Dafür,  Mal so

Die Kraft des „Dafür“

Ich bin der Empörung müde. Trump, Musk, Merz, die Unsäglichen und und und. Wir sind dagegen, wir müssen dagegen sein. Wir müssen etwas tun! Klar! Nur ist, energetisch gesehen, das dagegen sein kontraproduktiv. In der dauernden Beschäftigung mit dem was man nicht will, gibt man der Sache Kraft. Warum also nicht umdenken und sich im „Dafür“ stark machen? Also natürlich nicht für die genannten Typen und deren Agenden, sondern für das, was man stärken möchte.

Während das dauernde Dagegensein, diese permanente Empörung, früher oder später, in Erschöpfung führt, so liegt im Dafürsein ein Quell der Kraft.

Sich also auf das Besinnen, was einem wichtig ist und dort ansetzen. In meinem Fall sind es Frauenrechte, Umweltschutz, Ernährung und natürlich das was die meisten von uns sich wünschen und was unter den schwammigen Begriff Freiheit fällt. Dass das Dafür oft eher am Rand mitläuft, während das Dagegen laut ist, hat meiner Beobachtung nach damit zu tun, dass sich im Dagegen mehr Unterstützung findet. Dass es momentan erleichtert, während das Dafür sehr oft im Geschrei untergeht.

Die letzten Tage habe ich viel über dieses Thema nachgedacht und war immer wieder versucht zu schreiben „Ich bin doch auch gegen das was da gerade geschieht“. Doch nun habe ich mich dafür entschieden, im Dafür zu bleiben. Demnächst werde ich hier eine Rubrik einrichten, in der es um das Stärken mir wichtiger Themen geht.

Mein Name ist Karin Braun, lebe in Kiel, arbeite als Autorin, Herausgeberin, Literatourbloggerin und Übersetzerin - also kurz: ich mach was mit Worten.

6 Kommentare

  • birgit

    und damit es auch nach außen dringt
    ja du hast so recht
    mein kopf mein bauch und mein herz sind voll zorn und das verändert gar nix
    fördert nur alles ungute in meinem körper
    und das dafür wird blass und unkenntlich
    also richten wir alle energie auf das dafür
    umarm und allerliebste grüße

  • Gudrun

    Du hast Recht. Immer nur dagegen sein ist kontraproduktiv. Das ist mir schon lange klar und es lockt auch keinen hinter dem Ofen hervor, egal um was es gerade geht. Es ist natürlich auch einfacher, denn die Vorlage haben die anderen ja geliefert. Dafür zu sein oder für etwas, verlangt, dass man sich gedanken macht und es benennen oder ausformulieren kann. Das ist anstrengender.
    Man muss nicht immer einer Meinung sein. Gerade in der Diskussion miteinander ergeben sich manchmal ganz neue Aspekte. Wenn aber die Wortwahl aggressiv ist, manchmal sogar beleidigend, dann ist die Chance verpasst. Schade.
    Ich wollte auch schon mal darüber schreiben, habe es aber dann doch gelassen.
    Grüße zu dir

    • Karin Braun

      Ich habe da einige Zeit frauf rumgekaut und ich denke, ich werde öfters darüber schreiben. Es wird mal wieder Zeit. Ja, du hast recht, um für etwas zu sein muss man sich Gedanken machen, während die Empörung sofort anspringt. Da habe ich nun einen „Stopschalter“ eingebaut. Wenn ich merke da kocht was hoch, sage ich halt. Das guckeich mir später an. Mit Abstand und in Ruhe. Klappt nicht immer, aber immer öfter. Alles Liebe Dir

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