Feuchte Runde

Zwei weiße Blüten, eine mit Hummel

Das idealste Wetter war es wirklich nicht, um eine Runde durch den Botanischen Garten zu drehen. Doch mir war nach Outdoor Aktivität und ein bisschen Regen schadet ja nicht. Es war trotzdem schön, auch wenn ich nicht ganz so lange geblieben bin wie sonst. Da der Bus in die Richtung kaum 5 Minuten von hier fährt und quasi direkt am Botanischen Garten hält, ist es kein Problem, noch einmal hin zufahren.

Ein Glasgewächshaus, davor ein Beet mit gelben und weißen Pflanzen, so wie eine Stahlinstallation die eine Wippe mit einer weiblichen Figur auf der einen und einer männlichen auf der anderen Seite darstellt.

Auf dem Rückweg war ich denn noch einkaufen. Heute soll es Kartoffelmus mit Champignon Zwiebel Gemüse und Funghi Pads geben. Letztere hatten wir noch nie, ich werde berichten, ob es als weitere Fleischalternative taugt.

Seit ich mich entschiedene habe, einfach mal zu akzeptieren, dass die Dinge sind wie sie sind, geht es mir besser. Nicht gut, aber besser. Das ist doch schon mal was.

Alles auf Anfang

Meeresspinne im Aquarium mit Amphore

Nachdem es mich – genauer gesagt: ich mich – die letzten Wochen und Tage sehr gebeutelt habe, hat mir der gestrige Tag am Wasser und im Fischmuseum (Geomar Aquarium an der Kiellinie) sehr gut getan, alles wieder in eine einigermaßen Perspektive zu rücken. Akzeptieren, dass etwas nicht geht, war noch nie so wirlich meines. Doch da sich meine gesundheitliche Situation die letzten Jahre nicht verbessert hat, sind halt auch die Möglichkeiten eingeschränkter. Das habe ich oft genug ignoriert und jedes Mal einen sehr hohen Preis dafür gezahlt. Nachdem ich gestern einige Zeit mit dem Therapie-Rochen verbracht habe, dachte ich mir: „Lass dich doch einfach mal treiben. Mach dir nicht dauernd Druck, etwas zu tun“. Eigentlich sollte ich schon lange davon absein, zu glauben, ich müsse meinen Wert beweisen, in dem ich unbedingt was tue.

Brotlaib auf Kuchengitter

Das heißt natürlich nicht, dass ich nun so gar nichts mehr machen werde. Aber in meinem Tempo und nicht unter dem Aspekt, wieviel Einkommen es bringen könnte. Heute habe ich die Geschichten für die Anthologie sortiert und ein Brot gebacken. Das muss reichen. Es ist übrigens ein Dinkel-Buchweizen-Weizenbrot mit Haselnüssen.

Die erste Hälfte von 2026 ist geschafft

Schon ist das erste halbe Jahr um. Die Zeit läuft, wenn man sich amüsiert, sagt man. Anscheinend tut sie das auch, wenn einen Existenzängste plagen, man sich Sorgen um die Welt, um die Enkelkinder und darüber macht, wie das noch alles werden soll. Ich fürchte die zweite Hälfte wird nicht weniger fordernd. Wenn ich alleine an die Liste der dringenden Probleme denke und dem Unwillen unserer Reagierenden sich damit zu beschäftigen. Lösungsorientiert ist da gar nichts! Viel Grund zum Klagen also. Doch was bringt es? Gar nichts. Meine Lust mich an Minderbegabungen, von denen es bei unseren Reagierenden wimmelt, ab zuarbeiten, hält sich in Grenzen. Ich interessiere mich für Ideen und Innovationen, daher ist das mein Lieblings-Podcast zur Zeit:

Verlängertes Wochenende

Ich habe beschlossen, dass ich ein paar Tage frei verdient habe. Also habe ich die fälligen Wochenendarbeiten, Brotbacken, Sikilpak machen und putzen, heute erledigt. Dafür bin ich extra früh aufgestanden, bevor es zu heiß zum was tun wird. Ein feines Gefühl nun drei Tage für mich zu haben. In der Seitenleist, seht ihr das Buch, das heute gekommen ist. Es ist wunderschön aufgemacht und vor allem, Monika Geier ist eine Garantin für exzellente Leseerlebnisse.

