• So la la

    Irgendwie geht es mir nicht richtig gut. Ein wenig erkältet, aber nicht genug, um im Bett zu bleiben. Ein wenig depressiv, aber nicht genug um mir die Decke über den Kopf zu ziehen und auf bessere Zeiten zu warten. Dieses Dazwischenhängen nervt extrem, zu Mal ich mich auch nicht so richtig auf das Schreiben konzentrieren kann. Ich klappe den Laptop voller Elan auf und … nichts.

    Das Bild hat meine Enkelin Selena gemalt

    Zum nach draußen gehen lädt das Wetter auch nicht ein. Also dammele ich im Netz herum und vergrößere meinen Chancen die Weltmeisterschaft im Prokrastinieren zu gewinnen.

    Natürlich weiß ich, dass es vorbei geht. Dass es wieder besser wird und ich eines Morgend aufwache und mich frisch ans Werk mache und abends zufrieden ins Bett sinke. Bis dahin, muss ich wohl erst einmal aushalten, dass es nicht so ist zur Zeit. Dabei kann ich mir ja denn ein wenig leid tun. Jammerläppin, die ich bin.

  • Der Schnee ist weg

    Tja, das war es wohl erst einmal mit Schnee und Frost. Heute Morgen war es nass und grieselig und der Schnee bereits fast weg. Mittlerweile benimmt sich das Wetter ein wenig besser, aber noch ein wenig Schnee, wäre fein gewesen.

    Noch immer bin ich fix am Stricken und mein Pullover wächst. Diese Raglan von oben Sache gefällt mir sehr.

    Doch ich war auch schon unterwegs und habe ein wenig fotografiert. Das ich mehr Bewegung brauche, habe ich ja bereits erwähnt und zur Zeit halte ich mich gut daran.

  • Smombiserung

    Was ist eigentlich aus „einfach mal aus dem Festern gucken“ oder noch gewagter „mal mit jemanden reden“ geworden? Seit ich mehr Bus fahre, fällt es mir doch sehr auf, dass nahezu jeder sein Handy in der Hand hat. Es wird gezockt, gewhats’appt, gesnapptchat, dass es eine Art hat. Einfach mal aus dem Fenster guckt kaum jemand. An Bushaltestellen, dasselbe Bild. Sowie jemand 1 Minute irgendwo warten muss, wird das Gerät aus der Tasche gezogen und draufgestarrt. Besonders fein finde ich die Typen, die sich zusätzlich noch so eine Autistenklammer aufsetzen, um ja nicht zu viel von der analogen Welt mitzubekommen. Neulich im Botanischen Garten, kam mir so einer entgegen, Kopfhörer auf, Blick fest aufs Handdisplay gerichtet und juchee durch die verschneite Welt.

    Versteht mich richtig, ich habe nichts gegen Smartphones. Im Gegenteil, ich mag mein Fairphone sehr. Finde es fein Uhr, Kalender, Fahrplan, Kamera und Messenger in einem Gerät zu haben. Sogar telefonieren kann man mit dem Teil. Aber es ist ein Werkzeug. Ich muss mich nicht permanent aus der analogen Welt ausklinken.

    Was ich bei Erwachsenen schon schlimm finde, geht mir bei Kindern massiv gegen den Strich. Ich wohne in der Nähe von Schulen. Wenn ich im Park spazierengehe und Schulschluss ist, kommen mir da so Horden von Mini-Smombis entgegen, die auf ein Gerät starren. Mir ist nicht klar, warum die lieben Kleinen überhaupt ein Smartphone in der Schule haben sollten. Manchmal denke ich, dass so ein Handyverbot für unter 16-jährige, vielleicht nicht verkehrt wäre. Andererseits helfen Verbote ja doch nicht. Medienkompetenz lernen, wäre sicher der bessere Weg. Das wäre auch gut für so einige Eltern, denn oft genug sieht man ja solche, die ihren Kleinkindern mal eben das Gerät in den Patschehändchen drücken oder ihrerseits, während des Lüftens des Kindes, permanent auf das Teil starren.

    Erziehung nützt nichts, die Kinder machen einem ja doch nur alles nach! Wusste schon Karl Valentin.

    Manchmal, nicht sehr oft, aber immer mal wieder so dann und wann, gibt es einen Strahl der Hoffnung. Dann sitzt eine und strickt fröhlich während der Busfahrt. Neulich strickte sogar eine im Stehen. Die Frau, hatte meine ganze Bewunderung.

  • Botanischer Garten im Januar 2026

    Letztes Jahr hatte ich mir vorgenommen, mindestens einmal im Monat in den Botanischen Garten an der Uni zu gehen. Das habe ich auch geschafft. Dieses Jahr will ich es wieder so halten, aber weiter gestreut. Der Botanische Garten an der Uni ist mir zur 2. Heimat geworden, aber ich mag auch den alten sehr. Also wird es wohl gemischt gehen.

