• Kreatives Schreiben,  Persönliches,  Schreiben,  Selfpublishing

    Erdung

    Zurzeit bin ich sehr intensiv im Wolkenkukusheim unterwegs und fühle mich extrem leicht, obwohl ich nicht gerade abgenommen habe in letzter Zeit. Es ist eher so eine Leichtigkeit im Kopf und ein Unwillen mich mit praktischen Dingen, wie Staubsaugen oder Wäschewaschen zu befassen. Auch Einkaufszettel schreiben finde ich zutiefst unkreativ und kann mich kaum dazu aufraffen. Nun ist es aber so, dass es einer Geschichte ganz gut tut, wenn die Autorin eine gewisse Bodenhaftung hat. Nicht alles was man scheinbar inspiriert schreibt, ist wirklich gut. Gerade beim Schreiben eines Romans, kommt es oft genug auf kühles Abwägen an, darauf ein Gleichgewicht zu halten und es braucht Disziplin. Nämlich sich auch dann hinzusetzen und zu arbeiten, wenn die Muse nicht küsst.

    Das mit der Disziplin fällt mir oft schwer, denn ich habe zwar den Drang zum schreiben, aber keinen eigentlichen Druck. Mir sitzt kein Verlag im Nacken, da ich Selfpublisherin bin. Also gibt es nur die Deadlines und Zeitpläne, die ich mir setze. Da habe ich oft mit der Neigung sie zu verschieben zu kämpfen.

    Heute habe ich beschlossen, dass ich wieder ins Gleichgewicht kommen muss und Erdung brauche. Wo kriegt man die am Besten? Klaro, beim in der Erde wühlen im Garten. Die letzte Zeit war so viel Regen, dass ich noch nicht mit den Winterarbeiten begonnen habe und da es heute trocken war, jedenfalls fürs erste, habe ich die Gelgeneheit genutzt und ordentlich geackert. Nun geht es besser. Denn merke: Wenn man den Kopf in den Wolken hat, sollten die Füße fest auf dem Boden stehen!

    Alles Liebe

  • Einfach mal so,  Persönliches,  Schreiben

    Realitätenpendlerin

    Manchmal habe ich das Gefühl, permanent zwischen verschiedenen Realitäten zu pendeln. Da ist die Alltags-Karin, die sich darum kümmert, dass der Kühlschrank gefüllt und die Bude sauber ist. Dann ist da noch die Druidcraft-Karin, die sich so bewusst wie möglich durch den Jahreskreis bewegt und dann ist da noch die Autorin und Leserin: Die Bücher-Karin! Das ist die, die eigentlich permanent rumzickt, wenn die anderen Aspekte gerade mal Vorrang haben. Das ist die, die in einer Tour mault, was kümmerst du dich darum? Warum liest du nicht das Buch zu Ende? Warum schreibst du nicht endlich weiter? Das ist die, die mich immer noch am meisten erstaunt, denn die Voraussetzungen mal was „mit Büchern zu machen“ waren nicht gerade groß.

    Ich komme aus einer Arbeiterfamilie, habe keinen Hochschulabschluss und habe folglich auch nicht studiert. Was denn letztlich auch der Grund war, warum ich mir das Schreiben nicht zugestanden habe. Besser gesagt: das Veröffentlichen, denn geschrieben habe ich immer. Doch irgendwann habe ich den Sprung gewagt. Nun habe ich so einiges veröffentlicht, mich an Gemeinschaftsprojekten beteiligt und beschränke mich nicht mehr nur aufs Bloggen oder für die Schublade zu schreiben. So langsam habe ich das Gefühl, dass ich dort gelandet bin, wo ich sein soll und doch kann ich es manchmal nicht fassen, dass ich es dahin geschafft habe.

    Das ist schon ein Grund dankbar zu sein, neben so einigen anderen in meinem Leben. Dafür kann man schon mal eine Kerze anzünden und sich freuen.

  • Rezensionen

    Nächstes Jahr schenken wir uns nichts – Weinachtsgeschichten

    Auch dieses Jahr hat Karoline Adler wieder eine feine Geschichtensammlung für die Weihnachtszeit zusammengestellt. Eine feines Geschenk zum Fest, zum Julklapp oder einfach zum Selbstlesen und sich freuen. Die Geschichten sind lustig, manche ein wenig wehmütig und andere wieder voll am Zeitgeist. Etwa die von Ewald Arenz, in der er den Nikolaus, den Weihnachtsmann durch eine indigene, lesbische Vegetarierin ersetzen lassen will, damit sich niemand benachteiligt fühlt, weil er oder sie oder divers, die Geschenke von einem weißen alten Mann erhält. Oder Kim Småge, die sich einer ausgedehnten Weinprobe unterzieht, alles im Rahmen der Bildung. Besonders gefreut hat mich das Wiedersehen mit Ingvar Ambjørnsens Elling, der in eine Krise über ein Geschenk gerät, wo doch abgemacht war, nichts zu schenken. Wer Elling kennt, weiß, welche Kapriolen seine Gedanken schlagen können und wer ihn noch nicht kennt, sollte die Gelegenheit nutzen und ihn kennenlernen.

