Besondere Orte: Friedhöfe

Wie ich schon schrieb, denke ich dieser Tage viel über Stadtenergien nach und über Orte, die ich einerseits genieße und die mir Kraft geben und andererseits, nun nicht direkt Kraft rauben, mich aber irritieren. Friedhöfe sind da ein gutes Beispiel. Persönlich habe ich kein Gefühl für eine gewisse Art Totenkult. Gräber, die aussehen du NaNuNaNa Fillialen und Grabsteine, die sich wie die gelben Seiten lesen, sind mir suspekt. Ich selbst will nach meinem Tod verbrannt und in der Ostsee versenkt werden. Ganz ehrlich gesagt, würde ich gerne auf den Umweg ins Krematorium verzichten und einfach, nach alter Wikingersitte, in einem brennenden Boot aufs Meer hinaustreiben. (Ein Mädchen wird ja wohl noch träumen dürfen). Ich will nicht, dass meine Nachkommen sich verpflichtet fühlen, sich um ein Grab zu kümmern. Eines meiner liebsten Gedichte ist dieses hier und beschreibt meine Gefühle sehr gut:

 Do not stand at my grave and weep,
I am not there, I do not sleep.
I am a thousand winds that blow.
I am the diamond glint on snow.
I am the sunlight on ripened grain.
I am the gentle autumn rain.
When you wake in the morning hush,
I am the swift, uplifting rush
Of quiet birds in circling flight.
I am the soft starlight at night.
Do not stand at my grave and weep.
I am not there, I do not sleep.
Do not stand at my grave and cry.
I am not there, I did not die!
- Mary Elizabeth Frye -

Die andere Seite ist, dass ich gerne auf Friedhöfen spazieren gehe. Die Ruhe dort, die Bäume, alles was dort wächst und neben dem Tod das Leben, von dem es dort nur so wimmelt. Vögel, Eichhörnchen, Spechte und ab und an eine Maus. Das macht mich froh.

Es mag sicher merkwürdig anhören, aber ich hatte schon immer ein relativ entspanntes Verhältnis zum Tod. Es ist nun mal eine Tatsache, dass das Leben endlich ist. Irgendwann ist halt Schluss und da ich daran nichts ändern kann – auch nicht will – und nicht weiß wann es geschieht, sehe ich keine Veranlassung großes Bohai darum zu machen. Was nicht bedeutet, dass es mich nicht schwer treffen würde, wenn eine oder einer meiner Liebsten stürbe. Das nicht. Meines eigenen Todes bin ich mir bewusst und habe davor keine Angst. Bedenken habe ich, was den Sterbeprozess betrifft. Daher habe ich eine Patientenverfügung, die ich laufend auf den neusten Stand bringe.

Ehrlich gesagt bin ich ein wenig neugierig was danach kommt, ob das Jenseits, die andere Seite oder wie immer man es nennen will, meinen Vorstellungen entspricht. Ein neues Abenteuer. Das Schöne ist, sollte es keine Weiterexistenz nach dem Tod geben, kann ich nicht enttäuscht werden, weil ich es ja nicht erfahren werde.

September: Farbfülle

Gestern war ich auf Recherche Tour für das neue Buch in der Moorteichwiese. Es war eine schöne Runde und die vielen Farben haben meiner Seele sehr gut getan. Orange, braun, sattes Grün, das sind meine Farben. Zu dieser Jahreszeit ist es, als wenn die Natur noch einmal alles raushaut und uns bis zum Rand mit ihrer Fülle überschütten will, bevor es grau und dunkel wird.

Und Früchte gibt es zur Zeit. Alle die, die ich besonders mag. Trauben, Äpfel, Birnen und Zwetschgen. Ach es ist eine Pracht.

Pilzzeit ist auch. Doch, obwohl ich Pilze gerne esse, muss ich da passen. Selbstsammeln ist da so gar nicht meines. Aber ich freue mich, wo immer ich ihnen begegne.

Im Großen und Ganzen geht es mir recht gut, auch wenn mich einige familiäre Sorgen drücken, an denen ich nichts ändern kann.

