Social Media Reduktion

Vor einigen Wochen habe ich meine Social Media Accounts reduziert. Insta, Facebook und Threads wurden gekündigt, doch BlueSky und Mastodon habe ich noch behalten. Von denen habe ich mich nun vorgestern verabschiedet. Warum? Also ….
In Sachen Social Media bin ich quasi Anfang an dabei. Vom Bloggen war es ein leichter Schritt zu Facebook und anfangs war es dort auch recht lustig. Das hat sich deutlich verändert. Einen Austausch gibt es dort schon lange nicht mehr, genauso wenig auf Instagram. Es ist nur liken und weiter. Das gefällt mir nicht. Ich dachte, das wäre vielleicht auf den Plattformen im Fedivers ein wenig anders. Doch nein! Es geht nur ums gesehen werden, um so viele Bücher habe ich gelesen, soviele Strickprojekte habe ich geschafft (ich frag mich immer, wo die Leute die Zeit hernehmen diese Mengen zu produzieren) und guck mal was ich kann und wie fein ich meine Kosmetik aussortiere, da habe ich auch einen Podcast zu gemacht, wenn du den abonnierst, kannst du auch sehen, wie fein ich meine Schlüpfer bügele und meine Bücher nach Farben sortiere. Die meisten sind da, um einzustellen, nicht um zu entdecken, was es so gibt. Und jeder Mist, sei er auch noch so profan, ist einen Post wert. Das positive was ich über die Fedivers Sachen sagen kann ist, dass es dort keine Werbung gibt. Außer das Bewerben der eigenen Person.
Ich nehme mich da gar nicht so groß aus. Auch ich möchte, dass meine Rezensionen und Bücher gelesen werden. Doch ich habe keine Lust permanent Content zu liefern. Sicher, nicht nur auf den Socialmedia Plattformen hat sich vieles verändert. Bei den Blogs auch. Es wird zum Beispiel nicht mehr so viel kommentiert. Das ist natürlich schade, aber nun ja … Weiter bloggen werde ich trotzdem, solange es mir Spaß macht. Es wird mit der Zeit, vielleicht nur noch dieser Blog sein, denn ohne Socialmedia werde ich natürlich auch nicht mehr so viele Rezensionsexemplare bekommen. Doch auch das ist okay.
Eine interessante Beobachtung ist übrigens, dass die Anzahl der Lesenden auf meinen Blogs, nicht davon abhängt, ob ich sie auf den Plattformen verlinke. Die sind seit Jahren, bis auf leichte Schwankungen, konstant.

Ein weiterer Grund mich mehr aus dem Netz zurück zu ziehen ist, dass ich mehr Zeit im analogen Leben verbringen möchte. Schreiben, Lesen und Stricken, machen mir Spaß und bereichern mein Leben sehr. Auch wird es wieder längere Ausflüge in die Umgebung geben. Vor allem wird das Stricken viel Raum einnehmen, denn ich habe beschlossen meine Oberbekleidung selbst herzustellen und zwar in der Menge, wie ich es brauche und nicht einfach, um wieder ein Teil zu haben, um es auf Socialmedia zu präsentieren.



