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In Bewegung

Eine der besten Entscheidungen, um wieder mehr in Bewegung zu kommen, war es mir erneut einen Büchereiausweis zu besorgen. Da ist immer was abzuholen oder zurückzubringen und da der Weg zur Bib in ungefähr 15 Minuten zu bewältigen ist, lohnt es sich nicht mit dem Bus zu fahren. Auch den Rückweg gehe ich meistens zu Fuß, da ich da gleich an zwei meiner bevorzugten Biomärkte vorbeikomme.

Heute habe ich bei dem haltgemacht, der das frischeste Gemüse hat. Da mir nach etwas herbstlich besonderem war, habe ich Porree, Austerpilze, Kräutersaiblinge und Champignons mitgenommen. Das gibt eine leckere Pfannengericht. Darauf freue ich mich sehr. Rosmarin soll auch dran, der stammt allerdings aus dem Garten. Wenn ich da so draufgucke, keimt in mir die Idee für einen Brotaufstrich. Da muss ich noch ein wenig drüber nachdenken, aber ich brauche auch erst zum Wochenende neuen.

Sonst gibt es nicht viel Neues zu berichten. Gerade ist alles verhältnismäßig ruhig und das ist schon mal erfreulich.
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Woolige Zeiten

Heute kam die Wolle für den Strickmantel. Eine Maschenprobe habe ich schon gemacht. Der wird mit doppelten Faden gestrickt. Also heißt es wickeln und auch noch rechnen, denn leider brauche ich eine Größe mehr, als in der Anleitung angegeben. Rechnen ist nicht meines. Aber diesmal muss es sein. Die Wolle mit dem schwarz drin, ist übrigens Sockenwolle. Zauberball von Schoppel, die mochte ich schon immer gerne.

Ansonsten herbstelt es weiter munter vor sich hin. Die Meisen gehen schon ordentlich ans Fettfutter, allerdings sind sie weg, so wie ich die Kamera zücke. So hinterhältig. Aber wer wird schon gerne beim Essen fotografiert.
So, nun werde ich mal ein Champignonsüppchen fürs Abendessen kochen und dann geht es an die Ärmel, erst wird der aktuelle Pullover fertig gestrickt, bevor ist mich an etwas anderes mache.
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Es wird leichter

So, nun bin ich zu einer Entscheidung gelangt und mir ist leichter ums Herz. Gestern schrieb ich ja darüber, dass eine Veränderung ansteht, ich mich aber, obwohl ich die Notwendigkeit sehe, dagegen sträube eine Entscheidung zu treffen. Heute habe ich mich durchgerungen. In gewisser Weise hängt es auch mit dem heutigen Jahrestag zusammen. Viktor und ich sind heute 22 Jahre zusammen und für mich, ich hoffe auch für ihn, waren es die glücklichsten meines Lebens. Ich hatte nicht nur jemanden an meiner Seite, der viele meiner Interessen teilte, sondern auch jemanden, der meinen Wunsch zu schreiben verstand und ihn unterstützte. Das weitete sich mehr und mehr aus und irgendwann war es nicht mehr nur Schreiben, sondern eben auch, Buchsatz für andere Auor:innen, Herausgeben von Anthologien. Wie gesagt, ich mache halt was mit Büchern und das will ich in gewisser Weise auch weiter. Allerdings werde ich keine Bücher mehr schreiben und nachdem die Bücher, für die ich meine Mitarbeit zugesagt habe, fertig sind, werde ich ein Jahr Pause machen. Vielleicht habe ich danach wieder Lust etwas zu machen, vielleicht auch nicht. Ich schrieb ja bereits, dass meine Gesundheit in letzter Zeit nicht die Beste war und ich mich da um einiges kümmern muss. Interessanterweise meldete sich immer ein Zipperlein, wenn ich mich ernsthaft an den Roman machte. Dann ist da noch das Gefühl, dass sich etwas Neues anbahnt, ich weiß nicht was, nur dass es an der Zeit ist, Platz zu machen und dem was kommen will Raum zu geben.