    Es ist knackig kalt hier in Kiel, dabei trocken und keine Spur von Schnee … bis jetzt. Ich muss gestehen, ich bin ein wenig enttäuscht von Elli. Da wird ein Riesenwind gemacht und dann kommt die Dame nicht mal in Kiel vorbei.

    Wirklich früh los ging es nicht. Ich habe gestern nacht noch lange gelesen und bin entsprechend spät hoch. Doch solange es noch trocken ist, wollte ich die Gelgenheit nutzen an die frische Lust zu kommen. Die Aussichten für nächste Woche sind nicht so prickelnd. Da wird es wohl nichts mit langen Runden. Am besten ich krame mal die Yogamatte raus. Dass ich mehr Bewegung brauche merke ich immer deutlicher.

    So, das war mein Sonntag. Habt eine schöne Woche.

  • Stürmische Zeiten und Schnee

    Es stehen stürmische Zeiten ins Haus. Sagt die Wettervorhersage. Komischerweise habe ich diesmal auf die gehört und ordentlich eingekauft, damit ich auch ganz sicher nicht raus muss die nächsten Tage. Unter anderen habe ich drei Tafeln Marzipan-Orangen-Schokolade käuflich erworben. Wenn das nicht die Laune hebt, weiß ich auch nicht.

    Obst ist auch genug im Haus. Das ist es hier eigentlich immer. Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass die Wetterlage mir nicht ungelegen kommt. Die letzten beiden Tage habe ich für die Weltmeisterschaft im Prokrastinieren trainiert und so werde ich das Wochenende mit schreiben verbringen. Den Grünkohl koche ich morgen noch vor, dann noch Bettenüberziehen und feucht durchwischen und sich auf ein ungestörtes Schreibwochenende freuen. Jucheee.

    Ich hoffe mein obiges Geschreibsel mutet nicht zu egoistisch an. Mir ist schon klar, was für ein Privileg es ist, von zu Hause arbeiten zu können und die Schränke voll zu haben. Was die letzten Tage in Berlin los war, hat mich sehr ins Grübeln gebracht und ich bin dabei mir Gedanken zu machen, wie ich notfalls in so einer Sitation klarkomme. Prepperin bin ich keine. Aber genügend Lebensmittel und Getränke habe ich meistens im Haus um einige Tage zu überbrücken. Notfalls kann ich so gar den Ofen im Garten anschmeissen um eine Pizza oder ein Brot zu backen und Wasser lässt sich notfalls auf dem Grill warmmachen. Die eine oder andere Powerbank liegt hier auch rum. Nur sollte ich mir angewöhnen darauf zu achten, dass sie auch aufgeladen sind.

    Ich wünsche allen ein feines Wochenende mit Wärme, leckeren Essen und viel zu Lesestoff.

  • Kunst und Kuchen naschen

    Heute habe ich mich endlich in die Stadtgalerie aufgemacht und mir die Ausstellung des Gottfried-Brockmann-Preises 2025 angesehen.

    Das ist eine Arbeit der Preisträgerin 2025, Paula Oltmann. Die hat mir sehr gefallen. Auch war es eine Freude eine alte Bekannte wieder zu treffen. Marja Helander, eine finnisch-samische Fotografin, hat den wundervoll poetischen Film „Birds in the earth“ gemacht. Hier kann man einen Trailer sehen:

    Insgesamt fand ich die Ausstellung fordernd und ich habe auch nicht viel fotografiert. Das meiste sehr martialisch und die Gesellschaftskritik sehr wütend. In früheren Ausstellungen schwang da mehr Ironie mit.

    Kein Wunder also, dass ich danach erst einmal der Stärkung bedurfte und ins nächste Kaffee bin. Sehr leckerer Schoko-Trüffel-Karamel-Kuchen und ein Espresso Macciato haben mich so weit auf die Beine gebracht, dass ich mich auf den Heimweg machen konnte.

    Es ist wärmer geworden, zum Glück ist es aber trocken und die meisten Wege waren geräumt, so dass ich relativ gefahrlos hin und zurück gekommen bin. Nun werde ich mal sehen, dass ich noch ein wenig arbeite und dann geht es früh zu Bett. Die Bücher auf meinem Nachtisch lesen sich schließlich nicht alleine.

  • Neues Handwerkszeug und Lesen

    Es ist noch immer kalt, aber nicht mehr so sehr wie gestern. Heute Morgen bin ich kurz vor sechs wachgeworden und konnte nicht mehr einschlafen. Allerdings war mir auch nicht nach aufstehen, da es doch noch sehr dunkel war. Also habe ich gelesen. Die letzten 50 Seiten von Olav Audunssohn hatte ich gestern Abend nicht mehr mehr geschafft.