Ach ja, Körperöl habe ich auch noch angesetzt. 1/2 Hanföl, 1/2 Olivenöl in eine Lichtschutzglas füllen. Calendula, Kamille, Zitronenmelisse pflücken und dazugeben. Das ganze muss nun 2 – 3 Wochen stehen, dann abseihen.

Das war es fürs erste. Bitte keine Fragen zum Thema Schreiben, ich bin in Urlaub.

Sommerschlaf

Fächer, helle Holzstäbe, blaue Stoffbespannung mit schwarzgelben Elementen, vor Hortensienbusch

Der Fächer ist zur Zeit mein ständiger Begleiter. Sommer ist nichts für mich! Meiner Natur nach, bin ich eher eine Frühling-, Herbst-,Winter-, alles über 23 ° muss nicht-Frau. Dabei haben wir es hier oben, gemessen an Süddeutschland und Südeuropa, noch recht moderat. Egal, mir ist es zu heiß, ich überlege ernsthaft in Sommerschlaf zu gehen. Wenn die Temperaturen wieder vernünftiger werden, steh ich wieder auf. Ach ja, und wenn noch jemand meint, es ist ja schon immer mal sehr heiß gewesen und die Klimaforschung spinnt … Nimm deine BILD-Zeitung und mach dich vom Acker. Wir können uns natürlich weiter einreden, dass alles schon immer so war oder der Tatsache ins Auge sehen, dass wir gerade mit Volldampf dabei sind, die Zukunft zukünftiger Generationen auf diesem Planeten zu verspielen. Vor allem die Ärmsten wird es treffen. Aber das stört die, die was ändern könnten ja nicht. Im Gegenteil, die Merzens, Söders, Spahns und Trumps mit ihren ewig gestrigen Ideen vom unendlichen Wachstum, sorgen sich ja um Menschen außerhalb ihrer Blase einen Dreck.

Farblich verändertes Foto bon Blattwerk und Springbrunnen.

Man merkt vielleicht, dass ich gerade ein wenig verdrossen bin und das nicht nur wegen des Wetters und unserer Reagierenden. Warum genau meine Stimmung so im Keller ist, weiß ich gar nicht so genau. Vielleicht bin ich einfach mit der Gesamtsituation unzufrieden. Ich leg mich mal ein wenig tun und nimm übel.

Ach ja, neulich habe ich diese sehr feine FunFacts Folge mit Horst Evers gesehen. Es geht darum, dass ein kostenloser ÖPNV machbar ist. Das wäre schon mal ein richtiger Schritt in die Richtung, Städte autofreier zu bekommen, Persönlich denke ich schon lange, dass autofreie Städte längst überfällig sind. Natürlich brauchte man dazu einen funktionierenden ÖPNV und kostenfrei wäre noch feiner.

Irgendwie faul

Irgendwie kriege ich heute nicht so wirklich die Kurve. Wir sind früh hoch, weil Viktor heute den ganzen Tag Probe mit den Jazzern hat und ich dachte: Ideal, kann ich den ganzen Tag arbeiten! Nun dammel ich nur rum. Hänge dauernd an irgendwelchen Reels fest und überlege wie ich sonst noch prokrastinieren kann.

Eine Möglichkeit wäre natürlich stricken. Gestern kam diese sehr feine Sockenwolle und natürlich habe sofort die Nadeln aus dem Sommerschlaf geholt. Klar, ich weiß, warum ich um die Arbeit herumschleiche. Ich bin in meinem Buch an einer Stelle, wo ich einen der Charaktere plattmachen muss. Komisch, dass es mir bei dieser Person so schwer fällt. Ich kann sie nicht einmal besonders leiden. Doch es nützet nichts, alles Überlegen, wie es anders gehen könnte, führt zu nichts. Der muss weg und es ist der richtige Zeitpunkt in der Geschichte. Also mache ich am Besten mal diesen Rechner aus und nehme mir den Laptop. Sonst gucke ich mir noch mehr Videos an, um zu lernen, wie koreanisches Streetfood zubereitet wird. Was mich im Grunde gar nicht interessiert.

