Wenn man nach 30 000 Wörtern merkt …

Gelb rotes Mauerwerk mit schwarzen Eisensprossen fenster.

Wenn man nach fast 30000 Wörtern merkt, dass die Geschichte so nicht funktionieren wird, kann einer das schon die Laune verhageln. Doch statt sich einzugestehen, dass genau das der Grund für die schlechte Laune ist, wird irgendwas konstruiert und wieder ist es dieses, ich muss ja unbedingt ein Einkommen aquirieren und der dauernde Geldmangel. Als wenn das jemals anders war. Ich bin Rentnerin! Also im Gegensatz zu vielen anderen Schreibenden, in einer recht priviligierten Situation. Denn ich muss nicht zwischen Job und Familie den Raum zum Schreiben finden. Ich habe sogar das Glück einen Partner zu haben, der mich unterstützt und mir den nötigen Raum gibt.

Roter Hintergrund, darauf ein schwarzes Notizheft mit einem Lamy Tintenroller.

Also habe ich mir ein neues Notizheft eingerichtet und nun steht alles auf Anfang. Es ist auch nicht so, dass ich gar nichts von dem, was ich bis jetzt habe, gebrauchen kann. Nur ist der Teil eher ein Nebenstrang oder sogar nur ein Teil davon.

eine Schale mit Eis, Erdbeeren und Sahne, sowie eine schwarzer Tonbecher mit Getreidekaffee.

Nachdem ich mir endlich eingestanden habe, wo das eigentliche Problem liegt, habe ich mir eine große Portion Vanilleeis mit Erdbeeren und Sahne gegönnt und eine feine Tasse Getreidekaffee. Nun bin ich wieder ruhiger und auch, wenn es mir immer noch schwer fällt zu akzeptieren, dass ich noch mal von vorne anfangen muss, ist mir die Alternative noch weniger genehm. Das wäre die Geschichte zur Seite zu legen und das kann und will ich nicht.

Apfelverückt

Apfelhälften auf schwarzen Hintergrund

Äpfel mochte ich schon immer, aber sie gehörten nicht zu meinem Lieblingsobst. Seit einigen Wochen esse ich, mit enormen Genuss, mindestens einen am Tag. Überhaupt scheint mein Geschmack sich wieder einmal zu ändern. Statt Kaffee gibt es morgens nun Tee. Sehr zu Viktors Freude. Nachmittags gönne ich mir allerdings ein Käffchen. Manchmal so gar mit einem Keks. Ach ja, ich bin halt eine Luxuschnalle.

Im Hintergrund ein pflasterwegs und ein Gartenbeet, auf der anderen Seite Schuppentüren. Im Vordergrund eine Wanne mit Regenwasser in dem sich ein Haus spiegelt. Die Wanne steh auf einem Steinhaufen.

Das Wetter ist noch immer unbeständig. Kaum scheint einmal die Sonne hüpfe ich raus und setze mich ein wenig auf die Terrasse, doch fünf Minuten später zieht es sich wieder zu und es beginnt zu regnen. Gestern war ich so genervt, dass ich mich in den Bus gesetzt habe und in die Holtenauer Straße, zu meinem bevorzugtem Schreibwarendealer gefahren bin, um ein neues Heft und Kugelschreiberminen anzuschaffen.

Ansonsten läuft alles recht ruhig vor sich hin. Ich habe die letzten Tage recht viel gearbeitet. Das erste Drittel von den Literamorphen habe ich komplett überarbeitet und nun kann es weitergehen. Es ist natürlich noch nicht fertig, aber alles ist angeglichen, eine Person hat die Erzählperspektive gewechselt und so weiter. Auch habe ich ein wenig an der Anthologie gebastelt. DUKS! sagten die Tiere, wird sie heißen. Das stammt aus dem grimmschen Märchen: Das Waldhaus! Das Thema ist ja sprechende Tiere.

Jetzt werde ich mal langsam den Rechner zumachen. Gleich gibt es Dampfnudeln und dann will ich stricken. Habt es fein!

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