Eisige Zeiten

Boah ist das kalt heute. An der Bushaltestelle wäre ich fast festgefroren. Ich glaube für den nächsten Winter stricke ich mir Handschuhe. Meistens gehe ich ja ohne, doch heute hätte ich welche brauchen können.

Sicherheitshalber habe ich Zitronen-Ingwer-Tee gekocht. Das kann ja nie schaden. Doch ich bin froh, dass ich mich nach draußen gewagt habe. Die letzten Tage habe ich mich Computerbasteleien verbracht und war auch sonst reichlich beschäftigt. Es dauerte auch ein wenig, dass ich Mastodon und Bluesky mit meinen Blogs verbandelt hatte, so das meine Beiträge dort direkt gepostet werden, ohne dass ich groß kopieren ein einfügen muss. Das ist diese moderne Technik, von der alle reden.

Dann habe ich eine neue Schreibsoftware für Autoren entdeckt, die auf Linux läuft. Tintero heißt sie und ist noch in der Betaphase. Ich habe die schon mal ausprobiert und muss sagen: Viel versprechend! Wenn die sich über eine längere Strecke bewährt, werde ich auch den Schreibrechner auf Linux umstellen können. Von der Maske her erinnert es an Scrivener und hat auch einige Ähnlichkeit damit. Eigentlich kommt es mir wie eine Mischung aus Scrivener und Obsidan vor. Noch traue ich dem Braten nicht richtig, daher sichere ich alles, was ich dort zu habe, noch mal zusätzlich. Ich hoffe so, dass es klappt, damit ich endlich Windows komplett schaßen kann. Das wird dort immer bekloppter.

Dank Feedback geht es voran

Dank eurer Anmerkungen und der Ermutigung ging es heute schon deutlich besser. Ich habe nun eine Idee wie es weitergehen könnte. Ich halte euch auf dem Laufenden. Es ist noch alles sehr fragmentös, aber ich sehe klarer und Lovis nimmt auch mehr und mehr Gestalt an.

Das ich schreibe konnte, hat sich auch gleich deutlich auf das Wohlbefinden ausgewirkt. Es ist wirklich komisch, aber nicht schreiben zu können, halt ich nur schwer aus. Stricken hilft da zwar, aber sehr bedingt. Wenn erst einmal so Leute durch meinen Kopf turnen, gehen sie ja nicht weg, nur weil ich stricke. Irgendwann können sie sehr energisch werden.

Aber für heute ist nun Feierabend. Ich werde nun einen feinen Curryreis mit Mango kochen und danach geht es mit dem Pullover weiter.

Hänger

So richtig komme ich gerade mit dem Schreiben nicht weiter. Ich hatte eine Idee und einen Anfang, der nun aber nicht mehr richtig zum Rest passt. Warum das so ist, weiß ich nicht. Einerseits, weil die Frau in der Szene eine junge Frau ist und ich ihre Stimme beim Weiterschreiben nicht treffe. Irgendwie drifteten wir immer weiter auseinander. Ich hänge den Anfang mal als pdf an.

Dummerweise habe ich mich in den Anfang verliebt. Sollte man nicht und da fehlt auch noch eine Menge, aber es ist wie es ist. Ich hänge.

Dabei sollte ich nicht jammern. Denn es drängt mich ja keiner. Aber ich würde schon gerne vorankommen irgendwie. So, nun werde ich den Schreiblaptop aufklappen und ein wenig auf den Bildschirm starren. Vielleicht trifft mich der Blitzschlag der Erleuchtung.

Besser und besser

So langsam geht es besser. Immerhin war ich heute fit genug, um ein wenig vor die Tür zu gehen. Nicht besonders weit, nur eine feine kleine Runde durch die Moorteichwiese. Es ist wieder kälter geworden und so langsam wird es morgens früher hell. Noch nicht viel, aber doch und die Sonne wird stärker. Das tut gut.

