Die erste Hälfte von 2026 ist geschafft

Schon ist das erste halbe Jahr um. Die Zeit läuft, wenn man sich amüsiert, sagt man. Anscheinend tut sie das auch, wenn einen Existenzängste plagen, man sich Sorgen um die Welt, um die Enkelkinder und darüber macht, wie das noch alles werden soll. Ich fürchte die zweite Hälfte wird nicht weniger fordernd. Wenn ich alleine an die Liste der dringenden Probleme denke und dem Unwillen unserer Reagierenden sich damit zu beschäftigen. Lösungsorientiert ist da gar nichts! Viel Grund zum Klagen also. Doch was bringt es? Gar nichts. Meine Lust mich an Minderbegabungen, von denen es bei unseren Reagierenden wimmelt, ab zuarbeiten, hält sich in Grenzen. Ich interessiere mich für Ideen und Innovationen, daher ist das mein Lieblings-Podcast zur Zeit:

37 ° – zu heiß zum Denken

Mir ist es einfach zu heiß und wenn die Befürchtungen der Klimafoscher:innen stimmen, dann ist das erst er Anfang. Wir haben sage und schreibe 37 °. Heute Nacht bin ich auf die Terrasse raus, in der Hoffnung ein wenig Abkühlung zu finden, doch weit gefehlt, draußen war es fast noch wärmer als drinnen und ich wohne ebenerdig und habe den ganzen Tag alles zugezogen, damit es wenigstens drinnen halbwegs erträglich bleibt. Das Kochen haben wir fürs erste eingestellt, also bis aufs Brotbacken. Heute gibt es etwas aus dem Peace Kochbuch von Rüdiger Dahlke und zuwar ein Wassermelonen-Tomaten Carpaccio. Zu Trinken gibt es hauptsächlich Tee aus den Kräutern in unserem Garten oder, wie heute, Zitronen-Ingwer-Chilli Tee mit Datteln gesüßt. Der schmeckt auch kalt.

Für die Vögel gibt es draußen überall Wasserstellen und die Amseln kriegen regelmäßig ihren Apfel. Ist von denen nur noch ein kleiner Rest, geben sie mir einen dezenten Hinweis und legen mir was übrig ist auf die Terrasse. Ich habe mir ja einige Tage freigegeben und das ist wohl auch gut so, denn ich scheine in Slow Motion zu denken. Viktor wollte noch das Nötigste einkaufen und ich habe sage und schreibe 15 Minuten gebraucht, um einen Einkaufszettel zu schreiben.

Verlängertes Wochenende

Ich habe beschlossen, dass ich ein paar Tage frei verdient habe. Also habe ich die fälligen Wochenendarbeiten, Brotbacken, Sikilpak machen und putzen, heute erledigt. Dafür bin ich extra früh aufgestanden, bevor es zu heiß zum was tun wird. Ein feines Gefühl nun drei Tage für mich zu haben. In der Seitenleist, seht ihr das Buch, das heute gekommen ist. Es ist wunderschön aufgemacht und vor allem, Monika Geier ist eine Garantin für exzellente Leseerlebnisse.

Ach ja, Körperöl habe ich auch noch angesetzt. 1/2 Hanföl, 1/2 Olivenöl in eine Lichtschutzglas füllen. Calendula, Kamille, Zitronenmelisse pflücken und dazugeben. Das ganze muss nun 2 – 3 Wochen stehen, dann abseihen.

Das war es fürs erste. Bitte keine Fragen zum Thema Schreiben, ich bin in Urlaub.

