So la la

Irgendwie geht es mir nicht richtig gut. Ein wenig erkältet, aber nicht genug, um im Bett zu bleiben. Ein wenig depressiv, aber nicht genug um mir die Decke über den Kopf zu ziehen und auf bessere Zeiten zu warten. Dieses Dazwischenhängen nervt extrem, zu Mal ich mich auch nicht so richtig auf das Schreiben konzentrieren kann. Ich klappe den Laptop voller Elan auf und … nichts.

Zum nach draußen gehen lädt das Wetter auch nicht ein. Also dammele ich im Netz herum und vergrößere meinen Chancen die Weltmeisterschaft im Prokrastinieren zu gewinnen.
Natürlich weiß ich, dass es vorbei geht. Dass es wieder besser wird und ich eines Morgend aufwache und mich frisch ans Werk mache und abends zufrieden ins Bett sinke. Bis dahin, muss ich wohl erst einmal aushalten, dass es nicht so ist zur Zeit. Dabei kann ich mir ja denn ein wenig leid tun. Jammerläppin, die ich bin.


4 Kommentare
Siri
Hallo Karin,
nö, du bist keine Jammerläppin! Jammern muss auch mal sein, manchmal auch länger und richtig lang. Manchmal muss man auch einfach in seinen Körper reinfühlen und die Erschöpfung spüren, Kontakt mit seinem Herzen aufnehmen (meines ist diese Tage sehr unruhig) und sich dem hingeben: Das bin ich in diesem alternden Körper, der jetzt mal Ruhe braucht. Irgendwann taucht die Lust am Schreiben wieder auf, garantiert! — Gibt es schon einen ersten Eindruck von Jennifer Egan? LIebe Grüße Siri
Karin Braun
Moin Siri, gerade habe ich das neue Buch von Dr. Dr. Christian Schubert zum Immunsystem gelesen und wie wichtig es ist auf dessen Botschaften zu hören. Also lasse ich es ruhig angehen und mache weniger und lese und stricke so vor mich hin. Jenniger Egan gefällt mir sehr. Ich mag diese Kaleidsokopartige Schreibweise. Alles Liebe
Gudrun
Nee, du jammerst nicht; du beschreibst einfach einen Zustand. Mit Ähnlichem kämpfe ich gerade auch. Und ganz langsam geht es aufwärts. Ich merke das wohl, aber die Ungeduld sitzt mir auf der Schulter.
Ich habe gerade die Tagebücher von Astrid Lindgren entdeckt und möchte sie lesen. Ich denke, dass die Frau uns gerade jetzt viel zu sagen hat. Ich habe mich gefreut als ich las, dass Gabriele Haefs übersetzt hat.
Liebe Karin, machen wir alles eben mal ein bissel langsamer. Wir müssen nicht ständig unter Strom stehen. Und der Elan kommt wieder, wenn es Zeit ist.
Grüße. in den Norden
Karin Braun
Danke Gudrun und fein, dass Du wieder auf Tour bist. Stimmt Gabriele hat die Tagebücher von Astrid Lindgren übersetzt. Ist schon ein bisschen her und bei mir liegen sie noch irgendwo herum. Zur Zeit mache ich sehr langsam. Stricken ist gerade sehr angesagt, der erste Raglan von Oben Pullover und so. Erhol Dich weiter gut. Alles Liebe