Nachhaltigkeit

  • Pfirsiche in weißer Schale

    Zeit der Fülle

    Kohlweißling an einer Eisenkrautblüte naschend

    Nun ist es wieder warm, also nahezu heiß, aber noch nicht ganz so schlimm. Im Garten explodiert gerade alles. Nicht nur in unserem, der ja kein Nutzgarten ist. Jedenfalls nur sehr bedingt. Kräuter habe ich schon, aber ansonsten ist er eher als Augenfreude gedacht.

    Pfirsiche in weißer Schale

    Aber viele unserer Freunde und Bekannten haben große Gärten am Haus oder Schrebergärten und können oft nicht alles verarbeiten. Dani hat uns gerade Pfirsiche gebracht, ihr Baum hat dieses Jahr reichlich getragen. Was für eine Freude. Die kriegen wir so nicht alle weg, also werde ich morgen Marmelade kochen. Den Sommer in Gläser füllen, sozusagen. Das schöne ist, dass es auch immer ein feiner Austausch ist. Dani hat uns die Pfirsiche gebracht und ich konnte ihr Ableger von meinem Eisenkraut mitgeben. Alles im Fluss und in Verbindung halten, ist die Devise.

  • Sommerschlaf

    Fächer, helle Holzstäbe, blaue Stoffbespannung mit schwarzgelben Elementen, vor Hortensienbusch

    Der Fächer ist zur Zeit mein ständiger Begleiter. Sommer ist nichts für mich! Meiner Natur nach, bin ich eher eine Frühling-, Herbst-,Winter-, alles über 23 ° muss nicht-Frau. Dabei haben wir es hier oben, gemessen an Süddeutschland und Südeuropa, noch recht moderat. Egal, mir ist es zu heiß, ich überlege ernsthaft in Sommerschlaf zu gehen. Wenn die Temperaturen wieder vernünftiger werden, steh ich wieder auf. Ach ja, und wenn noch jemand meint, es ist ja schon immer mal sehr heiß gewesen und die Klimaforschung spinnt … Nimm deine BILD-Zeitung und mach dich vom Acker. Wir können uns natürlich weiter einreden, dass alles schon immer so war oder der Tatsache ins Auge sehen, dass wir gerade mit Volldampf dabei sind, die Zukunft zukünftiger Generationen auf diesem Planeten zu verspielen. Vor allem die Ärmsten wird es treffen. Aber das stört die, die was ändern könnten ja nicht. Im Gegenteil, die Merzens, Söders, Spahns und Trumps mit ihren ewig gestrigen Ideen vom unendlichen Wachstum, sorgen sich ja um Menschen außerhalb ihrer Blase einen Dreck.

    Farblich verändertes Foto bon Blattwerk und Springbrunnen.

    Man merkt vielleicht, dass ich gerade ein wenig verdrossen bin und das nicht nur wegen des Wetters und unserer Reagierenden. Warum genau meine Stimmung so im Keller ist, weiß ich gar nicht so genau. Vielleicht bin ich einfach mit der Gesamtsituation unzufrieden. Ich leg mich mal ein wenig tun und nimm übel.

    Ach ja, neulich habe ich diese sehr feine FunFacts Folge mit Horst Evers gesehen. Es geht darum, dass ein kostenloser ÖPNV machbar ist. Das wäre schon mal ein richtiger Schritt in die Richtung, Städte autofreier zu bekommen, Persönlich denke ich schon lange, dass autofreie Städte längst überfällig sind. Natürlich brauchte man dazu einen funktionierenden ÖPNV und kostenfrei wäre noch feiner.

  • Der Hang zum analogen

    Wir leben in einer technisierten Welt, es gibt sogar welche, die davon träumen, Mensch und Technik zu verschmelzen. Ewiges Leben und so weiter. Diese Träumenden haben meiner Meinung nach nicht begriffen, was Leben ist und was es ausmacht.

    Doch bei all dem Technikgeschwurbel, dem ich gar nicht feindlich gegenüberstehe, nur sehr kritisch, gibt es anscheinend eine große Sehnsucht nach Handwerk. Guckt man auf Youtube wimmelt es von Strick-Podcast, wo auch ich mir oft Inspirationen hole. Viele dieser Sendungen sind von relativ jungen Frauen und auch Männern gemacht, die ihre eigenen Muster und Entwürfe vorstellen. Hier kommen das analoge und die Technik zusammen, denn ohne letztere gäbe es die Podcast nicht.

    Auch man hört wieder von Handarbeitstreffen. Was ich sehr erbaulich finde. Auch wenn ich persönlich, lieber alleine in meinem Kämmerlein vor mich hinbastele.

    Es stimmt mich froh, dass es diese Freude an Handarbeit, am Selbermachen und Gestalten, vielleicht auch mal mit einer kleinen Macke drin, nicht verschwunden ist. In dieser Welt, in der die Oberflächen immer glatter und kühler werden, scheint es ein großes Bedürfnis zu geben, die Finger nicht nur zum Wischen und Tippen zu gebrauchen. Mir jedenfalls macht es viel Freude, meine Socken selbstzustricken.

    Solche kleinen Teile, wie den Schal auf den Fotos, stricke ich gerne. Socken, Pulswärmer und kleine Tücher sind zügig gemacht, man kann Reste aufbrauchen und hat immer ein Geschenk bereit.

  • Würzl – Gemüsepaste

    Ich mag keine Reste! Also versuche ich soviel wie möglich von allem zu verarbeiten. Da ich viel mit Gemüsebrühe würze, mache ich jedesmal, wenn es einen Eintopf oder so gibt, von dem harten Grün des Porrees, dem Selleriegrün und so weiter eine Paste. Im Grunde kann man jedes Gemüse nehmen, es ist ein typisches Rumfortgericht. Also alles was im Gemüsekorb rumliegt und fortmuss.

    • Porreegrün
    • Selleriegrün
    • Petersillie
    • Möhren (Bio mit Schale)
    • Zwiebeln
    • Tomaten (mussten weg, waren schon zu weich)
    • Zwiebeln
    • Knoblauch
    • Steinsalz

    Das Gmüse in grobe Stücke schneiden und im Foodprocessor (man kann es auch durch den Fleischwolf drehen, so man einen hat) nach und nach sehr fein schreddern. Alles in einem großen Schüssel mit reichlich Salz vermischen und in Gläser füllen. Am besten welche mit Plastikdeckel, da Metalldeckel korrodieren, durch das Salz.