Ganz sicher werde ich weiter bloggen und auch Rezensionen schreiben. Heute habe ich zwei Bücher, die auf meiner Liste standen aus der Bib geholt. Simon Mason, wurde mir von einer Leserin dieses Blogs empfohlen, danke Anja. Von Yesteryear habe ich in einem Buchpodcast gehört und war sofort getriggert. Die Podcasterin hatte mich mit dem Satz, dass es das erste Buch wäre, in dem sie nicht einzige Person mochte. Das klingt doch verlockend. Jedenfalls freue ich mich aufs Lesen.
Eine Rezension habe ich heute auch schon geschrieben und zwar zu Wildwandler – Das Reich unter den Wurzeln.
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Bisschen neben de Schuh

Es ist gerade so einiges los im Karinversum. Meine ältere Enkelin ist am Freitag nach Kolumbien geflogen, wo sie nun für ein Jahr bleiben wird. Selena hat oft Zeit hier in Kiel verbracht. In den Ferien war sie viel hier und wir hatten immer viel Freude aneinander. Ich freue mich total, dass sie die Möglichkeit hat, ein ganzes Jahr auf einem anderen Kontinent, in einer anderen Kultur zu verbringen … und doch bin ich dauernd am heulen, weil ich das Kind Selena vermisse. Dabei ist das schon lange der jungen Frau gewichen und ob in Kolumbien oder hier, das Kind, dass bei Oma auf der Matraze am Fußende schläft, gibt es schon einige Zeit nicht mehr. Also eigentlich Blödsinn, dass ich herumjammere. Komischerweise hatte ich solche Anwandlungen nicht, als meine Tochter nach ihrer Ausbildung nach Frankreich ging und wir uns fünf Jahre lang nur selten sahen.

Viktor ging mein Gejammere schließlich so auf die Nerven, dass er beschloss, es ist Zeit für Trostessen. Also hat er Vanilleeis gekauft und Sahne geschlagen. Ich habe mir eine Banane dazu kleingeschnitten, Zartbitter Schokolade geraspelt und alle mit meiner selbstgekochten Holunder-Apfel-Sauce vom letzten Jahr überträufelt. Übrigens, wenn es so etwas bei uns gibt, denn nicht Zwischendurch oder als Nachttisch, sondern anstatt des Abendessens. Besuche in der Eisdiele sind aufgrund der Preisanstiege selten geworden, also gibt es nun zu Hause eigene Kreationen. Billiger und nicht weniger lecker.
Heute habe ich denn mal beschlossen, dass mit der Heulerei Schluss sein muss und es Zeit wird, wieder was zu tun. Also habe ich schon mal die Rezension zu Diamten und Rost von Anne Holt geschrieben. Übersetzt wurde das Buch von Gabriele Haefs. Hier geht es zu meiner Besprechung:
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Eingeschränkt einsatzfähig

Die Stimmung ist gerade etwas bedrückt. Vor einigen Tagen hat mich eine Wespe nächtens gestochen und übel erwischt. Das auch noch an einer Stelle, gegen die man immer anstösst. Damit nicht genug, habe ich mir am Backblech die rechten Ringfinger verbrannt. Nun laufe ich mit Pflaster am Finger, Verband am Bein und schlechter Laune durch die Gegend. Es nervt, dass es so schwer wieder gut ist, was natürlich an den dauernden Berührungen liegt. Das einzig Gute, der Abwasch bleibt mir fürs erste erspart.

Wenigstens geht mir der Lesestoff nicht aus. Schmuggler von Arthur Omre (übersetzt von Gabriele Haefs) ist ein norwegischer Klassiker und ich freue mich sehr darauf. Das Buch wird am 01.10.2026 erscheinen, kann aber schon vorbestellt werden.
Ach ja, trotz der schweren Verletzungen habe ich doch geschrieben. Das ist doch was.
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Was ist denn nun mit schreiben?

Es geht weiter. Heute werde ich – so die Göttin will – mit dem Satz für die Anthologie fertig und bis das Probeexemplar Korrektur gelesen wurde und die nötigen Änderungen übertragen, werde ich mich den Literamorphen widmen. So langsam kommt wieder Lust auf. Die hatte ich verloren, als ich merkte, dass ich munter in der falschen Richtung unterwegs war. Aber die Geschichte rumort weiter in mir, nur anders als gedacht.

Es herbstelt schon ordentlich. Die Akelei sieht schon recht schlapp aus. Jedenfalls teilweise. Vielleicht bewerte ich aber auch jedes kleine Anzeichen von Herbst total über, weil ich mich so nach ihm sehne. Heute beim Frühstück war das erste Mal seit langem die Terrassentür zu und eine Kerze brannte. Muckelig!
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Social Media Reduktion