Der Garten rief und ich folgte

Staudenbeet im Sommer, also viel grün mit Springbrunnen

Seit Wochen ist das Wetter zu mies, um im Garten etwas zu tun. Dabei hatte der es dringend nötig. Obwohl ich eigentlich schreiben sollte, habe ich ausgenutzt, dass wir einen trockenen Tag haben. Kühl, windig, ja, aber trocken. Also bin ich gleich nach dem Frühstück nach draußen und habe das Grün, das durch die Pflastersteine wuchs reduziert und was verblüht war zurückgeschnitten. Die Grünentfernung im Pflaster fällt mir mittlerweile richtig schwer, da jaulen meine nicht mehr ganz jungen Gelenke hörbar auf.

Im Hintergrund gelbe Pflastersteine, davor eine Rose mit kleinen, roten Blüten

Aber es war schön, nach den herbstliche Aprilwettertagen im Juni, wieder einmal draußen zu sein und ein wenig herumzupuzzeln. Nun ist erst einmal alles wieder recht hübsch und ich kann an den Schreibtisch zurück.

Rote Bartenelke umramt von grünen Blättern

Heute werde ich nicht mehr viel arbeiten. Noch die Anthologie bei tredition als neues Projekt anlegen. So langsam trudeln die Geschichten ein und es sind so feine dabei. Morgen geht es denn in alter Frische mit meiner Eleonora weiter. Heute nur noch tredition und einen kleinen Artikel für die Writresscorner13.de. Dann ist Feierabend. Die letzten Tage habe ich soviel gearbeitet, dass es mal Zeit für ein wenig Faulsein wird.

Habt eine schöne Woche.

Ich glaub es hackt

Buntsprecht am Insektenhotel,

Die letzten Tage wurden wir morgens von einem Tok-Tok-Tok-Geräusch wach. Heute morgen, drang es tief genug ins Bewusstsein, dass ich aufstand und nachsah, was es sein könnte. Ein Buntspecht tat sich am Insektenhotel gütlich, in dem die Hummeln mühsam ihre Larven verbunkert hatten. Das Foto ist nicht besonders gut, denn ich habe es mit dem Handy durch die Terrassentür gemacht. Also dafür ist es sogar recht ordentlich, fällt mir gerade auf.

Glas mit Tomatenconfit

Gestern war ich ein wenig verärgert, als ich feststellte, dass die vorgestern gekauften Tomaten bereits dabei waren schlecht zu werden. Da keine Chance bestand sie so aufzubrauchen, habe ich kurzerhand ein Confit daraus gemacht. Tomaten, Knoblauch, Zwiebel grob würfeln und in eine Schmorfpanne geben. Mit etwas Ahornsirup, 3 Eßl. Olivenöl, sowie schwarzen Pfeffer, Chilliflocken, Salz und Obstessig vermischen und bei 200 ° für ca. 30 Minuten in den Ofen. Dann alles vermatschen und abfüllen. Eignet sich wunderbar als Dip für Chips, Sandwich Topping oder zu Gegrillten.

Langsam gehe ich vermehrt dazu über solche Sachen einzukochen. Besser gesagt ich sterilisiere das Glas und den Deckel mit kochendem Wasser ausspüle oder vor ein paar Minuten in den heißen Backofen stelle. Dann den heißen Kram einfüllen, fest verschließen und über Kopf auf einem Tuch abkühlen lassen. Auf lange Sicht, will ich den Gefrierschrank stilllegen.

Viel zu tun

terrakottafarbenes Pflaster um Vordergrund Kamille ohne Blüten

So langsam kehren wir zu einem normalen Alltag zurück. Viel zu tun ist immer noch. Aber da handelt es sich um die üblichen Sachen. Die letzten Wochen waren eher unruhig, einmal durch Viktors Zusammenbruch und das einiges anders gestaltet werden musste, aber auch dadurch, dass Viktor am Samstag mit seinen Jazzern auf der Gaardener Kulturrotation gespielt hat. Es hat mich so gefreut, dass er dazu in der Lage war und nicht absagen musste. Vorweg gab es jede Menge Proben, was bedeutete, dass ich mich um den Alltagskram kümmern musste.