    Fazit: Feines Buch

    Nächstes Jahr schenken wir uns nichts
    Herausg.:  Karoline Adler
    Verlag: dtv
    ISBN 978-3-423-21889-4
    Preis: 12,00 €
  • Lesestoff,  Rezensionen

    Julia von Sandra Newman

    Wer kennt nicht 1984, wenigstens vom Hörensagen? Orwells Dystopie über den totalen Überwachungsstaat. Die Geschichte von Winston Smith, der der Liebe in die Falle geht und zwar im doppelten Sinne, einmal verliebt er sich in Julia und diese Liebe bringt ihn in das Liebesministerium, wo O’Brien herrscht und ihn foltert. Denn im Liebesministerium bedeutet Liebe Hass. Dort zu landen ist nicht unbedingt schwer, denn es ist nahezu unmöglich nicht Denkkrim, Sexkrim oder sonst was für ein Krim zu begehen.

    Sandra Newman nun, erzählt im Grunde die selbe Geschichte, nur halt aus der Sicht von Julia, die Maschinistin in der Fiktion ist, wo ihr auch Winston auffällt. Julia mauschelt sich so durchs System, macht Schwarzmarktgeschäfte, zeigt die richtige Form von Interesse am Staat und will einfach nur so geschmeidig wie möglich überleben. Doch durch die Maschen des Systems flutscht man nicht so leicht, und irgendwann steht sie vor der Alternative für die Partei als Spionin zu arbeiten, was ihr, genauso wie Winston, zum Verhängnis wird.

    Sandra Newman hat Julia mit der Erlaubnis der Orwell Gesellschaft geschrieben, die Dialoge zwischen Julia und Winston, sowie Winstons Folterung, wurden eins zu eins übernommen. Die deutsche Übersetzung von Karoline Hippe orientiert sich an der Neuübersetzung von 1984 von Frank Heiberts, S. Fischer Verlag 2021.

    Fazit in Neusprech: Doppelplusgut

    Julia
    Autorin: Sandra Newman
    Übersetzerin: Karoline Hippe
    Verlag: Eichborn
    ISBN: 978-3847901563
    Preis: 24,00 €
  • Eigene Bücher,  Rezensionen

    Feine Rezension zu Tore & Wölfe ISA im Folkmagazin

    Die Freude, wenn jemand das Werk zu schätzen weiß ist immer groß. Gabriele Haefs hat im Folkmagazin über Tore & Wölfe ISA geschrieben.

    Buch der Kollegin

    Karin Braun, in FM-Kreisen als Rezensentin bestens bekannt, hat nach einem Band mit Erzählungen (FM berichtete) nun einen dicken Roman vorgelegt. Der Titel verrät schon einiges: „Tore und Wölfe: Isa.“ Es wird mindestens noch einen Band geben, in dem es auch um Tore und Wölfe geht, aber Isa offenbar nicht die Hauptrolle spielt. Wunderbar, aber erst mal muss dieser gelesen sein. Die Tore, von denen die Rede ist, führen in eine andere Welt, in der Isa geboren ist. Das aber erfährt sie erst, als die Handlung so richtig einsetzt. Isa lernt also diese andere Welt kennen, in der so einiges anders ist als in der, in der sie bisher war (nämlich der, die wir heute so kennen). Den meisten Menschen ist es nicht gegeben, einfach von einer Welt in die andere wechseln zu können, zumal die Tore streng bewacht werden. Aber einige schaffen es trotzdem, und zwar genau die, die in der anderen Welt nicht erwünscht sind, Leute von der Sorte, die die hiesige Welt schon fast zugrundegerichtet haben und nun versuchen wollen, auch die andere auszubeuten. Und danach? Da Karin Braun ihr Weltensystem am Konzept der alten nordischen Religion orientiert, können wir mit sieben Welten rechnen. Und mit sieben Romanen? Schöne Aussichten. Es geht in diesem darum, wie sich die BewohnerInnen der anderen Welt gegen die Invasion der Gierschlünde zu wehren versuchen, und einen Vorteil haben sie: Sie sind Werwesen und können andere Gestalten annehmen, und damit wären wir bei den Wölfen des Titels. Alles sehr spannend erzählt und mit so viel Sachkenntnis angereichert, dass es auch als Einführung in die nordische Mythologie dienen kann. Karin Braun: Tore und Wölfe: Isa, Tredition, 328 S., 15,– https://kabras-crossroads.de/ (GH)

    https://www.folkmagazin.de/fm-zeitschrift/fm-rezensionen-2/rezensionen-b%C3%BCcher-hefte/karin-braun-tore-und-w%C3%B6lfe-isa,-tredition,-328-s-,-15,-https-kabras-crossroads-de-gh.html

  • Eigene Bücher,  Einfach mal so,  Selfpublishing

    Die Turminspiration

    Dieser Turm, war lange Zeit kaum von der Straße aus zu sehen, er war Teil einer alten Villa, die in einem verwilderten Garten stand. Das Grundstück ist nun verkauft, und der Wildwuchs, sowie auch die Villa, beseitigt. Nur der Turm steht noch und soll bestimmt den Neubau zieren.

