblauch, Zwiebel grob würfeln und in eine Schmorfpanne geben. Mit etwas Ahornsirup, 3 Eßl. Olivenöl, sowie schwarzen Pfeffer, Chilliflocken, Salz und Obstessig vermischen und bei 200 ° für ca. 30 Minuten in den Ofen. Dann alles vermatschen und abfüllen. Eignet sich wunderbar als Dip für Chips, Sandwich Topping oder zu Gegrillten.

Langsam gehe ich vermehrt dazu über solche Sachen einzukochen. Besser gesagt ich sterilisiere das Glas und den Deckel mit kochendem Wasser ausspüle oder vor ein paar Minuten in den heißen Backofen stelle. Dann den heißen Kram einfüllen, fest verschließen und über Kopf auf einem Tuch abkühlen lassen. Auf lange Sicht, will ich den Gefrierschrank stilllegen.

Wasser, Möwen und Pommes

Segelschiffe am Anleger auf der Förde

Nach einer Woche Computerbasteln, wurde es einmal wieder Zeit an die frische Luft zu kommen. Also haben wir uns kurzerhand auf den Weg zur Reventloubrücke gemacht. Eine gute Entscheidung, denn ab nächste Woche kann man das nicht zutreten, weil der Aufbau für die Kieler Woche (oder wie ich es nenne „den jährlichen Wahnsinn“) beginnt. Besser gesagt, in die heiße Phase geht. Vieles stand schon, doch noch ging es relativ moderat zu.

Zwei Möwen im Flug vor blauem Himmel

Die Möwen waren schon flott unterwegs und da wir tatsächlich eine Regenpause erwischt haben, konnten wir die Runde genießen. Außer, dass wir einmal ein wenig raus mussten, hatten wir noch einen Grund dort hin zu fahren. Am Reventlouufer gibt es die Frittenkombüse.

Auf einem Holztisch eine Schale mit Pommes frites und Cheddardip

Seit Wochen reden wir davon, dass wir wieder einmal Pommes essen wollen. Eigentlich wollten wir ja bereits letzte Woche Samstag in der Bambule zuschlagen, aber das wurde ja nichts, wegen Überfüllung und grottenschlechter Musik. Heute habe ich mich an die Frittenkombüse erinnert. Die Pommes dort gibt es in vielen Variationen. Mir reichen sie en nature mit was zum dippen. In diesem Fall eine Cheddarsauce. Und da es ja Sonntag ist und wie es uns gut gehen lassen wollten, sind wir noch ein paar Meter weiter und haben bei der Nordischen Eismanufaktur noch jeder eine Kugel Eis gegessen. Ein romantisches Dinner für 15,00 €. Das machen wir bestimmt bald mal wieder.

Genug gebastelt

Steine mit Spinnweben auf dem Tautropfen sind.

So langsam bin ich durch. Die Computerbasteleien haben sich als anstrengender und umfangreicher erwiesen, als vermutet. Aber nun habe ich Dual-Boot, also Windows und Linux, und zwei Festplatten, beide laufen. Das ist doch was. Der Dual Boot war ein wenig schwierig, doch mit Chat GPTs Hilfe, habe ich es hinbekommen.

Zwischendrin war natürlich noch der übliche Wahnsinn. Leute die etwas von mir wollen, Alltagskram und was noch alles. Das Schreiben ist deutlich zu kurz gekommen. Aber da nun alles wirklich rund läuft (toi toi toi), sollte es spätestens ab Montag wieder losgehen. Morgen bekommen wir Besuch und Sonntag will ich endlich einmal ein wenig länger vor die Tür. Wohin weiß ich noch nicht, das hängt ein wenig vom Wetter ab. Es ist aprilig mit einem Hauch Herbst. Schaun wir also mal.
Habt ein schönes Wochenende.

Viel zu tun

terrakottafarbenes Pflaster um Vordergrund Kamille ohne Blüten

So langsam kehren wir zu einem normalen Alltag zurück. Viel zu tun ist immer noch. Aber da handelt es sich um die üblichen Sachen. Die letzten Wochen waren eher unruhig, einmal durch Viktors Zusammenbruch und das einiges anders gestaltet werden musste, aber auch dadurch, dass Viktor am Samstag mit seinen Jazzern auf der Gaardener Kulturrotation gespielt hat. Es hat mich so gefreut, dass er dazu in der Lage war und nicht absagen musste. Vorweg gab es jede Menge Proben, was bedeutete, dass ich mich um den Alltagskram kümmern musste.

