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Frau Braun (fast) privat

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  • Fülle

    Gestern klingelte es am Nachmittag und Freundin Carmen stand vor der Tür. Voll beladen, mit Äpfeln, Birnen und Jalepenos. Was für eine Fülle. Ein Teil der Äpfel ist Fallobst und musste schnell verarbeitet werden. Also habe ich English Chutney aus der einen Sorte gekocht. Das kommt nun in den Vorratsschrank, denn es schmeckt am besten, wenn man es einige Wochen durchziehen lässt. Da ich gerade so schön im Gange war, habe ich mich auch gleich an eine Riesenportion Weißkohl gemacht. Mit Räuchertofu, vegangem Hack, Möhren und Zwiebel, wird uns das übers Wochenende bringen und es wird ein Teil zum Einkochen übrig bleiben. Nach der Aktion sah die Küche schlimm aus und ich habe den wöchentlich Großputz mal gleich vorverlegt. Nun habe ich die nächsten Tage frei, also was Haus- und Küchenarbeit betrifft, natürlich werde ich sonst so einiges unternehmen und machen. Morgen fahre ich in den Botanischen Garten und Samstag und Sonntag will ich schreiben.

    Meine Essgewohnheiten ändern sich schon wieder. Das war mein gestriges Abendessen. Obst und Nüsse mochte ich schon immer gerne, doch eher als Dessert. Neuerdings esse ich weniger, fleischlos und sehr viel frisch und roh. Nicht einmal aus gesundheitlichen Überlegungen, es zieht mich einfach dahin.

    So, nun werde ich es mir gemütlich machen. Alles Liebe

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  • rosa fast verblühte Rose vor blauem Himmel

    September (fast) vorbei

    rosa fast verblühte Rose vor blauem Himmel

    Fast haben wir also auch den September geschafft. Ich hoffe so auf einen ruhigen Oktober, mit viel Raum zum Schreiben und Lesen. Heute ist es richtig schön draußen, aber leider habe ich keine Zeit um irgendwo hinzufahren. Es liegt hier einiges an, was erledigt werden muss.

    angefangener Strickpullover, mit Maschnmarkierern auf der Gartenmauer fotografiert.

    Es ist alles nicht so fürchterlich anstrengend, nur alles Kleinkram, den man immer mal gerne auf später verschiebt, bis es so viel ist, dass man es einfach angehen muss. Ist das getan geht es ans Stricken. Das wird ein Raglan von unten aus dünnerer Wolle mit Mustermix. Strickt sich fein und abwechselungsreich.

    So, nun aber noch ein wenig rumpuzzeln und denn an die Nadeln. Strickt sich ja nicht von alleine, das Teil.

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  • Sonnenblume, gelb mit Orange zum braunen Stempel hin.

    Schwitzend durch die Stadt

    Sonnenblume in gelb mit orangenen Verfärbungen zum Stempel hin.

    Himmel war das warm heute. Ich musste in die Stadt, da ich Bücher in der Bücherei bestellt hatte. Auf eine Jacke hatte ich schon verzichtet, aber selbst das langärmelige T-Shirt war durch, als ich wieder zu Hause war. Doch es war schön ein wenig vor die Tür zu kommen. Auf dem Rückweg habe ich denn gleich noch das eine oder andere eingekauft.

    Rotes Laub mit Zacken.

    Wieder zu Hause habe ich es mir auf der Terrasse gemütlich gemacht und gleich ein wenig geschmöckert. Leider fing es mit einer Enttäuschung an. Alchimised von SenLinYu wurde mir von vielen Seiten empfohlen und da ich gerne Fantasy lese, dachte ich: Okay, hol es dir mal aus der Bib. Ich wusste, dass es Darkfantasy ist und auch, dass es sehr grausam dort zugeht, aber bereits nach zwei Kapiteln habe ich beschlossen nicht weiterzulesen. Es ist gut geschrieben, keine Frage, aber das ist mir zuviel.

    Da ich mir wenigstens den Anschein von Arbeit geben wollte, habe ich endlich die Besprechung zu „Der ostdeutsche Mann“ von Ralph Gerstenberg geschrieben. Ein sehr empfehlenswertes Essay.