Vor einigen Wochen habe ich meine Social Media Accounts reduziert. Insta, Facebook und Threads wurden gekündigt, doch BlueSky und Mastodon habe ich noch behalten. Von denen habe ich mich nun vorgestern verabschiedet. Warum? Also ….
In Sachen Social Media bin ich quasi Anfang an dabei. Vom Bloggen war es ein leichter Schritt zu Facebook und anfangs war es dort auch recht lustig. Das hat sich deutlich verändert. Einen Austausch gibt es dort schon lange nicht mehr, genauso wenig auf Instagram. Es ist nur liken und weiter. Das gefällt mir nicht. Ich dachte, das wäre vielleicht auf den Plattformen im Fedivers ein wenig anders. Doch nein! Es geht nur ums gesehen werden, um so viele Bücher habe ich gelesen, soviele Strickprojekte habe ich geschafft (ich frag mich immer, wo die Leute die Zeit hernehmen diese Mengen zu produzieren) und guck mal was ich kann und wie fein ich meine Kosmetik aussortiere, da habe ich auch einen Podcast zu gemacht, wenn du den abonnierst, kannst du auch sehen, wie fein ich meine Schlüpfer bügele und meine Bücher nach Farben sortiere. Die meisten sind da, um einzustellen, nicht um zu entdecken, was es so gibt. Und jeder Mist, sei er auch noch so profan, ist einen Post wert. Das positive was ich über die Fedivers Sachen sagen kann ist, dass es dort keine Werbung gibt. Außer das Bewerben der eigenen Person.
Ich nehme mich da gar nicht so groß aus. Auch ich möchte, dass meine Rezensionen und Bücher gelesen werden. Doch ich habe keine Lust permanent Content zu liefern. Sicher, nicht nur auf den Socialmedia Plattformen hat sich vieles verändert. Bei den Blogs auch. Es wird zum Beispiel nicht mehr so viel kommentiert. Das ist natürlich schade, aber nun ja … Weiter bloggen werde ich trotzdem, solange es mir Spaß macht. Es wird mit der Zeit, vielleicht nur noch dieser Blog sein, denn ohne Socialmedia werde ich natürlich auch nicht mehr so viele Rezensionsexemplare bekommen. Doch auch das ist okay.
Eine interessante Beobachtung ist übrigens, dass die Anzahl der Lesenden auf meinen Blogs, nicht davon abhängt, ob ich sie auf den Plattformen verlinke. Die sind seit Jahren, bis auf leichte Schwankungen, konstant.

Ein weiterer Grund mich mehr aus dem Netz zurück zu ziehen ist, dass ich mehr Zeit im analogen Leben verbringen möchte. Schreiben, Lesen und Stricken, machen mir Spaß und bereichern mein Leben sehr. Auch wird es wieder längere Ausflüge in die Umgebung geben. Vor allem wird das Stricken viel Raum einnehmen, denn ich habe beschlossen meine Oberbekleidung selbst herzustellen und zwar in der Menge, wie ich es brauche und nicht einfach, um wieder ein Teil zu haben, um es auf Socialmedia zu präsentieren.
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Botanischer Garten August 2026

Heute habe ich es endlich in den Botanischen Garten geschafft. Es war richtig schön und ich war erstaunt, wie herbstlich dort schon vieles anmutet. Überhaupt ging es schnell mit dem kühler werden. Nicht dass ich mich beklagen will. Ganz und gar nicht. Kühle und Regen, sind genau was wir brauchen und besonders hoffe ich für viel Regen in den Waldbrandgebieten.

In der Abteilung Amerika steht dieser schöne Apfelbaum, der dieses Jahr richtig voll hängt. Immer wenn ich dort vorbei gehe ist es, wie einen alten Bekannten zu treffen.

Außer mich zwischen Blumen, Kräutern und Pflanzen ergehen, habe ich nicht wirklich viel gemacht, aber nach dem Abendessen geht es ans Strickzeug. Es tut sich gerade einiges bei mir, doch vieles ist noch nicht so weit, dass ich darüber schreiben mag. Bald wird da wohl was kommen. Erst einmal ist nun ausruhen und stricken angesagt.
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Neuroplastizität des Hirns fördern durch Stricken
Gestern habe ich diesen Beitrag gesehen und dachte so: Stimmt, was die Arly da ausgegraben hat. Stricken tut gut und fördert die Neuroplastizität des Gehirns und beugt gegen Alzheimer vor. Wenn man strickt, hat man verschiedene Areale seines Hirns in Gange und es beruhigt, schafft einen Raum abseits vom Alltag. Zum einen ist man, so man nicht nur kraus rechts geradeaus strickt, mathematisch gefordert. Denn das Teil soll ja auch passen. Da trotz aller Rechnerei und Vorsicht immer mal was schiefgeht, ist man auch in Sachen Problemlösung unterwegs und es fördert die Kreativität.