Sommerschlaf

Fächer, helle Holzstäbe, blaue Stoffbespannung mit schwarzgelben Elementen, vor Hortensienbusch

Der Fächer ist zur Zeit mein ständiger Begleiter. Sommer ist nichts für mich! Meiner Natur nach, bin ich eher eine Frühling-, Herbst-,Winter-, alles über 23 ° muss nicht-Frau. Dabei haben wir es hier oben, gemessen an Süddeutschland und Südeuropa, noch recht moderat. Egal, mir ist es zu heiß, ich überlege ernsthaft in Sommerschlaf zu gehen. Wenn die Temperaturen wieder vernünftiger werden, steh ich wieder auf. Ach ja, und wenn noch jemand meint, es ist ja schon immer mal sehr heiß gewesen und die Klimaforschung spinnt … Nimm deine BILD-Zeitung und mach dich vom Acker. Wir können uns natürlich weiter einreden, dass alles schon immer so war oder der Tatsache ins Auge sehen, dass wir gerade mit Volldampf dabei sind, die Zukunft zukünftiger Generationen auf diesem Planeten zu verspielen. Vor allem die Ärmsten wird es treffen. Aber das stört die, die was ändern könnten ja nicht. Im Gegenteil, die Merzens, Söders, Spahns und Trumps mit ihren ewig gestrigen Ideen vom unendlichen Wachstum, sorgen sich ja um Menschen außerhalb ihrer Blase einen Dreck.

Farblich verändertes Foto bon Blattwerk und Springbrunnen.

Man merkt vielleicht, dass ich gerade ein wenig verdrossen bin und das nicht nur wegen des Wetters und unserer Reagierenden. Warum genau meine Stimmung so im Keller ist, weiß ich gar nicht so genau. Vielleicht bin ich einfach mit der Gesamtsituation unzufrieden. Ich leg mich mal ein wenig tun und nimm übel.

Ach ja, neulich habe ich diese sehr feine FunFacts Folge mit Horst Evers gesehen. Es geht darum, dass ein kostenloser ÖPNV machbar ist. Das wäre schon mal ein richtiger Schritt in die Richtung, Städte autofreier zu bekommen, Persönlich denke ich schon lange, dass autofreie Städte längst überfällig sind. Natürlich brauchte man dazu einen funktionierenden ÖPNV und kostenfrei wäre noch feiner.

Traumwandeln im Sonnenschein

grüne Blätter im Vordergrun, Weiße Mauer und eine braune Holztür in der Wand.

Seit einigen Tagen stehe ich ein wenig neben mir. Ich scheine auf zwei Ebenen zu existieren, einmal im Alltag und einmal in einer Art Traumwelt, in der alles symbolischen Charakter hat. Die Tür in der Mauer sehe ich jeden Tag. Das Gebäude steht in unserem Garten, doch auf einmal frage ich mich, was dahinter verborgen sein könnte, also im metaphorisches Sinne. Genauer gesagt, ich frage mich, was ich dahinter in Sicherheit bringen könnte. Welche Träume, welche Momente aus der Vergangenheit.

Steine und grün umgeben die Tarot Karte des Magiers aus dem Druidcrafttarot.

Auch ist das Tarot wieder sehr wichtig für mich. Gut, es begleitet mich seit über 50 Jahren, aber meine Beziehung dazu, ist mal mehr, mal weniger intensiv. Ich ziehe jeden Morgen Karten. Es ist zu einem Ritual geworden, manchmal ohne größere Bedeutung, dann wieder zieht es mich förmlich in die Karten.

Weiße Wand, Braune Holztür, dazwischen ein Spinnennetz

Es ist interessant und ich kenne diese Phasen in der ich auf mehreren Ebenen gleichzeitig unterwegs bin. Es ist, als raunt mir permanen jemand zu: Schau genau hin, wir haben dir etwas zu erzählen! Meistens ist der Alltag zu laut, um alles zu verstehen, das was ich aufnehme, findet sich in meinen Geschichten wieder.

Irgendwie faul

Irgendwie kriege ich heute nicht so wirklich die Kurve. Wir sind früh hoch, weil Viktor heute den ganzen Tag Probe mit den Jazzern hat und ich dachte: Ideal, kann ich den ganzen Tag arbeiten! Nun dammel ich nur rum. Hänge dauernd an irgendwelchen Reels fest und überlege wie ich sonst noch prokrastinieren kann.