    Die alte Villa, der Turm und das verwilderte Grundstück habe ich auf meinen Spaziergängen mehr oder weniger durch Zufall entdeckt. Das arg verfallene Haus, der Turm und der große Garten setzten sofort ein Räderwerk in Gang und so entstand die Geschichte „Die Literamorphin“. Die Protagonistin, Eleonora Schabowski, war schon lange in meinem Kopf am Rumturnen, nur hatte ich kein geeignetes Setting für sie. Nach der Entdeckung von Villa und Turm hatte ich es gefunden. Dort konnte ich mir meine Literamorphin gut vorstellen. Denn Eleonora liest nicht nur sehr intensiv, sie kann zu jeder beliebigen Person eines Buches werden. Wer Lust hat Eleonora kennenzulernen:

    In meiner Kurzgeschichtensammlung Finale Lebensfragen ist sie zu finden. Das Buch ist hier käuflich zu erwerben:

    Tredition Shop
    Amazon
    Genialokal
    und auf diversen anderen Plattformen.
    
  • Einfach mal so

    Anstatt

    Manchmal gehen Pläne fehl. Eigentlich wollte ich ein Buch über den Jahreskreis machen. Doch da sich gerade so einiges ändert, habe ich mich stattdessen entschlossen, es anders anzugehen und statt eines Buches, einen Blog zu machen, auf dem ich von meinem Leben mit dem Jahreskreis erzähle. Dieser findet sich hier:

    https://acht-speichen-hat-das-rad.de/

    Wie es insgesamt weitergeht, weiß ich nicht, nur dass es mich gerade sehr interessiert, davon zu erzählen, wie ich meinen Alltag im Jahreskreis gestalte. Welche Gedanken mich da umtreiben und so weiter. Es gibt auch einen Rezeptblog. Der ist hier zu finden.

    https://magic-kitchen.acht-speichen-hat-das-rad.de/

    Also, wer Interesse hat, dort einmal längs zu schauen … ich würde mich über euren Besuch freuen.

  • Einfach mal so

    Müder Sonntag

    Heute kam ich so gar nicht in die Gänge. Wahrscheinlich hat mich die Herbstmüdigkeit zu fassen. Damit ich nun aber nicht den ganzen Tag am Rechner verdaddele, habe ich einen Spaziergang gemacht. Es ist warm, das Licht bereits deutlich herbstlich, also ideal für eine Runde.

    Es ist lange her, dass ich eine größere Strecke gelaufen bin. Meine Knie machen mir seit einiger Zeit Probleme, aber heute ging es gut und da ich gut denken kann, wenn ich laufe, konnte ich auch das Problem lösen, mit dem ich schwanger ging.

    Nun jedenfalls sprudelt es wieder und es kann weitergehen mit dem Schreiben. Allerdings nicht mehr heute. Gerade habe ich ein wundervolles Haselnuss Ciabatta aus dem Ofen geholt und nach der Bewegung, gemischt mit dem Duft des Brotes, knurrt mir der Magen.

    Ich wünsche allen einen schönen Restsonntag.

  • Einfach mal so,  Nahrung,  Schreiben

    Alban Elfed – Mabon

    Schon das 2. Erntefest. Mabon, die Zeit der Fruchternte und der Fülle. Was immer ihr feiert, ich wünsche euch, dass eure Ernte eine gute war.

    Nach Mabon sind es noch ungefähr sechs Wochen bis Samhain, dem 3. Erntefest und für mich der Beginn meiner Raunächte. Näheres steht in dem kleinen Büchlein, wen es interessiert, einfach auf das Bild klicken. Ein Thema, mit dem ich mich die in der Zeit beschäftigen will, habe ich bereits. Dazu aber später mehr.

    Persönlich denke ich, das ich mit dem, was ich dieses Jahr erreicht habe, zufrieden sein kann und mir ruhig einen Augenblick gönnen kann, es zu genießen. Doch da liegt schon die Krux, anscheinend kann ich das nicht wirklich. Da ist immer Angst, nicht wieder in die Schreinroutine zu kommen und so einiges angefangen liegen zu lassen. Zur Zeit versuche ich eine Mischung. Ich habe am Jahreskreis Buch gearbeitet, aber auch einen schönen Spaziergang gemacht und gleich gibt es, zur Feier des Tages, vegetarischen Cottage Pie. So ein feines Herbstessen.