Für mein neues Projekt, ich möchte mir diese Jacke stricken: https://www.crazypatterns.net/de/items/69068/strickanleitung-brauner-tweedmantel, hatte ich schon einiges an Gehirnjogging. Denn ich habe gerade sehr viel Wolle, aber natürlich nicht exakt die, die für die Anleitung gebraucht wurde. Auch brauche ich die Jacke ein wenig breiter über den Hintern. Also war es einen ordentliche Rechnerei und ein Musterstück, um ein Vorstellung davon zu bekommen, wieviel Machen und Reihen auf 10 x 10 Zentimeter. Gut dass ich es gemacht habe. Denn statt 18 Reihen muss ich mit meiner Wolle 22 rechnen und statt 21 Maschen in der Breite müssen es hier 25 sein. Doch der Grund ist nun gelegt. Diese Jacke ist schon ein wenig anspruchsvoller zu stricken, als alles was ich die letzte Zeit gefertigt habe, aber das macht ja nichts. Nur in der Überforderung kann man lernen.
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Karin, the Homemaker

Wer hier liest, hat vielleicht schon mitbekommen, dass ich gerne an Computern bastele und technischen Erneuerungen, weiß die Göttin, nicht abgeneigt bin. Und das ist auch gut so, denn für meine Arbeit brauche ich einen Computer und gäbe es die Möglichkeit der Digitalfotografie nicht, wäre ich nie dazu gekommen. Das wäre mir viel zu puzzelig gewesen. Hier bin ich eher für die schnelle Möglichkeit. Doch das ist nur eine Seite, der Frau Braun. In der Küche, nutze ich so wenig Technik wie möglich. Ich habe keinen Thermomix und will auch keinen, Sahne schlage ich mit dem Schneebesen und meinen Brotteig knete ich mit den Händen.

Selbstgebackenes Brot möchte ich nicht mehr missen, auch wenn es Arbeit macht. Doch eines beim Bäcker kaufen … da fehlt mir der Duft in der Küche, während es abbackt. Es ist eine andere Art, vielleicht eine seelenvollere, mit dem was man isst, in Verbindung zu sein. Auf dem Foto oben, hängen Kräuter zum Trocknen, die ich im Garten gezogen haben. Ein Teil ist für Tee, ein Teil als Gewürz und ein Teil des Thymians wird für einen Hustensaft gebraucht. Die erste Rutsche ist bereits trocken und schon verarbeitet. Die Menge Tee wird uns gut durch den Winter bringen. Sicher kaufen geht schneller, aber genau da liegt der Hase im Pfeffer. Wieso muss es immer schnell gehen?
Zur Überschrift meines Post. Ich habe es gerne gemütlich und eine Wohnung, die nach frischem Backwerk und nach Kräutern riecht, verströmt schon mal gleich eine heimelige Atmosphäre. Was sich nicht bei mir findet, sind diese saisonalen Dekorationen. Keine Plastikkürbise zu Halloween und so weiter. Kerzen ja, Steine, Federn, Kastanien, also alles was sich so unterwegs findet ja, aber nichts gekauftest. Mein Zu Hause hat eine Grundgemütlichkeit, die kein zusätzliches Tamtam braucht. Wie gesagt, nichts gegen Deko, aber mir würde eine Wohnung, die wie eine Nanu Nana Filiale aussieht nicht entsprechen.
Wie gesagt, ich sehne mich nicht nach früheren Zeiten zurück. Ich habe keinen besonders nostalgischen Blick auf die Vergangenheit. Doch ich halte es ähnlich wie Hanna von Real Vintage Dollshouse. Es gibt es eine Menge was gut war und warum sollte man das nicht in den modernen Alltag integrieren? Eine Sache ist meine Abendroutine, zu der mich der verlinkte Beitrag inspiriert hat. Am Spätnachmittag mache ich den Computer und das Handy aus. Nach dem Abendessen, ziehe ich die Jalousien zu und lege die Beine hoch. Meistens stricke ich, während ich Hörbuch höre. Seit einiger Zeit bin ich dazu übergegangen Pullover für Viktor und mich selbst zustricken. Habe ich das Gefühl, es reicht nun mit Handarbeit und so, schnappe ich mir ein Buch und lese. Dabei vielleicht ein wenig Musik. Allerdings von CD und nicht von Spotify und wie sie alle heißen.
Früher habe ich oft, bis kurz vor dem Schlafengehen am Computer oder iPad gewerkelt, die Folge davon unruhiger Schlaf und knarschiges Aufwachen. Es spricht vieles dafür es, bevor es zur Ruhe geht, langsamer angehen zu lassen.





