    Kaum sass ich beim Frühstück, klingelte der Postbote und brachte mir mein verspätetes Julgeschenk an mich selbst. Ich wechsele nun in Sachen Stricken ins Profilager und habe mal ein wenig in neues Handwerszeug investiert. Da ich mir mehr Kleidung selbststricken will, lohnt es sich wohl und wird sich mit der Zeit amortisieren.

    Natürlich wurde die Neuerwerbung auch gleich als Fotomotiv eingesetzt und so zum #gimpoftheday.

    Ach ja, da ich so früh hoch war, habe ich auch gleich die Rezension zu Olav Audunssohn geschrieben. Hier geht es lang:

  • Schnee macht glücklich

    Schnee macht glücklich, also mich zumindestens. Ich denke gestern nachmittag, als es anfing zu schneien (10 cm innerhalb einer Stunde), und die KVG den Busverkehr einstellte, hielt sich die Freude für so einige in Grenzen. Es war auch heute erst noch ein wenig unsicher, ob die Buslinie zur Reventloubrücke wieder fuhr, aber sie fuhr und so sind wir ans Wasser, um ein wenig spazieren zu gehen. Wir sind bei blauen Himmel los und kaum waren wir da, wurde es neblig und verhangen am Wasser. Also sind wir nur kurz geblieben und dann wieder heim. Schön war es trotzdem.

    Wieder zu Hause habe ich mir einen feinen Getreide-Cappucino gemacht. Jetzt werde ich noch ein wenig arbeiten und dann geht es mit dem Stricken und Lesen weiter. Es wird Zeit mal wieder über Bücher zu schreiben. Mit Reclams Winterbuch habe ich schon mal einen Anfang gemacht.

    Ein feines kleines Büchlein in dem ich die letzten Tage viel geblättert habe. Hier habe ich ein wenig dazu geschrieben:

  • Wollige Zeiten und Vitamine

    Essentechnisch bin ich ein richtiges Weichei geworden. Da gibt es ein paar Mal ein wenig mehr und üppiger als sonst und schon fühle ich mich schlecht. Also habe ich gestern Obst gekauft. Das tut immer gut. Müsli habe ich auch mitgebracht und noch so allerlei gesundes. Die nächsten Tage wird es anders lecker, als sonst. Man hängt ja schon mal leicht in Gewohnheiten fest.

    Dunkle Zweige gegen Winterhimmel

    Es ist wieder kälter geworden und für die nächsten Tage ist Frost angesagt. Nach dem Frühstück bin ich noch schnell in den Handarbeitsladen gehüpft.

    Wolle

    Pünktlich zum neuen Jahr habe ich einen Pullover angeschlagen, das schrieb ich ja schon. Da der von oben gestrickt wird, werde ich irgendwann Stilllegenadeln (keine Ahnung wie die richtig heißen) brauchen. Natürlich kam ich nicht aus dem Laden, ohne mir noch eine Sockenwolle mitzunehmen. Diese ist aus Wolle und Nesseln. Die Mischung habe ich noch nie gestrickt, fühlt sich aber verlockend an.

    Ansonsten pendelt sich so langsam wieder alles auf Alltag ein. Vorhin haben wir die Bude geputzt und gleich werde ich unter die Dusche hüpfen und dann arbeiten. Habt ein feines Wochenende.

  • Gut angekommen

    Den Jahreswechsel haben wir also geschafft. Von alten Jahr haben wir uns mit Kaki-Orange-Granatapfel-Salat, Vanilleeis und reichlich Sahne verabschiedet. Und das auf schicken neuen Tellern. Vom eigentlich Wechsel habe ich nicht viel mitbekommen, da ich gerade in Norwegen im 13. Jahrhundert unterwegs war. Das war so spannend, dass ich das Buch schon einmal empfehle, obwohl ich noch nicht ganz durch bin: Olav Audunssohn von Sigrid Undset großartig neu übersetzt von Gabriele Haefs.

    Der erste Morgen des neuen Jahres zeigte sich nicht unbedingt von der besten Seite. Schneeregen und Sturm. So richtig ungemütlich. Aber ich habe ja noch ein paar Seiten von Olav Audunssohn zu lesen und ein neues Strickprojekt angeschlagen.

    Das soll ein Raglanpullover mit Rollkragen werden, der von oben gestrickt wird. Also praktisch alles in einem Stück. Den letzten Pullover habe ich auch als Raglan gestrickt, aber von unten. Nun will ich es mal so herum versuchen. Abwechselung muss sein. Diesmal rechne ich sogar alles selbst aus. Das wird bestimmt lustig.

    Doch bevor es ans Lesen, Stricken und Eisessen geht, wird geschrieben. Ihr glaubt gar nicht, wie sehr ich mich darüber freue, dass wieder Alltag ist.