• Kreatives Schreiben,  Persönliches,  Roman,  Schreiben

    Und manchmal kommt es anders

    Nein, ich meine nicht den Frost. Der kam nicht überraschend. Ich muss gestehen, dass ich mich sogar über ihn gefreut habe. Deutlich weniger bedrückend, als das ewige Grau und nass. Dazu noch die Muster, die es auf den Blättern der Kapuzinerkresse bildet. Wahrlich fein.

    Wer genau hinsieht, entdeckt ein Insekt in der Blüte. Ich bin richtig froh, dass ich die Kapuzinerkresse noch stehen lassen hab. Als ich neulich im Garten röttelte war ich versucht sie rauszunehmen, um besser an das Kastanienlaub zu kommen.

    Doch der Titel bezieht sich auf etwas anderes. Ich schreib ja bereits, dass ich im Moment wieder an Tore & Wölfe DAGAZ arbeite und dass Tabea Rubens erst einmal Pause hat. Dass ich immer mal wechsele ist auch so ungewöhnlich nicht. Lustig ist nur, nachdem ich Tore & Wölfe ISA fertig hatte, war ich mir ziemlich sicher zu wissen, in welche Richtung der zweite Teil gehen wird. Doch meine Figuren sind anderer Meinung, die haben mal wieder eigene Vorstellungen. Das ist einerseits ein gutes Zeichen, denn es zeigt, dass die Charaktere lebendig sind. Andererseits habe ich mal wieder das Gefühl, nur die Chronistin und nicht die Kreatorin zu sein.

    Ich schreibe ja Bücher und Geschichten mit Papyrus Autor und habe neulich die neuste Version erworben. Die hat nun einige neue Features, mir gefällt besonders, dass ich eine Meldung bekomme, wann es Zeit wird eine Kaffeepause zu machen.

  • Schreiben

    Es lebe die Abwechselung

    Es ist schon lustig, die letzten Wochen habe ich überhaupt nicht groß an Tore & Wölfe Dagaz, also den zweiten Teil meines letzten Buches, gedacht. Im Gegenteil, bis vorgestern war ich gut in einem neuen Projekt unterwegs, doch auf einmal kam ich damit nicht weiter. Das ist nichts ungewöhnliches, manchmal braucht es halt ein wenig Raum und dann flutscht es wieder. Heute Morgen nun, beim Aufwachen, waren auf einmal meine Wannaheimer da und ich wusste, was dort als nächstes anstand. Also habe ich heute daran weitergeschrieben.

    Das ist der Grund, warum ich gerne mehrere Projekte auf einmal verfolge, wenn es mit einem nicht weitergeht, dann eben mit dem anderen.

    Aber nun ist erst einmal Feierabend. Bis morgen!

  • Rezensionen,  Sagen

    Sagas aus dem Alten Irland – Der Rinderraub von Cúailgne und andere Erzählungen aus dem Ulster-Zyklus

    Táin Bó Cúalinge – Der Rinderraub von Cúalinge steht hier im Mittelpunkt der von Matthias Egeler ausgewählten und aus dem Alt- und Mittelirischen übersetzten Sagen. Eingerahmt wird diese von Geschichten die dem Táin vorangehen. Wir begegnen hier Cú Chulainn, dem irischen Helden der Superklasse und einigen anderen bekannten Figuren. Die Geschichten spielen in vorchristlicher Zeit, in der die Anbindung dieser Welt an die Anderswelt eng waren. Wo es Helden gab, denen in heutiger Zeit, ein Platz im Marveluniversum sicher wäre. Doch zu obigen Buch.

    Es beginnt mit der Auseinandersetzung zweier Schweinehirten, die befreundeten Elfenkönigen dienen, beide magisch begabt, starten einen Wettbewerb, wer von ihnen der stärkere ist, der in einem Krieg zwischen Connacht und Ulster endet.

