
Die Aktivitäten des letzten Wochenendes und das schlechte Wetter stecken mir ganz ordentlich in den Knochen. Jedenfalls war ich die letzten Tage einigermaßen platt … und auch knarschig … und auch nicht nur nett zu meinen Mitmenschen. Zum Glück haben sie mich trotzdem noch lieb. Dabei weiß ich gar nicht, warum ich so gereizt war. Das letzte Wochenende mit den Gören habe ich total genossen und auch sonst gab es keinen konkreten Anlass, der Rechner läuft wieder und auch mit der Arbeit geht es gut voran.

Gerade was die Arbeit betrifft, kann ich mich zur Zeit nicht beklagen, außer, dass mir so oft der Alltag dazwischen kommt. Was mich mal mehr, mal weniger triggert. Diesmal war es nicht einmal mein Kram, der nervte. Viktor hat schwer Krampfadern und muss dauernd Stützstrümpfe tragen. Seine waren kaputt und er brauchte neue. Doch die Bedingungen haben sich geändert. Früher gab es alle halbe Jahr ein Paar, nun soll es die nur noch einmal im Jahr geben. Also mit Zuzahlung. Lange Rede kurzer Sinn! Ablehnung von der Kasse. Widerspruch eingelegt und nach hin und her gnädig bewilligt bekommen. Alles wieder unnötiger Nerv.

Zum Glück habe ich die Nadeln und die Wolle. Die Jacke habe ich gestern angeschlagen, es wird wieder eine Raglan von oben gestrickte, diesmal allerdings mit verkürzten Reihen im Rückenteil, damit sie vorne am Hals etwas Luft hat. Diesmal auch nicht glatt rechts, sondern in Fishermansrip.
Heute habe ich Blogtag, denn ich habe bereits einen Beitrag auf der Writresscorner13 geschrieben. Was es mit dem Zusammenspiel von Kreativität und Disziplin auf sich hat lässt sich hier lesen:
Erst einmal mache ich nun Feierabend und wünsche schon mal einen angenehmen Feiertag.
mein geduldsfaden ist zur zeit sehr kurz
zumal durchaus liebe menschen ständig fröhlich summend meine grenzen überschreiten
die jacke wird superschön
alles liebe für den feiertag
umarm und allerliebste grüße
Was die Jacke betrifft, so hoffe ich es. Die Wolle fasst sich schon so fein an, dass ich sie noch mal in einer anderen Farbe bestellt habe. Dir auch einen schönen Feiertag und umarm zurück
Deinen Beitrag über Kreativität und Disziplin habe ich mit Interesse gelesen.
Über einen Arbeitsplatz habe ich auch schon nachgedacht, eigentlich seit dem ich in Röcken, in Nietzsches Geburtshaus war. Er schrieb immer so voller Liebe über das Haus und den Garten, wo er als junger Mann viel Ruhe zum Schreiben fand. Nachdem ich dort war, verstand ich ihn.
Es ist schade, dass ich nicht mehr so mobil bin. In der großen Stadt hier hatte ich einen feinen Ort zum Schreiben gefunden. Meine Tochter hatte mich mitgenommen in die Unibibliothek, in die Albertina. Dort hätte ich heimisch werden können, aber alleine im Rolli mit den „Öffentlichen“ mag ich nicht hin fahren. In den Garten komme ich mit Fridolin ganz gut und hoffe, dass mein Holunderbusch schnell wächst. Dort werde ich mich, zumindest im Sommer, einrichten.
Liebe Grüße zu dir.
Noch mal danke Gudrun, dass mit dem Arbeitsplatz außerhalb ist immer nicht ganz ernst gemeint. Das kommt meistens, wenn ich genervt bin. Doch meistens finde ich es ganz schön zu Hause zu arbeiten, mal im Garten, mal auf derTerrasse, mal im Bett oder langweilig am Schreibtisch. Ich bin gespannt, wie es dir bei deinem Holunder gefällt. Da wispern die Ahnen, darum heißt er auf englisch auch Eldertree. Alles Liebe