Eine Möglichkeit wäre natürlich stricken. Gestern kam diese sehr feine Sockenwolle und natürlich habe sofort die Nadeln aus dem Sommerschlaf geholt. Klar, ich weiß, warum ich um die Arbeit herumschleiche. Ich bin in meinem Buch an einer Stelle, wo ich einen der Charaktere plattmachen muss. Komisch, dass es mir bei dieser Person so schwer fällt. Ich kann sie nicht einmal besonders leiden. Doch es nützet nichts, alles Überlegen, wie es anders gehen könnte, führt zu nichts. Der muss weg und es ist der richtige Zeitpunkt in der Geschichte. Also mache ich am Besten mal diesen Rechner aus und nehme mir den Laptop. Sonst gucke ich mir noch mehr Videos an, um zu lernen, wie koreanisches Streetfood zubereitet wird. Was mich im Grunde gar nicht interessiert.

Gestern Kunst, heute Natur

Frauenkopf mit roten Akzenten in Haar, Augen und Lippen überspannt mit schwarzen Fäden.
Bild von Martin Luccini

Gestern waren wir in der Stadtgalerie und haben uns die aktuelle Ausstellung angeguckt. XI. Premio Volker Walter Feierabend-Stiftung Aktuelle Positionen italienischer Kunst, heißt sie und sie wird im neunten Jahr in der Stadtgalerie gezeigt. Ich habe die letzten fünf Jahre sie mir immer angesehen und war jedesmal begeistert. Diese jedoch hat mich besonders berührt. Sehr viel Materialmix und sehr originelle Ansätze. Wer auf der Ecke ist, sollte unbedingt mal reinschauen.

Rote Rosen und grüne Blätter

Heute ist richtiges Sommerwetter, zum Glück noch nicht zu heiß, und so sind wir in den Botanischen Garten. Einige der Platze dort, habe ich mir als Blaupause für Orte in meinem Roman genommen und da wollte ich noch mal einiges zu überprüfen.

Zur Zeit bin ich nicht richtig fit und eigentlich nie richtig schmerzfrei, genau darum versuche ich mehr in Bewegung zu sein. Das klappt recht gut. Auch Fleisch und Wurst lasse ich wieder einmal sein. Ansonsten sanfte Bewegungen und ich erwäge schwimmen zu gehen. Nächstens Dienstag geht es an den Strand.

Der Garten rief und ich folgte

Staudenbeet im Sommer, also viel grün mit Springbrunnen

Seit Wochen ist das Wetter zu mies, um im Garten etwas zu tun. Dabei hatte der es dringend nötig. Obwohl ich eigentlich schreiben sollte, habe ich ausgenutzt, dass wir einen trockenen Tag haben. Kühl, windig, ja, aber trocken. Also bin ich gleich nach dem Frühstück nach draußen und habe das Grün, das durch die Pflastersteine wuchs reduziert und was verblüht war zurückgeschnitten. Die Grünentfernung im Pflaster fällt mir mittlerweile richtig schwer, da jaulen meine nicht mehr ganz jungen Gelenke hörbar auf.

Im Hintergrund gelbe Pflastersteine, davor eine Rose mit kleinen, roten Blüten

Aber es war schön, nach den herbstliche Aprilwettertagen im Juni, wieder einmal draußen zu sein und ein wenig herumzupuzzeln. Nun ist erst einmal alles wieder recht hübsch und ich kann an den Schreibtisch zurück.

Rote Bartenelke umramt von grünen Blättern

Heute werde ich nicht mehr viel arbeiten. Noch die Anthologie bei tredition als neues Projekt anlegen. So langsam trudeln die Geschichten ein und es sind so feine dabei. Morgen geht es denn in alter Frische mit meiner Eleonora weiter. Heute nur noch tredition und einen kleinen Artikel für die Writresscorner13.de. Dann ist Feierabend. Die letzten Tage habe ich soviel gearbeitet, dass es mal Zeit für ein wenig Faulsein wird.

