• Zurück zu den Wurzeln

    Als ich vor 50 Jahren begann mich mit dem Tarot zu beschäftigen, gab es keine Erklärungsbücher. Also zog ich jeden Tag eine Karte und meditierte mir ihr. Anschließend machte ich mir Notizen: Was fiel mir zuerst auf? Löste die Karte Unbehagen aus? Und wenn ja, welcher Aspekt und vor allem, warum? Was sprach mich besonders an? So kam einiges an Deutungsmöglichkeiten zusammen.

    Im Laufe der Jahre haben sich meine Tarotmeditationen verändert. Einmal gab es verschiedene Kartensets. Von Rider Wider über das Buch Toth ging es zum Haindl Tarot und letztlich zum Druidcraft und Wildwood. Die Letzteren wechseln sich immer mal ab. Die Karten auf den Fotos stammen aus dem Druidcraft Tarot. Auch die Muster der Tageslegung veränderten sich mit der Zeit. Mal zog ich drei Karten, dann drei für den allgemeinen Überblick plus eine Tageskarte. Es wurde umfangreicher und irgendwann nicht mehr besonders erhellend. Irgendwie ging der Focus verloren, da mein morgendliches Legen ja auch nicht mit einer bestimmten Frage verbunden war.

    Vor einigen Tagen nun habe ich dieses kleine Webinar angesehen, in dem Steve Hounsome und Philip Carr-Gomm darüber sprechen, wie Steve die Tarot Karten genutzt hat, um den Heilungsprozess einer Krebserkrankung durchzustehen. Um es gleich zu sagen, er sagt nicht, dass das Tarot ihn geheilt hat, sondern dass es ihm geholfen hat Chemo und so weiter durchzustehen und dabei hat er mit einer Karte gearbeitet. Das leuchtete mir ein und so bin auch ich wieder zu einer Karte am Tag zurückgekehrt.

    In meinem Leben gab es reichlich auf und ab. Mein Blog heißt nicht umsonst Kabras-Crossroads.de. Immer wenn ich dachte, nun geht es geradeaus und glatt voran, tauchte die nächste Wegkreuzung auf und oft war die Rettung nicht sich für links oder rechts abbiegen zu entscheiden, sondern den Sprung ins freie Feld zu wagen, sich einen Weg durch holperiges Gelände zu ertasten, bis die Straße wieder ebener und breiter wurde … und irgendwann die nächste Kreuzung auftauchte. Durch all das war das Tarot immer dabei und es hat mir mehr als einmal geholfen, den richtigen Weg zu finden.