Ich wünsche eine schöne Woche.

Ein weiterer schöner Tag

Es soll heute warm werden. Meinetwegen muss das nicht. Lauwarm reicht völlig. Aber es ist schon fein, dass mit blauen Himmel und der Möglichkeit draußen zu sitzen zu rechnen ist, denn meine Tochter und eine meiner Enkelinnen wollen zu Besuch kommen. Einen Zwetschgenkuchen habe ich schon gebacken. Das machen Großmütter wohl so, wenn die Gören kommen. Meine zumindest taten es.

Doch obwohl es scheinbar noch immer Sommer ist, wird farblich deutlich herbstlicher. Farben die mir sehr gefallen, die ich auch, neben dem fröhlichen schwarz, gerne trage.

Heute werden wir den Tag also in Haus und Garten genießen. Morgen will ich mich auf Recherche Tour machen, wohin weiß ich noch nicht.

Stuhl gefunden und Zwiebelkuchen gebacken

Gestern habe ich diesen wundervollen Stuhl gefunden. Sogar die Polsterung ist noch völlig okay. atürlich habe ich ihn sofort mitgenommen, saubergemacht und mit Leinöl eingeölt. Die Polsterung wurde gut ausgebürstet und nun habe ich einen feinen Stuhl und kann einen von den abgerockten rausschmeissen.

Ansonsten war es ein ruhiger Tag. Zum Abendessen gab es Zwiebelkuchen. Sehr lecker. Das Rezept ist im Jahreskreis-Buch vorhanden.

Soviel Neues gibt es nicht zu berichten. Die neue Buchidee ist am rumoren und treibt mich gerade sehr um. Das ist natürlich gut.

Heute geht es einkaufen, denn ich muss mich vorbereiten, am Wochenende kommen die Kinder. Ich freue mich so.

Sonne genießen

Es ist nicht zu warm und immer bevor die Sonne zu intensiv wird, schieben sich Wolken vor sie. Unter solchen Umständen kann ich die Sonne gut genießen. Also habe ich mir meinen Wollkorb – genauer gesagt, einen meiner Wollkörbe – geschnappt und mich ein wenig auf die Terrasse gesetzt. Während ich so vor mich hingestrickt habe, waren meine Gedanken immer mal wieder bei meinem neuen Buchprojekt. Für die nächsten Wochen habe ich mir einige Touren in der Stadt zurecht gelegt, zu Plätzen an denen ich lange nicht wahr und die mich immer berührt haben.

Ich bin nicht so wirklich viel im Internet dieser Tage. Sondern bin gerne in Gedanken, Wolle und in der Küche unterwegs. Nach wie vor blogge ich mit Freuden und an Regentagen gucke ich auch gerne mal ein wenig bei Youtube längs; die a-sozialen Netzwerke allerdings reizen mich immer weniger. Dort bin ich eigentlich nur noch, wegen der Buchbesprechungen.

Heute musste ich denn auch noch ein wenig Technik basteln. Ich brauche einfach einen größeren Bildschirm, obwohl ich gestehen muss, dass es mich ärgert. Denn das Arbeiten am Laptop und die damit verbundene Beweglichkeit haben mir immer gefallen. Doch Bildbearbeitung und Korrekturlesen hat so einfach keinen Zweck damit. Also Rückkehr zu externer Tastatur und zu Monitor.

Zum Glück musste ja nichts neu angeschafft werden, Viktor hatte da noch was übrig.

Die letzte Augustwoche

Schon die letzte Augustwoche. Dieses geht wirklich mich Riesenschritten vorbei. Der We’Moon 2026 ist auch schon da. Ich freue mich so darüber. Es ist so ein feines Project. Frauen aus aller Welt sind daran beteiligt. Viele Texte, Jahreshoroskop, die Festtage auch lunar und so weiter. Vor allem auch, wunderfeine Bilder. Leider gibt es ihn nur auf englisch.