Habt eine schöne Woche.

Apfelverückt

Apfelhälften auf schwarzen Hintergrund

Äpfel mochte ich schon immer, aber sie gehörten nicht zu meinem Lieblingsobst. Seit einigen Wochen esse ich, mit enormen Genuss, mindestens einen am Tag. Überhaupt scheint mein Geschmack sich wieder einmal zu ändern. Statt Kaffee gibt es morgens nun Tee. Sehr zu Viktors Freude. Nachmittags gönne ich mir allerdings ein Käffchen. Manchmal so gar mit einem Keks. Ach ja, ich bin halt eine Luxuschnalle.

Im Hintergrund ein pflasterwegs und ein Gartenbeet, auf der anderen Seite Schuppentüren. Im Vordergrund eine Wanne mit Regenwasser in dem sich ein Haus spiegelt. Die Wanne steh auf einem Steinhaufen.

Das Wetter ist noch immer unbeständig. Kaum scheint einmal die Sonne hüpfe ich raus und setze mich ein wenig auf die Terrasse, doch fünf Minuten später zieht es sich wieder zu und es beginnt zu regnen. Gestern war ich so genervt, dass ich mich in den Bus gesetzt habe und in die Holtenauer Straße, zu meinem bevorzugtem Schreibwarendealer gefahren bin, um ein neues Heft und Kugelschreiberminen anzuschaffen.

Ansonsten läuft alles recht ruhig vor sich hin. Ich habe die letzten Tage recht viel gearbeitet. Das erste Drittel von den Literamorphen habe ich komplett überarbeitet und nun kann es weitergehen. Es ist natürlich noch nicht fertig, aber alles ist angeglichen, eine Person hat die Erzählperspektive gewechselt und so weiter. Auch habe ich ein wenig an der Anthologie gebastelt. DUKS! sagten die Tiere, wird sie heißen. Das stammt aus dem grimmschen Märchen: Das Waldhaus! Das Thema ist ja sprechende Tiere.

Jetzt werde ich mal langsam den Rechner zumachen. Gleich gibt es Dampfnudeln und dann will ich stricken. Habt es fein!

Ich glaub es hackt

Buntsprecht am Insektenhotel,

Die letzten Tage wurden wir morgens von einem Tok-Tok-Tok-Geräusch wach. Heute morgen, drang es tief genug ins Bewusstsein, dass ich aufstand und nachsah, was es sein könnte. Ein Buntspecht tat sich am Insektenhotel gütlich, in dem die Hummeln mühsam ihre Larven verbunkert hatten. Das Foto ist nicht besonders gut, denn ich habe es mit dem Handy durch die Terrassentür gemacht. Also dafür ist es sogar recht ordentlich, fällt mir gerade auf.

Glas mit Tomatenconfit

Gestern war ich ein wenig verärgert, als ich feststellte, dass die vorgestern gekauften Tomaten bereits dabei waren schlecht zu werden. Da keine Chance bestand sie so aufzubrauchen, habe ich kurzerhand ein Confit daraus gemacht. Tomaten, Knoblauch, Zwiebel grob würfeln und in eine Schmorfpanne geben. Mit etwas Ahornsirup, 3 Eßl. Olivenöl, sowie schwarzen Pfeffer, Chilliflocken, Salz und Obstessig vermischen und bei 200 ° für ca. 30 Minuten in den Ofen. Dann alles vermatschen und abfüllen. Eignet sich wunderbar als Dip für Chips, Sandwich Topping oder zu Gegrillten.

Langsam gehe ich vermehrt dazu über solche Sachen einzukochen. Besser gesagt ich sterilisiere das Glas und den Deckel mit kochendem Wasser ausspüle oder vor ein paar Minuten in den heißen Backofen stelle. Dann den heißen Kram einfüllen, fest verschließen und über Kopf auf einem Tuch abkühlen lassen. Auf lange Sicht, will ich den Gefrierschrank stilllegen.

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