Schreiben fällt mir noch immer schwer. Mein derzeitiger kreativer Output besteht im Stricken. Das macht Spaß und ich brauche einen neuen, dünneren Pullover. Ansonsten gibt es viele Neuerscheinungen und die ersten Rezensionsexemplare sind bereits eingetroffen. Da leuchten die Äuglein jedesmal wenn die Postbotin kommt.

Das Schöne ist, dass ich das nicht wirklich arbeiten, abgesehen vom Rezensieren, gerade richtig genießen kann. So langsam habe ich die Sicherheit, dass das andere wiederkommt und zwar in der Regel schneller als wenn ich mich dauernd beschimpfe, weil ich so faul bin.

Gut angekommen

Den Jahreswechsel haben wir also geschafft. Von alten Jahr haben wir uns mit Kaki-Orange-Granatapfel-Salat, Vanilleeis und reichlich Sahne verabschiedet. Und das auf schicken neuen Tellern. Vom eigentlich Wechsel habe ich nicht viel mitbekommen, da ich gerade in Norwegen im 13. Jahrhundert unterwegs war. Das war so spannend, dass ich das Buch schon einmal empfehle, obwohl ich noch nicht ganz durch bin: Olav Audunssohn von Sigrid Undset großartig neu übersetzt von Gabriele Haefs.

Der erste Morgen des neuen Jahres zeigte sich nicht unbedingt von der besten Seite. Schneeregen und Sturm. So richtig ungemütlich. Aber ich habe ja noch ein paar Seiten von Olav Audunssohn zu lesen und ein neues Strickprojekt angeschlagen.

Das soll ein Raglanpullover mit Rollkragen werden, der von oben gestrickt wird. Also praktisch alles in einem Stück. Den letzten Pullover habe ich auch als Raglan gestrickt, aber von unten. Nun will ich es mal so herum versuchen. Abwechselung muss sein. Diesmal rechne ich sogar alles selbst aus. Das wird bestimmt lustig.

Doch bevor es ans Lesen, Stricken und Eisessen geht, wird geschrieben. Ihr glaubt gar nicht, wie sehr ich mich darüber freue, dass wieder Alltag ist.

Für heute ist Feierabend

Kalt ist es geworden. Wenigstens ist es trocken und so habe ich mich doch noch zu einer kleinen Runde um den Block aufgerafft. Natürlich konnte ich mir einen kleinen Schlenker zu Rossmann nicht verkneifen. Dort gibt es sehr leckere Marzipan-Orangen-Schokolade und da es dieses Jahr keine ausgeklügelten Dessertspezialitäten, ala Mousse au Chocolade oder Panna Cotta auf dem Plan stehen, sondern einfach Schokolade, kommt die genau richtig.

Nach der Runde war mein Kopf wundervoll klar und so habe ich mich ans Werk gemacht. Ich war so vertieft, dass es mich total überraschte, als diese Meldung aufploppte. Ich hielt es aber auch gleich für eine ausgezeichnete Idee und habe mir das empfohlene umgehend besorgt. Ein feines Gefühl von Pflichterfüllung durchdrang mich dabei. Jetzt werde ich mal nachfragen, wie es mit dem Abendessen aussieht und dann geht es ans Lesen.

Mir fiel neulich auf, dass Fontane, abgesehen von Effi Briest, komplett an mir vorbei gegangen ist. Die Lücke muss geschlossen werden. Ich fange denn mal mit etwas heiterem an.

Bequem

In dieser Haltung werde ich wohl die nächsten Tage viel Zeit verbringen. Denn wer arbeitet, soll es bequem haben … und Schokolade … und Kaffee.

So sah es aus meinem Blickwinkel aus. Ich mag den „Schreibfokus Modus“ bei Papyrus. Schönes Hintergrundbild suchen, am besten eines, das zum Text passt und losgeht es. Heute jedoch eher nicht, denn das große Jul-Putzen ist angesagt. Viktor hat schon die Vorhänge abgenommen und in die Waschmaschine gesteckt und nach dem Frühstück geht es richtig los. Wenn das erledigt ist, kann ich mich entspannen. Ab da kümmert Viktor sich ums leibliche Wohl und ich kümmere mich um meine Geschichte.