Stand Art (von links: Hans-Hubert Hinzig, Hanjo Kramer, Viktor Braun und Jan Poppinga)

Am Samstag war ich also als Groupie/Fotografin/Roadie in Personalunion unterwegs. Ich hatte es ein wenig schwer mich aufzuraffen. Kulturrotaion bedeutet, dass in Gaarden an jeder Ecke irgendwas ist und dazu noch viele Menschen, doch ich bin froh, dass ich mich auf den Weg gemacht habe. Einmal hatte ich die Jungs lange nicht spielen gehört und manchmal tut es auch mir gut, mal unter Leute zu kommen. Es war ein schöner Tag.

Letzte Woche war es ja leider nötig geworden, dass ich einen neuen Rechner brauchte. Der kam am Samstagvormittag und so hatte ich noch genug Zeit ihn einzurichten und hegte die Hoffnung, dass ich am Sonntag schreiben kann. Aber da war ich einfach nur platt und habe eher so vor mich hin getrödelt. Doch gestern ging es mit dem Schreiben weiter. Fürs nächste übernimmt Viktor nun den Haushalt und so habe ich Zeit und Ruhe, um mich mit meinen Leuten zu vergnügen. Jedenfalls theoretisch. Mit dem Alltag hat er es ja nicht so.

Interessante Woche

Kiefernzweig mit frischen Spitzen und Zapfen

Diese Woche war einiges los. Keine größeren Katastrophen, eher so nerviger Kleinkram. Viel Zeit habe ich mit Computerbasteleien verbracht, um am Ende einzusehen, dass man Desktop Laptop nicht mehr zu retten ist und ein neues Gerät angeschafft werden muss. Zum Glück habe ich auch gleich was gefunden. Soll morgen geliefert werden und wenn er der Beschreibung entspricht, war es ein Schnäppchen. Diesmal ist es kein Laptop, sondern ein Tower. Wenn da was kaputt ist, kann man es relativ kostengünstig reparieren. Das ist bei Laptops nur sehr eingeschränkt möglich. Was besonders fein ist, er vier Slots für Festplatten, damit komme ich meinem Traum vom eigenen Server ein Stück näher.

Trotz des Computernervs, den ich relativ gelassen weggesteckt habe, war es eine gute Woche. Seit Viktors Zusammenbruch wird alles daran gemessen. Irgendwas brennt an, geht kaputt und so weiter. Alles nicht so schlimm wie Viktors Crash.

Morgen wird es noch mal aufregend. Viktor und seine Jazzer (Stand Art) spielen bei der Kulturrotation in Gaarden. Ich werde dem Ereignis beiwohnen, einmal in meiner Funktion als Musik liebende Gattin und als Fotografin. Hoffentlich ist das Wetter schön, dann können sie draußen spielen.

So, das war ein kurzes Update. Nun Abendessen und dann mal sehen.

Wenn das Krafttier deutlicher wird

Kohlrabe auf Steinweg

Seit drei Tagen kommt der Kolkrabe vorbei, jeden Tag kommt er ein wenig dichter an mich ran, als wenn er sagen will: Kapier es endlich, ich bin für die nächste Zeit dein Begleiter. Heute habe ich es denn wohl begriffen.

Kolkrabe für Rosenblättern auf Dachrinne

Der Rabe steht für verborgenes Wissen, Transformation, Neuanfang, Intuition und Anpassungsfähigkeit. Er kommt genau richtig, denn ich tue mich gerade schwer, mit den nötig gewordenen Veränderungen. Normalerweise habe ich kein Problem damit, aber diesmal hatte ich mich gerade so gemütlich eingerichtet. Nützt nichts. Ich werde halt sortieren müssen, was mir wichtig ist, was ich unbedingt beibehalten will und was gehen kann. Eines ist klar, ich muss meinen Bewegungsradius deutlich erweitern. Nicht nur im körperlichen Sinne.

Bewegung und Ruhe

Garten im sommerlichen grünen, einige Akeleiblüten und ein Grünspecht im Flug

Nicht nur für Viktor ist es gut, wieder mehr Bewegung im Alltag zu haben, auch für mich. Ich habe seit einigen Wochen ziemliche Schmerzen im Knie- und Hüftgelenk meines linken Beines. Die letzten Tage ist es immer schlimmer gworden. Heute morgen habe beschlossen, dass es so nicht weitergeht und die Yogamatten herausgeholt. Drei Jahre ist es her, dass ich regelmäßig morgens yogiert habe und damals ging es recht flott und geschmeidig. Das heute Morgen, war eine traurige Veranstaltung, die aber auch zeigte, dass es dringend nötig ist, etwas zu tun. Da es heute wieder sehr warm werden soll, haben wir auch gleich noch einen Spaziergang vor dem Frühstück absolviert. Auch das, sagen wir mal so, ging schon zügiger.