6 Kommentare
Birgit
ich hab selbst nix eingestellt bei insta – aber diese wunderschönen tierfotos und witzigen sprüche guck ich immer mal an
allerdings bin ich auch da oft sehr spät weil ich keine benachrichtigungen habe
wo ich versacke ist youtube
da muss ich jetzt mal wieder konsequenter abschalten – ich kann da im doomscrolling versinken
ich will wieder mehr lesen und musikhören beim stricken
heute morgen beim scrollen hihihi bin ich in der new york times auf einen artikel gestoßen
es gibt ein plastik teil das heißt brick und mit dem kann man seine apps blockieren
und die autorin war ganz glücklich wieviel freie zeit sie jetzt hat
ich hab mir gedacht ich versuche mal kostenlos das handy / tablet wegzulegen
die schweinebacken von youtube pausieren unseren family account weil wir nicht alle in einer wohnung wohnen
da ich keine werbung mehr ertrage werde ich mir einen premium account für mich leisten
jim sagt er braucht das nicht
auf die art bekommen sie von uns jetzt weniger – weil hanna wir ihren account kündigen – gier macht blind
aber vielleicht leiste ich mir spotify weil die gegen KI musik vorgehen
facebookhab ich schon lang nicht mehr und mit den anderen werde ich nicht warm
whatsapp hab ich leider weiterhin weil ein paar menschen partout nur da drin sein wollen
schade nun kann ich dir gar keine sarkastischen kommentare mehr auf insta schicken
umarm und allerliebste grüße ❤️❤️❤️
Karin Braun
Die witzigen Sprüche. Tja, die meisten davon, habe ich schon zigmal in den Feed gespült bekommen. Das ist es ja, man hängt nur in der eigenen Blase. Was nun weniger Screen-Zeit betrifft: Ich gucke nicht übers Handy oder Tablet, sondern über meinen Desktoprechner oder Laptop. Auf beiden habe ich Firefox als Brower und einen guten Adblocker. Daher sehe ich Youtube werbungsfrei, außer ich folge einem Link von Außen. Dort gucke ich schon Strickpodcast. Im Moment gerne diesen hier: https://www.youtube.com/@CraftingStoriesByTali, weil die so schön viel über die Geschichte des Strickens erzählt und nicht nur zeigt, was sie wieder geschafft hat. Meistens jedoch höre ich Hörbuch. Das zwar übers I-Pad, doch das ist in der Regel im Flugmodus. Telefon ist ab 20:00 aus. Und wenn Leute meinen sie wollen nur What’s app, dann tut es mir leid, dann eben via E-Mail oder SMS. Ich will halt diesen ganzen Metakram nicht mehr und oft genug habe ich mich denn doch wieder breitschlagen lassen, weil es ja für die anderen „so praktisch ist“ und Datenschutz und so ja keine Rolle spielt. Ich hab mir halt einfach Wege gebaut, auf denen beides geht, nur eben mehr Zeit im analogen berücksichtigen. Du schaffst das auch. Sei umarmt
Melusine
Na ja, ich sehe meinen Blog halt schon immer als eine Art „Tagebuch“ und schreibe, was ich fühle und denke oder auch, um auf Dinge hinzuweisen, die mich aufregen oder mir wichtig sind. Auf fb bin ich nur selten und alles andere ist mir nicht so wichtig und,…mir fehlt auch die Zeit sowie der Sinn dafür.
Deinen Blog lese ich schon sehr lange. Dabei wird es auch bleiben, solange Du hier bist. Ich bin pragmatisch in dieser Hinsicht. Und Blogs von jemanden zu lesen, den ich bis hier her noch nicht kannte, fällt mir schwer. Es sind ohnehin nur Wenige, die ich noch lese. Ja klar, schaut man auch ab und an in andere Blogs, die man sonst weniger bis gar nicht liest. Meist bleibt so wie so kaum Zeit dafür. Ich tue das auch nur, um einfach zu schauen, was derzeit im Allgemeinen so gepostet wird, dieser und jener vielleicht wichtig ist UND,….schaue mir die Fotos an. Ich beteilige mich auch nicht an irgendwelchen Lückentexten oder ähnlichem, obwohl,….manchmal hätte ich vielleicht sogar Spaß daran. Bei DEN Blogs, die ich noch lese, würde ich vielleicht sogar öfters kommentieren, wenn ich wüßte, daß es auch willkommen ist. Im Allgemeinen halte ich mich da eher zurück, um keinen Anstoß zu erregen, besonders dann, wenn es in der Verganenheit da Probleme gab.
Okay, das war jetzt mein längster Kommentar seit langem,…..lach…….
Liebe Grüße
Rosi
Karin Braun
Danke Rosi, du hast recht, mein Bloggen ist auch ein Tagebuch führen und oft stöbere ich auch mal in früheren Beiträgen. Weniger Blogs lese ich auch, aber die eben auch gerne. Alles Liebe
Gudrun
Von FB und Twitter, jetzt X, habe ich mich schon vor einiger Zeit verabschiedet. Es war ein Gewinn. Das ewige Nachgeplappere der Gedanken anderer ging mir auf den Geist. Wenn man keine eigene Worte findet, sollte man eben mal schweigen. Ich lese wieder mehr und habe wieder viel mehr Zeit für die Menschen in meiner unmittelbaren Umgebung. Bei Insta war ich nie und werde es auch nicht sein. Ich muss allerdings auch für nichts von mir werben. Das macht es leicht.
„Gesehen werden“ – ja, ich glaube das hat sich gut entwickelt und wird immer stärker. Dafür, gesehen oder gelesen zu werden, tun einige sehr viel. Manches ist einfach nur peinlich und anderes stößt mich ab, auch die Wortwahl in vielen Fällen. Man redet nicht mehr miteinander, hockt in Blasen und beißt alles weg, was nur ein bisschen anders sein könnte als die eigene Denke. Seit Jahren wird nicht mehr gesucht nach Gemeinsamkeiten. Das ist ja auch sehr anstrengend.
Im Moment gab es ein bissel zu viel um mich herum: im Wohngebiet, in der Nachbarschaft und mit eigenen Befindlichkeiten. Ich nehme mir aber vor, wieder aktiver zu werden, wenn es um das Bloggen geht. Über alles, was mich umgreibt, werde ich nicht schreiben. Vielleicht schreibe ich irgendwann mal davon, warum nicht?
So, gut nun. Machen wir weiter, gell?
Ich habe heute die Wolle von meinem Patenschaf kardiert und wenn der Sommer vorbei ist, werde ich sie verspinnen. Es ist ein kleines Bisschen Normalität und Frieden.
Grüße in den Norden.
Karin Braun
Mit Twitter oder X bin ich nie warmgeworden. Um mich von FB zuverabschieden hat es so einige Anläufe gebraucht, doch nun ist es getan und es zieht mich auch nicht zurück. Nee, ich bleibe nun in meiner gemütlichen Ecke hier im Netz und dümple vor mich hin. Dieses „Seht mich an, ich bin furchtbar interessant“ schallt wirklich sehr laut und meistens ist, was dahinter steckt so banal. Auf der anderen Seite mehren sich auch so einige, die es eher wie wir sehen. Das finde ich sehr interessant. Vielleicht gibt es in uns allen ein Grundbedürfnis nach menschlicher Nähe statt virtuellen Geseihere? Wäre schön. Alles Liebe Dir