Wundervolle Post kam auch. Diesen Schal habe ich mir so gewünscht und nun habe ich ihn. Danke Birgit! Nun wird mich das Feuer der Inspiration – dazu noch celtic – begleiten.

Fotobasteln

Da ich beim Schreiben gerade ein wenig hänge, bastele ich mit den Fotos herum. Das macht immer Spaß und der Kopf wird so wunderbar leer dabei. Es ist, als wenn da gerade mal feucht durchgewischt wird. Erfrischend und nach drei Tagen Bilderbasteln kommen die Ideen für die Geschichte so langsam wieder.

Das wird mit dem Kaleidoskop-Werkzeug aus der Sitzecke. Einige der bearbeiteten Fotos kann ich mir sehr gut als Buchcover vorstellen. Natürlich muss die Geschichte dazu passen. Dieses hier könnte sogar für das aktuell entstehende hinhauen … so es sich nicht noch ganz anders entwickelt.

Einfach so

Nachdem ich eigentlich so schön ins Schreiben gefunden hatte, hänge ich nun. Das ist nicht so wirklich fein. Vor allem, weil ich es mir irgendwie übel nehme. Da ist wieder die alte Angst, dass die Geschichte sich verflüchtigen könnte. Im Moment bleibe ich dauernd bei irgendwas interessanten im Internet hängen. Was ja auch nicht unbedingt sein muss. Diese Shorts sind besonders gefährlich, nur eines gucken scheint nicht möglich. Dort erfahre ich denn, wie mein sich ein dramatisches Augen-Make-Up verpasst, eine Zwiebel schält oder wie in einer japanischen Großbäckerei Käsekuchen produziert wird. Also Sachen, die mich im Grunde gar nicht interessieren.

Zwischendrin bastele ich mit Fotos herum und würde eigentlich gerne einen Ausflug machen. Allerdings lädt das Wetter nicht wirklich dazu ein. Morgen habe, ich egal ob es regnet oder schneit, draußen zu tun. Viktor bekommt Holz. Da werde ich dann helfen es zu verstauen. Nichts worauf ich mich freue, doch es muss sein. Grund zur Freude habe ich denn übermorgen, da treffe ich mich mit zwei Freundinnen auf einen Kaffee und zum Besprechen neuer Projekte. Also eine gemischte Woche, nur würde ich gerne wieder ins Schreiben finden. Es wird Zeit dafür den großen Rechner auszumachen und den kleinen Laptop zu aktivieren und offline zu arbeiten. Also dann.

Regen und Stichwahl

Eigentlich wäre heute mein monatlicher Ausflug in den Botanischen Garten fällig gewesen. Doch das Wetter lädt wahrlich nicht zum spazierengehen und fotografieren ein. Also habe ich mich in einer Regenpause nur schnell zum Wahllokal aufgemacht. Es war eine Stichwahl, der CDU und der Grünen Kandidat waren für bei der Oberbürgermeisterwahl gleichauf. Also habe ich, auch wenn es lästig ist, der Bürgerpflicht genüge getan.

Doch ich will mal nicht klagen, ein wenig war ich vor der Tür, es gab Marzipanpralinen und heute Abend gibt es Pfannkuchen mit Granatapfel-Kaki-Salat. Also insgesamt ein feiner Tag. Lesestoff ist auch erbaulicher im Haus und so steuern wir auf einen gemütlichen Abend zu.

Zum Arbeiten, also genau genommen zum Schreiben, bin ich die letzten beiden Tage nicht gekommen, dafür habe ich mit Fotos rumgebastelt und habe eines rund um Haus und Hof erledigt. Am nächsten schönen trockenen Tag geht es in den Botanischen Garten und dann überlege ich nach Hamburg zu fahren und zwar nach Övelgönne. Meine Charaktere haben beschlossen, dass es dort weitergehen soll. Zuletzt bin ich vor fast zwei Jahren dort gewesen, also wird es Zeit Erinnerungen aufzufrischen.

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