Eine Krähenfeder im grünen Gras

Wieder beweglicher werden, steht nun also ganz weit oben auf meiner ToDo-Liste. Aber es gilt auch ein Gleichgewicht zu finden zwischen Bewegung und Ruhe. Ich habe die Neigung zu Extremen. Das ist nicht gut. Daher mag ich Yoga sehr. Erst Bewegung, danach Pranayama und Medition. Ideal. Wenn es nur nicht so mühsam wäre, da wieder reinzukommen.

Digital farblich verändertes Foto von einer Frau am Laptop auf der Terrasse.

Den Körper in Bewegung zu bringen, hat wohl auch die Schreibareale in meinem Gehirn auf Trapp gebracht. Das erste Mal seit Viktor letzten Zusammenbruch, habe ich heute wieder geschrieben. Nicht besonders viel, aber immerhin. Ich hoffe, dass sich bald alles so beruhigt, dass ich wieder in einen Arbeitsrhytmus finde.

Angeschlagen

Schnecke of Plaster mit angeschlagenem Gehäuse.

Dieses Jahr hat es wirklich in sich. Es ist noch nicht einmal halb herum und ich bin komplett erschöpft. Ich tue, was getan werden muss, aber oft in so einem Zombie-Modus. Viktor geht es zwar besser, aber ihn hat es natürlich noch mehr gebeutelt, als mich. Gestern hatte er Geburtstag. Kein Besuch – wollte er nicht, sondern nur wir beide. Es war ein schöner Tag, über den aber auch so eine leichte Wehmut lag. So ein Bewusstsein, dass der letzte Geburtstag näher rückt. Dass es vielleicht der letzte sein könnte. Ist natürlich Quatsch, es könnte immer der letzte sein, egal wie alt man ist. Leben ist nun mal lebensgefährlich.

gelbe Irisblüte in Nahaufnahme

Am Donnerstag waren wir beim heilkundigen Manne, der sich den Arztbrief aus dem Krankenhaus angesehen hat und uns einige gute Empfehlungen gegeben hat. Medikamente hält er nicht für nötig, aber einiges an Ernährungsumstellung und ja, so traurig es ist, auch einiges an unserem Alltag. So wird Viktor sich von seiner Ofenheizung verabschieden müssen, wird nicht mehr an ganz so vielen Aktivitäten in Sachen Weltrettung teilnehmen können, aber weiter Musik machen kann er und wir können spazierengehen, lesen, miteinanderreden und unser Zusammensein genießen. Um den Zustand der Welt, muss sich halt mal jemand anders kümmern … vielleicht mal die, die noch lange in ihr leben werden.

Ab Morgen werde ich wohl wieder am Schreibtisch sein. Die letzten Tage ging es hier zu unruhig zu und ich hatte auch einfach nicht die Kraft. Doch nun haben wir einen Plan erstellt, was getan werden muss, damit die nötigen Änderungen in Viktors Wohnung losgehen können und der ist so, dass genug Raum für mich zum Arbeiten bleibt.

Habt schöne Was-auch-immer-ihr-feiert-Tage

Gerade alles ein wenig viel

Rabe mit zwei Erdnüssen im Schnabel.

Nachdem es einige Tage recht ruhig war, ist nun genau andersherum. Viktor hatte einen weiteren dieser merkwürdigen Anfälle und war wieder über Nacht in der Klinik. Als wir nach Hause kamen, war hier die Hölle los. Ich habe keine Lust die Einzelheiten zu schildern, jedenfalls werden die Wohnungen die noch Ofenheizung haben, wohl zukünftig darauf verzichten müssen. Der Schornsteinfeger hat sie stillgelegt. Nun sollen Heizungen eingebaut werden. Was bedeutet, wir müssen Viktors Zimmer räumen, damit dort gewerkelt werden kann. Ich hatte ja schon mal erwähnt, dass er ein Messi ist und sich von nichts trennen kann.

abstrakte Fotografie in braun und gelbtönen, Muster auf Wasser farblich verändert.

Doch nun ist es nötig, wenn Viktor hier weiter wohnen bleiben soll. Ich plädiere ja schon lange dafür, dass er eine Heizung kriegt. Er ist nicht mehr der Jüngste und ewig wird er die Plackerei mit dem Holz nicht mehr schaffen und so, wie es gesundheitlich bei ihm aussieht, schon mal gleich gar nicht. Wir haben gerade keine schöne Zeit. Er wirkt so verletzlich und so müde. Erst einmal habe ich uns beiden Ruhe und frische Luft verordnet. Vorhin sind wir eine kleine Runde spazieren gewesen. Eine klitzekleine Runde und er ist komplett erschöpft und schläft nun erst einmal. Samstag hat er Geburtstag, da wird er 73 und ich hoffe so, dass er sich berappelt und wenigstens einen Teil seiner Musiksachen weitermachen kann. Gerade bin ich nicht sehr zuversichtlich.

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