    Das Buch ist nicht nur sehr schön aufgemacht, sondern auch mit einer Einführung versehen, die Lesenden mit dem nötigen Wissen versorgt, das es für einen Ausflug in die irische Sagenwelt braucht. Welt und Anderswelt und der heroische Kosmos des alten Irlands und einige Hinweise zur Aussprache irischer Namen sind hier enthalten.

    Fazit: Ein Leseerlebnis der besonderen Art

    Die Übersetzung wurde von Literatur Ireland gefördert.

    Sagas aus dem alten Irland
    Der Rinderaub von Cúalinge und andere Erzählungen aus dem Ulsterzyklus
    Ausgewählt und aus dem Alt- und Mittelirischen übersetzt von: Matthias Egeler
    Verlag: Kröner, Stuttgart
    ISBN: 978-3-520-61901-3
    Preis 28,00 €
  • Kreatives Schreiben,  Persönliches,  Schreiben,  Selfpublishing

    Erdung

    Zurzeit bin ich sehr intensiv im Wolkenkukusheim unterwegs und fühle mich extrem leicht, obwohl ich nicht gerade abgenommen habe in letzter Zeit. Es ist eher so eine Leichtigkeit im Kopf und ein Unwillen mich mit praktischen Dingen, wie Staubsaugen oder Wäschewaschen zu befassen. Auch Einkaufszettel schreiben finde ich zutiefst unkreativ und kann mich kaum dazu aufraffen. Nun ist es aber so, dass es einer Geschichte ganz gut tut, wenn die Autorin eine gewisse Bodenhaftung hat. Nicht alles was man scheinbar inspiriert schreibt, ist wirklich gut. Gerade beim Schreiben eines Romans, kommt es oft genug auf kühles Abwägen an, darauf ein Gleichgewicht zu halten und es braucht Disziplin. Nämlich sich auch dann hinzusetzen und zu arbeiten, wenn die Muse nicht küsst.

    Das mit der Disziplin fällt mir oft schwer, denn ich habe zwar den Drang zum schreiben, aber keinen eigentlichen Druck. Mir sitzt kein Verlag im Nacken, da ich Selfpublisherin bin. Also gibt es nur die Deadlines und Zeitpläne, die ich mir setze. Da habe ich oft mit der Neigung sie zu verschieben zu kämpfen.

    Heute habe ich beschlossen, dass ich wieder ins Gleichgewicht kommen muss und Erdung brauche. Wo kriegt man die am Besten? Klaro, beim in der Erde wühlen im Garten. Die letzte Zeit war so viel Regen, dass ich noch nicht mit den Winterarbeiten begonnen habe und da es heute trocken war, jedenfalls fürs erste, habe ich die Gelgeneheit genutzt und ordentlich geackert. Nun geht es besser. Denn merke: Wenn man den Kopf in den Wolken hat, sollten die Füße fest auf dem Boden stehen!

    Alles Liebe

  • Einfach mal so,  Persönliches,  Schreiben

    Realitätenpendlerin

    Manchmal habe ich das Gefühl, permanent zwischen verschiedenen Realitäten zu pendeln. Da ist die Alltags-Karin, die sich darum kümmert, dass der Kühlschrank gefüllt und die Bude sauber ist. Dann ist da noch die Druidcraft-Karin, die sich so bewusst wie möglich durch den Jahreskreis bewegt und dann ist da noch die Autorin und Leserin: Die Bücher-Karin! Das ist die, die eigentlich permanent rumzickt, wenn die anderen Aspekte gerade mal Vorrang haben. Das ist die, die in einer Tour mault, was kümmerst du dich darum? Warum liest du nicht das Buch zu Ende? Warum schreibst du nicht endlich weiter? Das ist die, die mich immer noch am meisten erstaunt, denn die Voraussetzungen mal was „mit Büchern zu machen“ waren nicht gerade groß.

