Unruhiger Tag

Heute kam das Holz, was immer ein ziemlicher Angang ist. Nicht so sehr der körperliche Aspekt der Arbeit, sondern das drumherum. In unserer Straße ist es eng und in der Regel ist alles dicht geparkt, also wartet man am Holztag ab 05:00 morgens, dass ein Parkplatz vor dem Haus frei wird und blockiert diesen. Damit nicht genug, bangt man nun, dass keiner der Parkplatzsuchenden die Blockade einfach wegräumt und sich dort breit macht. Dann hofft man natürlich, dass es trocken bleibt und ist in der Regel schon erschöpft, wenn die Lieferung kommt.

Heute ging es verhältnismäßig gut, Parkplatz war frei, Blockade blieb in takt, Lieferung kam pünktlich und das Wetter hat auch mitgespielt. Doch es war anstrengend und ich hoffe, dass auch Viktor bald eine Heizung in seine Wohnung eingebaut bekommt. So langsam werde ich (und auch er) zu alt für den Scheiß.

Sehr gefreut habe ich mich über die heutige Post. Ein Buch auf das ich mich sehr freue. Margaret Atwood ist schon seit vielen Jahren eine meiner liebsten Autorinnen und eine sehr spannende Frau.



6 Kommentare
Siri
Hallo Karin,
diese alljährliche Holzaktion ist ja echt ein nerviger Scheiß! Sowas würde mich garantiert schon Tage im Voraus unter Stress setzen. Gut, dass es jedenfalls ungestört nach Plan ablief!
Margaret Atwood finde ich auch toll, obwohl mich ihre Bücher nicht durchgehend begeistern. Gut lesbar sind sie natürlich alle, aber manche haben die eine oder andere für mich unglaubwürdige Konstruktion, welche mir die Lektüre irgendwie vermieste bzw. mich am zu Ende Lesen hinderte (z.B. Hexensaat).
Was ihre politische Einstellung angeht, bin ich seit der C-Krise restlos von ihr enttäuscht, denn gerade Canada hat phasenweise dystopische Alpträume wahr werden lassen. Z.B. wurden die Truckfahrer, die sich mit Händen und Füßen gegen die Genspritze gewehrt haben, als Nazis diskriminiert mit Unterstützung der dumm und blind gewordenen sogenannten Linken. Wirklich verwundern kann das nicht, denn in Canada war damals das WEF quasi an der Macht in Form eines Kabinetts, das mehrheitlich aus Young Global Leaders (vom WEF zwei Jahre lang ausgebildete Politiker) bestand, Warum kritisierte Atwood nichts davon? Stattdessen war sie immer pro Genspritze und sieht, wie die meisten verblendeten Linken, die Gefahr für unsere offene Gesellschaft nur von Rechts kommen. Das ist intellektuell erbärmlich. Oder hast du etwas Anderes von ihr gehört? Das würde mich sehr interessieren.
Liebe Grüße Siri
Karin Braun
Moin Siri, wir haben es dieses Jahr wirklich relativ stressfrei hinter uns gebracht.
Was Magaret Atwwod betrifft, so haben mich viele ihrer Bücher sehr begeister, wie die Räuberbraut, Alias Grace, Oryx and Crake und der Report der Magd. Zeuginnen, das an den Report anschließt hingegen, fand ich enttäuschend. Was nun ihre Haltung zur Coronazeit betrifft, da frage ich mich allmählich, muss sich jeder äußern? Kann sie sich nicht ihre Felder suchen, in denen sie was sagt. Vielleicht glaubte sie nichts dazu zu sagen zu haben, hatte Angst, fühlte sich nicht berufen, in dem Feld. Nimm eine weitere canadische Autorin, Louise Penny, ich schätze ihre Inspektor Gamache Serie sehr, doch auch sie singt darin das hohe Lied der Impfung, wird andererseits aber einen sehr kritischen Blick auf das Smart Aid Programm. In meinem Bekannten- und Freundeskreis gibt es sehr geteilte Ansichten zu Corona, zu den Maßnahmen, zur Impfung. Von vielen hätte ich mir gewünscht, dass sie es anders sehen, dass sie was sagen, aber alle hatten ihre Gründe es nicht zu tun. Bei den meisten war es Angst vor der Infektion und die die für die Impfung waren, haben ohnehin einen starken Hang zur Schulmedizin. Meine Haltung aus der Zeit ist ja bekannt und was ich wirklich schätze ist, dass die meisten in meinem Umfeld mir erhalten geblieben sind, dass es einfach einen gegenseitigen Respekt für die Meinung und die Sichtweise des jeweils anderen gab. Alles Liebe
Siri
Ja, das mit dem gegenseitigen Respekt ist so super wichtig. Bei mir ging es auch so einigermaßen, obwohl alle meine Freunde eine andere Einstellung hatten/haben. Ich habe dann zum Glück zwei Neue gesucht/gefunden. Die alten Freundschaften bestehen weiter, aber es ist manchmal anstrengend, Themen zu umschiffen oder sich gar nicht erst in eine bestimmte Gesprächsrichtung zu bewegen, weil man weiß, dort lauert Streit und sich den nicht mehr geben will, auch körperlich nicht (der Blutdruck, der Cortisol-Spiegel …)
In Louise Penny habe ich in den letzten Monaten mal reingelesen (aus der Stadtbücherei geliehen) und fand es leider unerträglich, dabei hatte es mich so angesprochen, meh! Ich mag ihren Humor gar nicht und alles kam mir irgendwie so tüdelig vor, einfach gar nicht spannend. WEiß leider nicht mehr, wie das Buch hieß. Vielleicht hätte ich weiter lesen sollen.
Mit der Fortsetzung von Handmaid´s Tale hast du voll recht: Sie passt nicht zum ersten Buch, ist weniger Weltliteratur als Feelgood-Story. Liebe Grüße
Karin Braun
Mit Louise Penny ging mir es zu Anfang so, den ersten habe ich damals wieder weggelegt, dann aber irgendwann noch mal zur Handgenommen und irgendwann hing ich am Haken. Die ersten sind noch sehr beschaulich, aber es nimmt schon deutlich Fahrt auf und in den letzteren fließt viel Politik und Gesellschaft mit ein. Ich habe die Bücher in der Reihenfolge gelesen und das macht auch Sinn, weil ja auch im Überbau eine Menge los ist.
Alles Liebe
birgit
sieht aber schön aus das holz
ja ich war sehr sehr glücklich über unsere helfer dieses jahr
so schnell waren wir noch nie fertig
allein hätte ich wohl zwei tage gebraucht
den vollen holzwagen reinzuholen wird auch herausfordernd
immerhin hat w.s bruder anerkennend gesagt das sei aber ein workout
ich hoffe du hast dich erholt
umarm und liebe grüße
Karin Braun
Das Holz von dem Händler ist immer klasse. Es ist halt anstrengend und nervig und ich hoffe wirklich, dass es bald ein Ende hat dabei. ich habe mich gut erholt und hatte auch nur sehr leichten Muskelkater. umarm zurück