Wie immer nach dem Wochenende wird es Zeit neues Brot für die Woche zu backen. Diesmal wird es ein Dinkel-Sonnenblumkern-Chilli-Brot. Ist mir heute Morgen einfach mal so eingefallen, also habe ich den Teig schon mal bestreut. Geleich noch mal kneten und dann ab in den Ofen.

Da ja auf das Brot auch was drauf soll, habe ich einen, wie ich es nenne Gemüsetartar gemacht. Dieser ist aus Papria, Gurke, Zwiebel und Apfel. Darüber mein Hausdressing und gut durchmischen.

Das Sikil Pak von neulich ist nun alle und war ein voller Erfolg. Das werde ich zum Wochenende neu machen. Sikil Pak wird für mich zu einer echten Alternative zu Leberwurst und Co.

So langsam tauche ich wieder aus meinem vor mich hinpuzzeln auf. Seit heute schreibe ich wieder am nächsten Buch. Es geht wieder um Druidcraft, aber diesmal gezielter um die Energie in der Stadt und wie man damit arbeiten kann.

Kaffee de Luxe

Im Großen und Ganzen habe ich keinen ausgeprägten Hang zum Luxus. Was Kaffee betrifft allerdings schon. Der muss frisch gemahlen sein und am liebsten aus der French Press. Diese gigantischen Kaffeemaschinen mit Mahlwerk, die ein Vermögen kosten und viel Wartung, sind nichts für mich. Bis vor kurzem hatte ich allerdings eine elektrische Kaffeemühle, war aber nie wirklich zufrieden damit. Jedenfalls hatte ich Viktor bereits informiert, dass ich gerne wieder eine Handmühle hätte, allerdings eine Gute und nicht irgendein Billigteil. Er hatte zugestimmt, mir eine zum Geburtstag im Dezember zu schenken. Nun hat vor einigen Tagen meine elektrische die Grätsche gemacht und das Geschenk musste früher her. Ich freue mich so. Heute Morgen gab es den ersten von Hand gemahlenen Kaffee. Ein wenig muss ich noch am Mahlgrad basteln, der war doch ein wenig zu grob eingestellt. Aber das ist eine Kleinigkeit.

Heute nachmittag habe ich mal ein neues Sockenbündchen versucht. Ich finde dass sieht sehr niedlich aus. Die Socken sollen rot/schwarz werden. Ein wenig spooky. Wahrscheinlich für die Gören. Aber ich könnte sie mir auch sehr gut für mich vorstellen.

Es ist deutlich kühler geworden und wenn die Sonne verdeckt ist, lädt es nicht wirklich zum Draußensitzen ein. Aber ein wenig habe ich mich doch auf die Terrasse begeben. Doch nun wird es Zeit sich ums Abendessen zu kümmern, danach werde ich mich in mein Bett verziehen und Stricken. Ich wünsche allen ein frohes Wochenende.

Ein Sommersonntag

Wir haben lange geschlafen und entsprechend spät gefrühstückt. Es ist herrliches Wetter und auch wenn es sehr warm ist, so habe ich mich doch nach draußen gesetzt. Habe Tagebuch unter der Kastanie geschrieben und ein wenig auf der Terrasse gesessen und gestrickt, während Viktor unter dem Holunder saß und Gitarre spielte.

Plötzlich überkam mich so ein Schauer von Dankbarkeit. Wir sind finanziell gesehen, nicht besonders gut aufgestellt, aber wir haben so viel. Berufe die wir lieben, einen Garten und einander. Da ist so viel Lachen.

Es gab einmal eine Zeit in meinem Leben, da wollte ich nicht mehr. Damals hatte ich jede Hoffnung verloren, dass es jemals gut werden kann. Körper und Seele waren schwer angeschlagen und wenn ich einmal lachte, hatte selbst das etwas verzweifeltes. Damals wollte ich nicht mehr leben und eigentlich hat mich nur die Wut gerettet. Denn unterkriegen lassen wollte ich mich auch nicht. Es hat sich gelohnt, die nötigen Veränderungen nach und nach anzugehen, die Menschen aus meinem Leben zu entfernen, die mir nicht gut taten und das zu machen, was ich schon immer machen wollte: Schreiben!

