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Der Tag vor Imbolc

Wie immer vor einem der acht Feiertage habe ich ein wenig gründlicher geputzt. Sogar die Terrassentür strahlt wieder. Danach habe ich meinen Schal an den Holunder gehängt, damit Brigid, wenn sie durch die Lande zieht weiß, dass auch dieses Haus ihren Segen gebrauchen kann. Das sollte man in der Nachr vor Imbolc machen.
Ansonsten ist nichts Großes geplant. Einfach ein gemütliches Wochenende mit einem Spaziergang, so das Wetter es zuläßt. Ich hoffe wirklich das die Cailleach morgen im Bett bleibt. Es heißt, wenn die Cailleach an Imbolc im Bett bleibt und nicht mit Frost und Schnee durch die Lande zieht, macht sie Platz für Brigid und den Frühling.
Habt es fein und vergesst nicht euren Schal rauszuhängen.
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Es geht auf Imbolc

Das Jahresrad dreht sich und schon sind wir nah an der zweiten Speiche des Rades. Imbolc, der Frühlingsbeginn. Ich weiß, es fühlt sich bei der eisigen Kälte nicht so an und doch regt sich so einiges in der Erde. Was im Winter geruht hat, erwacht erneut und wer einen Garten hat, für den ist es eine gute Zeit über die Aussaat nachzudenken. Das gilt natürlich auch im übertragenen Sinne.

Die Göttin für diese Zeit ist Brigid. Sie ist die Göttin der Heilkunst, der Poesie und der Schmiede. Ihr Element ist das Feuer. Das der Inspiration, ebenso wie das Schmiedefeuer und das innere Feuer, was uns antreibt. Im übertragenen Sinne ist es also eine gute Zeit den Grundstein für neue Projekte zu legen. Vielleicht ein Vorhaben zu betreiben, einen Wunsch verwirklichen, der schon lange im Hinterkopf wabert.
Doch bevor man sich ans Neue macht, ist es wichtig Platz zu schaffen und auszusortieren. Auch hier kann ein Feuer hilfreich sein. Wer nicht die Möglichkeit für ein Lagerfeuer hat oder einen Ofen, kann eine Räucherschale nehmen und auf Zettel schreiben was gehen soll und diese denn verbrennen. Auch ist ein kleiner Hausputz mit anschließendem Segnen der Behausung fein. Dazu kann geräuchert und Salzwasser versprengt werden.
Viel Spaß beim Vorbereiten.