Stand Art (von links: Hans-Hubert Hinzig, Hanjo Kramer, Viktor Braun und Jan Poppinga)

Am Samstag war ich also als Groupie/Fotografin/Roadie in Personalunion unterwegs. Ich hatte es ein wenig schwer mich aufzuraffen. Kulturrotaion bedeutet, dass in Gaarden an jeder Ecke irgendwas ist und dazu noch viele Menschen, doch ich bin froh, dass ich mich auf den Weg gemacht habe. Einmal hatte ich die Jungs lange nicht spielen gehört und manchmal tut es auch mir gut, mal unter Leute zu kommen. Es war ein schöner Tag.

Letzte Woche war es ja leider nötig geworden, dass ich einen neuen Rechner brauchte. Der kam am Samstagvormittag und so hatte ich noch genug Zeit ihn einzurichten und hegte die Hoffnung, dass ich am Sonntag schreiben kann. Aber da war ich einfach nur platt und habe eher so vor mich hin getrödelt. Doch gestern ging es mit dem Schreiben weiter. Fürs nächste übernimmt Viktor nun den Haushalt und so habe ich Zeit und Ruhe, um mich mit meinen Leuten zu vergnügen. Jedenfalls theoretisch. Mit dem Alltag hat er es ja nicht so.

Nach Hamburg in Sachen Crowdfunding

Gestern sind wir nach Hamburg gefahren, ohne den Gören zu erzählen, dass wir kommen. Auf dem Platz ohne Namen hatten sie einen Stand aufgebaut um Muffins, Cookies, Kaffee und Postkarten zu verkaufen, die Selena selbst gezeichnet hat. Alles, um auf die Crowdfundingaktion für Selenas Auslandsjahr aufmerksam zu machen.

Jenni hat im Spendenaufruf geschrieben:

„Es gibt Träume, die leise beginnen – und doch ein Leben nachhaltig formen.“

Meine Tochter trägt so einen Traum in sich: Für ein Jahr nach Kolumbien zu gehen, eine neue Kultur zu erleben, eine fremde Sprache im Alltag zu sprechen und über sich selbst hinauszuwachsen. Sie möchte nicht nur reisen – sie möchte verstehen, lernen, sich einbringen. Über das AFS-Austauschprogramm hat sie die Chance, Teil einer Gastfamilie zu werden, echte Verbindungen zu knüpfen und die Welt mit neuen Augen zu sehen.

Doch so wertvoll diese Erfahrung ist – sie bringt auch Kosten mit sich, die wir als Familie nicht allein tragen können.

Die Spenden werden konkret für das Austauschprogramm verwendet: für Reise- und Flugkosten, die Betreuung durch die Organisation, Vorbereitungskurse sowie die Unterstützung vor Ort in Kolumbien. Jeder Beitrag hilft dabei, diesen Traum ein Stück näher an die Realität zu bringen.

Vielleicht erinnerst du dich an einen Moment in deinem Leben, der dich geprägt hat. Genau so ein Moment könnte dieses Jahr für meine Tochter sein.

Mit deiner Unterstützung schenkst du nicht nur eine Reise – du schenkst Mut, Wachstum und eine Zukunft voller Möglichkeiten.

Von Herzen: Danke, dass du Teil dieses Traums wirst.

So sind wir also gen Hamburg gezogen, um unser Scherflein beizutragen und um moralische Unterstützung zu leisten. Ein wenig Geld wird noch gebraucht für diesen Traum. Wenn sich der eine oder die andere meiner werten Lesenden aufgerufen fühlt, ein paar Euronen zu spenden. Einfach den QR Code scannen, der führt direkt zur entsprechenden Gofundme Seite. Vielen Dank schon mal.

Das sind übrigens die von Selena gestalteten Postkarten. Ich finde sie sind sehr fein geworden. Leider konnte man sie nur am Stand kaufen. Doch vielleicht fällt uns da ja noch was ein.

So, das war es von der stolzen Großmutter und ihrem Hamburg Besuch. Von meinem Spaziergang durch Planten & Blomen an anderer Stelle mehr. Habt einen schönen Restsonntag.

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