    Der ostdeutsche Mann – Eine soziokulturelle Selbsterkundung von Ralph Gerstenberg

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  • Sonnenblume kurz vor dem Aufblühen, der Hintergrund in changierenden Grüntönen.

    Gedanken zum Bloggen in Zeiten von KI

    Pflaster auf dem verteilt Kastanien und stachelige grüne Kastanienschalen liegen.

    Bei Ilse, von 356 days, habe ich einen Post gelesen, in dem sie schreibt, dass sie erwägt mit dem Bloggen aufzuhören, weil sie der Gedanke graust, dass die KI-Datenkrake sich durch ihre Texte und die Blogs von denen frisst, die bei ihr kommentieren. Der Beitrag stimmte mich reichlich nachdenklich, wie es das gesamte Thema KI tut.

    Sonnenblume kurz vor dem Aufblühen, der Hintergrund in changierenden Grüntönen.

    Im Großen und Ganzen stimme ich Ilse durchaus zu, der Gedanke dieser Raupe Nimmersatt ist erschreckend und auch beängstigend, doch bin ich deswegen bereit mit dem Bloggen aufzuhören, um der Raupe ihr Futter zu entziehen? Sicher, der Gedanke kam mir auch schon, dass eine oder andere Mal, doch mit der Entscheidung nicht mehr zu bloggen wäre es ja nicht getan. Denn dann müsste ich mich komplett aus dem Netz zurückziehen. Keine Post mehr in den Socialen Medien. Keine Buchvorstellungen mehr und keine Anregungen durch die Blogs und Kontakte, die ich übers Internet pflege und schätze. Denn nur das Bloggen zu lassen, würde es ja nicht bringen. Doch ich habe noch einen weiteren Grund weiter zu machen. Ich blogge gerne und das seit sehr vielen Jahren und ich sehe keinen oder wenig Sinn darin, es zu lassen und mich dessen zu berauben. Was bringt es, wenn alle menschlichen, echten Stimmen verschwinden und nur noch das geschniegelte Technikmonster Inhalte produziert? Sicher nichts Gutes! Schon gar nicht will ich darauf verzichten, über meine Lese- und Schreiberlebnisse zu schreiben. Denn viele Bücher die ich bespreche, sind aus Indie-Verlagen, die kaum Werbemöglichkeiten haben.

    Übrigens, ich komme mir bei meiner KI-Kritik auch ein wenig unehrlich vor. Denn bei meinen technischen Probleme, die ich beim Umstieg auf Linux Manjaro, in Zusammenhang mit nicht korrekt laufender Win-Software hatte, hat mir Chat GPT schnell und kompetent geholfen, in den er die entsprechenden Foren und Artikel zu dem Thema durchforstet hat. Das hätte mich Tage gekostet. Das Werkzeug KI, und genau das ist es, ein Werkzeug, mit Intelligenz hat es nichts zu tun, hat also durchaus Vorteile.

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  • Es lässt mich nicht los

    Kaum habe ich mich dazu entschlossen nicht mehr zu schreiben, geht ein Traum in Erfüllung. Endlich gibt es eine funktionierende Lösung dafür Scrivener unter Linux zu nutzen. Das habe ich mir immer gewünscht. Spielkalb, das ich bin, habe ich es natürlich installiert. Schließlich habe ich das Programm einmal gekauft, weil es wirklich viele Möglichkeiten bietet, die ich unter Manuskript nicht habe und in Obsidan nur bedingt. Außerdem habe ich noch einige alte Projekte, die sich nur damit öffnen lassen. Scrivenix heißt das Tool, mit dem es unter Linux läuft. Jedenfall habe ich es mir eingerichtet und bin auf alte Notizen gestoßen, also lange Rede kurzer Sinn, ich schreibe wieder. Was und ob es was wird, weiß ich noch nicht. Da meine jüngere Enkelin sich für Wicca und so interessiert, dachte ich daran einen kleinen Einführer für Jugendliche zu schreiben. Doch das ist mir zu technisch, so kam ich auf die Idee, es anhand einer kleinen Novelle zu machen. Auf dem Foto sieht man das noch leere Projekt, in dem aber alles mögliche bereits angelegt ist.