    Ich komme aus einer Arbeiterfamilie, habe keinen Hochschulabschluss und habe folglich auch nicht studiert. Was denn letztlich auch der Grund war, warum ich mir das Schreiben nicht zugestanden habe. Besser gesagt: das Veröffentlichen, denn geschrieben habe ich immer. Doch irgendwann habe ich den Sprung gewagt. Nun habe ich so einiges veröffentlicht, mich an Gemeinschaftsprojekten beteiligt und beschränke mich nicht mehr nur aufs Bloggen oder für die Schublade zu schreiben. So langsam habe ich das Gefühl, dass ich dort gelandet bin, wo ich sein soll und doch kann ich es manchmal nicht fassen, dass ich es dahin geschafft habe.

    Das ist schon ein Grund dankbar zu sein, neben so einigen anderen in meinem Leben. Dafür kann man schon mal eine Kerze anzünden und sich freuen.

  • Rezensionen

    Nächstes Jahr schenken wir uns nichts – Weinachtsgeschichten

    Auch dieses Jahr hat Karoline Adler wieder eine feine Geschichtensammlung für die Weihnachtszeit zusammengestellt. Eine feines Geschenk zum Fest, zum Julklapp oder einfach zum Selbstlesen und sich freuen. Die Geschichten sind lustig, manche ein wenig wehmütig und andere wieder voll am Zeitgeist. Etwa die von Ewald Arenz, in der er den Nikolaus, den Weihnachtsmann durch eine indigene, lesbische Vegetarierin ersetzen lassen will, damit sich niemand benachteiligt fühlt, weil er oder sie oder divers, die Geschenke von einem weißen alten Mann erhält. Oder Kim Småge, die sich einer ausgedehnten Weinprobe unterzieht, alles im Rahmen der Bildung. Besonders gefreut hat mich das Wiedersehen mit Ingvar Ambjørnsens Elling, der in eine Krise über ein Geschenk gerät, wo doch abgemacht war, nichts zu schenken. Wer Elling kennt, weiß, welche Kapriolen seine Gedanken schlagen können und wer ihn noch nicht kennt, sollte die Gelegenheit nutzen und ihn kennenlernen.

    Fazit: Feines Buch

    Nächstes Jahr schenken wir uns nichts
    Herausg.:  Karoline Adler
    Verlag: dtv
    ISBN 978-3-423-21889-4
    Preis: 12,00 €
  • Lesestoff,  Rezensionen

    Julia von Sandra Newman

    Wer kennt nicht 1984, wenigstens vom Hörensagen? Orwells Dystopie über den totalen Überwachungsstaat. Die Geschichte von Winston Smith, der der Liebe in die Falle geht und zwar im doppelten Sinne, einmal verliebt er sich in Julia und diese Liebe bringt ihn in das Liebesministerium, wo O’Brien herrscht und ihn foltert. Denn im Liebesministerium bedeutet Liebe Hass. Dort zu landen ist nicht unbedingt schwer, denn es ist nahezu unmöglich nicht Denkkrim, Sexkrim oder sonst was für ein Krim zu begehen.

    Sandra Newman nun, erzählt im Grunde die selbe Geschichte, nur halt aus der Sicht von Julia, die Maschinistin in der Fiktion ist, wo ihr auch Winston auffällt. Julia mauschelt sich so durchs System, macht Schwarzmarktgeschäfte, zeigt die richtige Form von Interesse am Staat und will einfach nur so geschmeidig wie möglich überleben. Doch durch die Maschen des Systems flutscht man nicht so leicht, und irgendwann steht sie vor der Alternative für die Partei als Spionin zu arbeiten, was ihr, genauso wie Winston, zum Verhängnis wird.

    Sandra Newman hat Julia mit der Erlaubnis der Orwell Gesellschaft geschrieben, die Dialoge zwischen Julia und Winston, sowie Winstons Folterung, wurden eins zu eins übernommen. Die deutsche Übersetzung von Karoline Hippe orientiert sich an der Neuübersetzung von 1984 von Frank Heiberts, S. Fischer Verlag 2021.

