Entlastungstag

Viktor und ich hatten unabhängig voneinander die Idee eine Woche zu Fasten. Schnell war klar, dass es ein Saftfasten werden soll, ergänzt von basischen Gemüsebrühen am Abend. Jedes Fasten sollte mit einem Entlastungstag beginnen, um den Darm zu entleeren und um toxische Reaktionen zu vermeiden. Da ich vegan lebe, denke ich, dass ich wohl mit eine sanften Ableitung klarkommen sollte. Also habe ich mich für die Variante mit Vitamin C entschieden. Geht auch mit Magnesiumcitrat, aber ich nehme diesmal Vitamin C. Der Vorteil hier ist, im Gegensatz zu Glaubersalz, dass es Wasser im Darm bindet und so alles recht krampflos ausgeschwemmt wird. Um mit Vitamin C abzuführen geht man folgendermaßen vor. 5 – 10 g Vitamin C in Wasser oder Saft auflösen und trinken und in der Nähe des Klos bleiben. Ansonsten gibt es heute noch feste Nahrung. Allerdings nur bis Mittag. Zum Frühstück gab es einen Obstsalat, natürlich ungesüßt. Ich habe hier Banane, Apfel, Birne und Grapefruit mit etwas Zitronensaft genommen. Am Entlasungstag, sollte die Nahrung in erster Linie aus Rohkost bestehen. Heute Abend wird es eine Tasse basische Gemüsebrühe geben. Die wird nicht getrunken, sondern gelöffelt und gut eingespeichelt bevor sie geschluckt wird. Bei dem angegebenen Rezept habe ich das Salz auf 25 g reduziert. Es wird nicht mein erster Fastenversuch sein und ich bin gespannt, ob ich diesmal durchhalte. Die letzten Versuche sind nicht am Nahrungsverzicht gescheitert, sondern am Koffeinentzug. Aber mein Arzt, eine Koryphäe in Sachen Fasten, meinte, ich solle im absoluten Notfall dann einen Espresso trinken. Dummerweise ist es nun mal so, dass Koffeinentzug mit fiesen Kopfschmerzen einhergeht. Ich habe zwar die letzten Tage meinen Konsum schon reduziert und bis dato ist alles gut. Aber wer weiß, was noch kommt. Jedenfalls freue ich mich auf die Erfahrung.