    Noch ist es alles ein einziges Gewusel und durcheinander, doch das eine oder andere, ließ sich schon festpinnen und die Notizen wachsen.

    Sonst gibt es nicht so viel Neues, ich puzzele hier weiter fröhlich vor mich hin. Backe Brot, mache Aufstriche und koche herbstlich. Heute mache ich allerdings nur warm. Wir sind dabei den Gefrierschrank leer zumachen und ihn denn auszustellen. Da hat sich noch eine vegetarische Weißkohlpfanne gefunden, die genau ins Konzept passt. Dazu gibt es Kartoffelpürree.

    Habt es fein und muckelig

    PS: Eine neue Rezension ist online:

    Die spannendsten Geschichten aus Norwegen – Herausg. Gabriele Haefs und Dörte Giebel

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  • Sonnenblumenknospe

    In Bewegung

    Eichenblätter auf dem Gehweg

    Eine der besten Entscheidungen, um wieder mehr in Bewegung zu kommen, war es mir erneut einen Büchereiausweis zu besorgen. Da ist immer was abzuholen oder zurückzubringen und da der Weg zur Bib in ungefähr 15 Minuten zu bewältigen ist, lohnt es sich nicht mit dem Bus zu fahren. Auch den Rückweg gehe ich meistens zu Fuß, da ich da gleich an zwei meiner bevorzugten Biomärkte vorbeikomme.

    Porrestangen, Rosmarinzweige, Champignons, Austernpilze und Kräutersaitlinge in einer weißen Schale.

    Heute habe ich bei dem haltgemacht, der das frischeste Gemüse hat. Da mir nach etwas herbstlich besonderem war, habe ich Porree, Austerpilze, Kräutersaiblinge und Champignons mitgenommen. Das gibt eine leckere Pfannengericht. Darauf freue ich mich sehr. Rosmarin soll auch dran, der stammt allerdings aus dem Garten. Wenn ich da so draufgucke, keimt in mir die Idee für einen Brotaufstrich. Da muss ich noch ein wenig drüber nachdenken, aber ich brauche auch erst zum Wochenende neuen.

    Sonnenblumenknospe

    Sonst gibt es nicht viel Neues zu berichten. Gerade ist alles verhältnismäßig ruhig und das ist schon mal erfreulich.

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  • Weizen-Hanf-Chilli-brot Laib

    Swatchel und Gärkorb

    Maschenprobe in Magenta

    Nachdem Fishermans Rip Pullover Desaster, dachte ich, es wäre an der Zeit ein wenig professioneller vorzugehen und bevor ich mit der neuen Wolle anfange etwas zu stricken, erst einmal eine Maschenprobe zu stricken und diese zu waschen und zu blocken. Das habe ich getan und es war gut. Nun kann ich mich dran machen, mir zu überlegen, was ich aus der Wolle mache. Den Strickmantel habe ich verschoben. Die neue Wolle ist so schön, dass ich überlege mir daraus einen dünneren Pullover oder eine Jacke zu stricken. Mal sehen, noch experimentiere ich.

    Weizen-Hanf-Chilli-brot Laib

    Gerade riecht es hier wundervoll nach frischem Brot. Ich bin nun die stolze Besitzerin eines Gärkorbes und der kam heute zum ersten Mal zu Einsatz. Was da aus dem Ofen kam, sieht schon sehr professionell aus. Morgen gibt es das zum Frühstück, ich werde berichten.

    Calendulablüte, orange mit viel grün

    Ansonsten ist es recht herbstlich geworden und es geht sehr nach innen. Im Garten blüht noch einiges, anderes, wie den Phlox, habe ich bereits zurückgeschnitten. Alle paar Tage, steht nun Laubharken auf dem Programm. Das mache ich gerne, dabei kann man so fein nachdenken. Ansonsten lese ich viel und man glaubt es nicht, ich schreibe auch wieder, allerdings zur Zeit einfach so, weil es mir Freude macht.

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    Dienstag ist die Herbst Tag- und Nachtgleiche und so mit Mabon, das 2. Erntefest. Pünktlich dazu ist der Pullover fertig geworden. Schick sieht er aus. Besonders der Halsausschnitt, dabei war der gar nicht so geplant. Ich hatte mal wieder komische Vorstellungen davon wie groß mein Kopf ist und der Ausschnitt wurde viel zu weit. Also habe ich die Maschen noch mal aufgenommen und ihn elegant verkleinert. Nun sitzt er richtig gut.