    Fazit in Neusprech: Doppelplusgut

    Julia
    Autorin: Sandra Newman
    Übersetzerin: Karoline Hippe
    Verlag: Eichborn
    ISBN: 978-3847901563
    Preis: 24,00 €
  • Eigene Bücher,  Rezensionen

    Feine Rezension zu Tore & Wölfe ISA im Folkmagazin

    Die Freude, wenn jemand das Werk zu schätzen weiß ist immer groß. Gabriele Haefs hat im Folkmagazin über Tore & Wölfe ISA geschrieben.

    Buch der Kollegin

    Karin Braun, in FM-Kreisen als Rezensentin bestens bekannt, hat nach einem Band mit Erzählungen (FM berichtete) nun einen dicken Roman vorgelegt. Der Titel verrät schon einiges: „Tore und Wölfe: Isa.“ Es wird mindestens noch einen Band geben, in dem es auch um Tore und Wölfe geht, aber Isa offenbar nicht die Hauptrolle spielt. Wunderbar, aber erst mal muss dieser gelesen sein. Die Tore, von denen die Rede ist, führen in eine andere Welt, in der Isa geboren ist. Das aber erfährt sie erst, als die Handlung so richtig einsetzt. Isa lernt also diese andere Welt kennen, in der so einiges anders ist als in der, in der sie bisher war (nämlich der, die wir heute so kennen). Den meisten Menschen ist es nicht gegeben, einfach von einer Welt in die andere wechseln zu können, zumal die Tore streng bewacht werden. Aber einige schaffen es trotzdem, und zwar genau die, die in der anderen Welt nicht erwünscht sind, Leute von der Sorte, die die hiesige Welt schon fast zugrundegerichtet haben und nun versuchen wollen, auch die andere auszubeuten. Und danach? Da Karin Braun ihr Weltensystem am Konzept der alten nordischen Religion orientiert, können wir mit sieben Welten rechnen. Und mit sieben Romanen? Schöne Aussichten. Es geht in diesem darum, wie sich die BewohnerInnen der anderen Welt gegen die Invasion der Gierschlünde zu wehren versuchen, und einen Vorteil haben sie: Sie sind Werwesen und können andere Gestalten annehmen, und damit wären wir bei den Wölfen des Titels. Alles sehr spannend erzählt und mit so viel Sachkenntnis angereichert, dass es auch als Einführung in die nordische Mythologie dienen kann. Karin Braun: Tore und Wölfe: Isa, Tredition, 328 S., 15,– https://kabras-crossroads.de/ (GH)

    https://www.folkmagazin.de/fm-zeitschrift/fm-rezensionen-2/rezensionen-b%C3%BCcher-hefte/karin-braun-tore-und-w%C3%B6lfe-isa,-tredition,-328-s-,-15,-https-kabras-crossroads-de-gh.html

  • Eigene Bücher,  Einfach mal so,  Selfpublishing

    Die Turminspiration

    Dieser Turm, war lange Zeit kaum von der Straße aus zu sehen, er war Teil einer alten Villa, die in einem verwilderten Garten stand. Das Grundstück ist nun verkauft, und der Wildwuchs, sowie auch die Villa, beseitigt. Nur der Turm steht noch und soll bestimmt den Neubau zieren.

    Die alte Villa, der Turm und das verwilderte Grundstück habe ich auf meinen Spaziergängen mehr oder weniger durch Zufall entdeckt. Das arg verfallene Haus, der Turm und der große Garten setzten sofort ein Räderwerk in Gang und so entstand die Geschichte „Die Literamorphin“. Die Protagonistin, Eleonora Schabowski, war schon lange in meinem Kopf am Rumturnen, nur hatte ich kein geeignetes Setting für sie. Nach der Entdeckung von Villa und Turm hatte ich es gefunden. Dort konnte ich mir meine Literamorphin gut vorstellen. Denn Eleonora liest nicht nur sehr intensiv, sie kann zu jeder beliebigen Person eines Buches werden. Wer Lust hat Eleonora kennenzulernen:

    In meiner Kurzgeschichtensammlung Finale Lebensfragen ist sie zu finden. Das Buch ist hier käuflich zu erwerben:

    Tredition Shop
    Amazon
    Genialokal
    und auf diversen anderen Plattformen.