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Für heute ist Feierabend

Kalt ist es geworden. Wenigstens ist es trocken und so habe ich mich doch noch zu einer kleinen Runde um den Block aufgerafft. Natürlich konnte ich mir einen kleinen Schlenker zu Rossmann nicht verkneifen. Dort gibt es sehr leckere Marzipan-Orangen-Schokolade und da es dieses Jahr keine ausgeklügelten Dessertspezialitäten, ala Mousse au Chocolade oder Panna Cotta auf dem Plan stehen, sondern einfach Schokolade, kommt die genau richtig.

Nach der Runde war mein Kopf wundervoll klar und so habe ich mich ans Werk gemacht. Ich war so vertieft, dass es mich total überraschte, als diese Meldung aufploppte. Ich hielt es aber auch gleich für eine ausgezeichnete Idee und habe mir das empfohlene umgehend besorgt. Ein feines Gefühl von Pflichterfüllung durchdrang mich dabei. Jetzt werde ich mal nachfragen, wie es mit dem Abendessen aussieht und dann geht es ans Lesen.

Mir fiel neulich auf, dass Fontane, abgesehen von Effi Briest, komplett an mir vorbei gegangen ist. Die Lücke muss geschlossen werden. Ich fange denn mal mit etwas heiterem an.

Mein Name ist Karin Braun, lebe in Kiel, arbeite als Autorin, Herausgeberin, Literatourbloggerin und Übersetzerin - also kurz: ich mach was mit Worten.

8 Kommentare

  • Siri

    Hallo Karin, cool, wie du mit deinem Schreiben vorankommst!
    Ich bin gespannt, wie du Fontane findest. Ich habe vor vielen Jahren Effi Briest und Frau Jenny Treibel gelesen und fand es leider echt boring. Mein Mann liebt dagegen den alten Fonty heiß und innig, und mein Bruder weinte sich nach der Lektüre von Effi Briest die Augen aus dem Kopf. Schon interessant, wie unterschiedlich Texte auf unterschiedliche Menschen wirken! Ich wünsch dir frohe Lese- und Hörtage über Weihnachten und auch zwischen den Jahren! Liebe Grüße Siri

    • Karin Braun

      Effi Briest habe ich begeistert gelesen, dann aber Der Stechlin *gähn* versucht und davon abgelassen. Neulich habe ich eine Sendung Lesedusche gehört, in der es um Fontane und seine Tagebucheinträge zu Theodor Storm ging und da fiel mir ein, dass ich von beiden nicht viel gelesen habe. Sicher Storms Graue Stadt am Meer und Der Deichgraf, welches norddeutsche Kind hat die nicht lesen müssen, kenne ich und Fontanes Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland, den hatten wir auch gelernt, aber sonst verschwanden beide Herren aus meinem Leben. Und die Meinungen sind so unterschiedlich. Meine eine Freundin liebt Fontane, eine andere sagt, lieber liest sie Shades of grey, bevor sie noch ein Buch von Theo F. anfasst. Dir auch frohe Tage und einen gute Rutsch. Alles Liebe

      • Siri

        Stimmt, du hattest ja geschrieben, dass du Effie Briest gelesen hast, wie schlusig von mir! Dann bin ich halt gespannt, wie du die Poggenpuhls findest, falls du denn eine Rezension darüber schreibst.
        Ich lese grad Jennifer Egan (Candy Haus) und finde es möglicherweise genauso großartig wie seinen Vorgänger (Der größere Teil der Welt). Das wird sich dann zum Schluss herausstellen.
        Ich finde es bewundernswert, wie viel du liest! Mich hält der gruselige Verlauf vieler Ereignisse in der Welt bzw. in Deutschland oft davon ab. Dann verschwende ich viel zu viel Zeit mit dem Konsumieren negativer Nachrichten, Dokus etc. Wäre ein guter Vorsatz fürs neue Jahr, das zu ändern … Alles Liebe Siri

        • Karin Braun

          Das ich so viel lese hat wohl auch damit zu tun, dass ich kaum irgendwas gucke (also Serien, Filme oder so). Meistens lese ich und beim Stricken höre ich Hörbücher, so schafft man was weg. Jennifer Egan klingt übrigens sehr lecker, habe ich mir mal auf die Merkliste gesetzt. Wenn ich demnächst Bücher anschaffe, denn steht Der größere Teil der Welt schon mal ganz oben. Poggenpuhls lassen sich übrigens gut an. Recht drollig. Alles Liebe

          • Siri

            Ich bin sehr gespannt, wie dir Der größere Teil der Welt gefällt, wenn du es vielleicht irgendwann im nächsten Jahr liest! Der deutsche Titel ist mir übrigens unerklärlich, der englische lautet A visit from the goon squad und taucht in einem wichtigen Dialog im Buch auf (wenn ich das richtig erinnere, es ist schon einige Jahre her, dass ich das Buch gelesen habe). Jedenfalls macht er Sinn, während ich den deutschen Titel nicht nachvollziehen kann. Candy Haus war übrigens auch toll, aber einen Tick weniger grandios, aber das ist nur meine ganz persönliche Meinung. Weiterhin viele tolle Leseerlebnisse! Ich will übrigens im nächsten Jahr wiedert mehr auf Englisch lesen, obwohl ich dafür eigentlich zu faul bin, aber Fremdsprachenpraxis soll ja gut gegen Demenz sein … LG

          • Karin Braun

            Ich habe schon geguckt, wie es auf englisch heißt und bin versucht es in der Sprache zu lesen. Ich lese und höre viel auf englisch und hatte mir vorgenommen, wenn immer es geht die Sachen im Original zu lesen. Da ich, außer plattdeutsch, keine andere Sprache spreche, beschränkt sich das auf englisch. Halten wir also die Demenz draußen. Hab es fein und alles Liebe

  • Siri

    Cool, dass du es auf Englisch hast! Und für so wenig Geld! Ich fand Egans Sprache in zwei anderen ihrer Bücher (Manhattan Beach und noch eins, dessen Titel mir jetzt nicht einfällt) ziemlich fordernd, weil ausgefallene Wortwahl, wahrscheinlich poetisch, aber mein englisches Sprachgefühl ist nicht gut genug, um das sicher bewerten zu können. Manhattan Beach hatte ich jedenfalls auf Englich erworben und bin dann im letzten Drittel doch noch auf die deutsche Ausgabe ausgewichen. Am fehlenden Verständnis lag es nicht, aber mir kommen englische Texte oft nicht so nahe wie die deutsche Übersetzung. Jedenfalls war Manhattan Beach auch gut aber nicht so großartig wie A visit from the goon squad und Candy House.

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