    Heute war Haushaltstag und da habe ich auch gleich den Altar herbstfrisch gemacht. Es ist eine schöne Zeit und ich bin reichlich dankbar für alles. Sicher, das Jahr begann nicht wirklich schön und vieles was passiert ist hat mich arg gebeutelt. Trotz allem, bis hierher ist alles gutgegangen und nun freue ich mich auf die ruhige Zeit.

    Ich wünsche euch allen ein frohes Mabon.

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    Seit wir zum Frühling die Terrassemöbel herausgestellt haben, sitzen wir morgens nach dem Frühstück dort, mit unserem Kaffee oder Tee. Egal ob es regnet, hagelt und sonst was. Wir sitzen dort, klönen und beobachten die Vögel. Allerdings muss ich bemerken, dass es dieses Jahr nicht soviel zu sehen gab, außer Amseln, ab und an einen Grünfinken und einen Buntsprecht, der das Insektenhotel räuberte. Vor einigen Tagen nun, habe ich Meisenknödel in den Knödelknast gefüllt und seit dem herrscht dort reges Treiben. Mittlerweile habe ich sogar, das eine oder auch andere Foto hinbekommen.

    Meise auf einem Ast daneben eine Eisenkette.

    Heute habe ich gut in der Küche zu tun. Gestern kamen diverse Freund:innen vorbei und brachten Äpfel. Was liegt da näher, als einen Apple-Crumble zu backen? Den gibt es denn zum Abendessen. Aber es steht noch mehr an. Eine vegane Bolognese werde ich auch noch fertig machen, die wird uns übers Wochenende bringen und ich werde so reichlich davon zusammenbrauen, dass ich auch noch einige Gläser einkochen kann. Seit einiger Zeit friere ich nichts mehr ein, sondern koche nach alter Müttersitte ein. Das funktioniert wunderbar und Strom spart es auf lange Sicht auch. So habe ich denn meine eigenen Fertiggerichte, wenn es einmal schnell gehen muss oder das Geld mal wieder knapp ist.

    So, nun aber frisch ans Werk.

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  • Das Buch ist raus!

    Eine neue Anthologie hat das Licht der Welt entdeckt! Ab heute sind diese wundervollen Geschichten über sprechende Tiere, überall im Buchhandel zu erhalten.

    Gabriele Haefs und ich haben über das letzte Jahr hinweg, Geschichten gesammelt, in denen Tiere, mal mehr mal weniger was zu sagen hatten. Hier der Klappentext:

    „Duks, sagten die Tiere und waren’s zufrie­den.“ So steht es in Grimms Märchen, und dort begegnen uns viele Tiere, die reden. Nicht immer sind sie’s zufrieden, und dazu haben sie meistens auch wenig Grund, jeden­falls, wenn sie versuchen, sich den Menschen verständlich zu machen. Da können sie mit Menschen- und mit Eselszungen reden, wir kapieren es einfach nicht. Wir möchten an dieser Stelle gleich um Entschuldigung dafür bitten, dass wir keinen sprechenden Esel an­zubieten haben – nicht, dass Esel so schweig­sam wären, denken wir nur an den ewig griesgrämigen I-ah aus „Pu der Bär“. Aber es gibt so viele sprechende Tiere in der Litera­tur, und irgendeine Auswahl musste getrof­fen werden. Die sprechenden Tiere in diesen Geschichten sind bisweilen arg redselig, dann wieder sagen sie nur ein Wort, wie der Rabe bei Edgar Allan Poe, der mit seinem wie ein Wappenschild vor sich her getragenen „Nevermore“ zu Weltruhm gelangte, oder der Vogel bei Monika Steinholm, der auch nur ein Wort sagt, aber das hat es in sich und ist nicht gerade das, was man von einem noch ziemlich frischgeborenen (jawohl, frischgeboren!) Vogel erwarten würde.

    Überall im Buchhandel ISBN: 978-3-384-93850-3, Preis 14,00 € und im tredition Shop.

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