Aufgeschobene Pläne

Raddampfer Freya auf der Kieler Förde, beim Einlaufen

Nachdem ich mich Tage gemopst und Pläne geschmiedet und verworfen habe, habe ich mir einen Spaziergang am Wasser gegönnt, um meinen Kopf und meine Laune klar zu kriegen. Ich muss anscheinend akzeptieren, dass es für mich keine Unabhängigkeit vom Amt geben wird. Ob das Schreiben oder das Tarot, nichts wird genug einbringen. Wieder Beratungen anzubieten, hatte ich ernsthaft erwogen, doch ich erinnere mich auch, wo es das letzte Mal geendet ist. In einem Totalzusammenbruch! Damals habe ich mir geschworen, nie wieder Tarotberatungen zu machen, wenn es bedeutet, dass ich auf das Geld angewiesen bin. Das ging damals nicht gut, weil ich oft genug Termine angenommen habe, wenn ich wusste, dass es über meine Kräfte gehen wird. Die andere Sache ist, dass sich soviel verändert hat in dem Bereich. Immer mehr findet im Netz statt und das ist nicht meines. Überhaupt richte ich mir gerade ein sehr viel analogeres Leben ein. Sicher, ich werde weiter bloggen, doch meine Socialmedia Präsenz wird sich auf Buchvorstellungen und so reduzieren.

Nagelrochen der an der Wasseroberfläche dümpelt.

Der Spaziergang und das Meditieren mit dem Nadelrochten hat mir sehr gut getan. Irgendwie wurde mir auf einmal klar, dass ich mich nicht schuldig fühlen muss, weil ich nicht so belastbar bin wie viele andere. Wenn ich gut aufpasse, gewisse Grenzen nicht zu überschreiten, geht es mir sogar recht gut. Doch ein Schritt über die Linie und das war es. Auch die Idee mit einem Bücherpodcast habe ich verworfen. Wie gesagt, mein Leben wird analoger.

Habt einen schönen Restsonntag.

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