Als ich vor fast 22 Jahren in dieses Haus gezogen bin, nach der Trennung von Ehemann No. 2, wollte ich keine neue Beziehung. Ich hatte für mich beschlossen, dass ich nicht beziehungsfähig sei und wollte nur noch meine Ruhe. Damals habe ich gedacht, der Mann, mit dem du auskommen kannst, also einer der sich nicht von einer unabhängigen Frau bedroht fühlt, der sich für Politik, Kunst und Paganismus interessiert, gibt es eh nicht. Gab es, er wohnte ein Stockwerk über mir. Er hatte übrigens ähnliches für sich beschlossen. Wir sind beide sehr glücklich, dass es anders gekommen ist.

Ach ja, Kochen und Backen ist ebenfalls ein gemeinsames Interesse. Den Applecrumble gab es gestern bereits, aber es ist noch ein wenig da.

Habt einen schönen Restsonntag!

Behaglich zu Hause – Aber du musst doch mal raus!

Ich gebe es zu: Ich mag es behaglich! Kerzenlicht, Wolle, Bücher, der Garten und mein gemütliches Bett. Sicher, ich gehe auch gerne spazieren oder treffe mich so dann und wann mit Freunden, aber ich gehöre nicht zu denen, die permanent etwas machen müssen.

Im Gegensatz zu den meisten in meinem Bekanntenkreis, verbringe ich viel Zeit zu Hause und pütschere so vor mich hin. Komischerweise werde ich immer wieder gefragt, ob ich denn nicht das Gefühl habe etwas zu verpassen. Nee, habe ich nicht! Im Gegenteil, ich nehme sehr intensiv wahr, was um mich herum geschieht.

Vielleicht vermisse ich das Außen nicht so sehr, weil ich ja oft genug in anderen Gefilden unterwegs bin. Einmal durch das Schamanische Reisen, aber eben auch durch das Schreiben.

Eine Freundin meinte neulich, ich würde nur nicht rausgehen, weil ich halt so nerdig wäre. Das kann natürlich sein, aber ich sehe auch keinen Sinn darin dauernd irgendwo hin zu eilen. Krokussblütenfest in Heide, Public Viewing von La Traviata und fürs Wochenende mal eben an die Nordsee. Das ist anstrengend! Besagte Freundin meint, ich müsse mich einfach mal überwinden. Doch warum sollte ich? Besser gesagt, würde ich vielleicht auch, wenn mir etwas fehlte. Was es ja aber nicht tut.

Ich finde es übrigens sehr spannend, dass mir, und anderen die ähnlich drauf sind, gerne mal gesagt wird, dass sie sich einfach aufmachen müssen, unter Leute gehen. Dass es nicht normal ist, so viel für sich zu sein! Ich empfinde das als übergriffig. Ich sage solch emsigen Leuten, mit Hummeln im Mors, doch auch nicht, dass sie einfach mal mit dem Hintern zu Hause bleiben und sich für eine Weile selbst aushalten sollen.

Farbfreude, Selbermachen und Nachdenken

Vor einigen Wochen habe ich wunderschöne rote Sockenwolle entdeckt und gekauft. Denn, keine Ahnung warum, zu Jul (ich weiß ist noch lange hin) brauche ich rote Socken. Warum eigentlich? Egal, jedenfalls habe ich die Wolle gekauft und schon mal angefangen zu stricken, damit für die Julzeit gerüstet bin. Ich finde sie sind recht schick geworden, obwohl ich mich bei dem Halbpatent versetzt an der Ferse mal verhaspelt habe. Irgendwie sehe ich nicht mehr so gut und brauche eine neue Brille.

Ich denke viel über den Prozess des machens nach. Sei es das Brot, dass ich seit 12 Jahren selbst backe, oder die Strick- und Häkelsachen. Alleine das Machen, also das mit den Händen arbeiten, macht mir große Freude. Überhaupt stelle ich seit einiger Zeit fest, dass ich mich mehr und mehr aus den sozialen Medien, nein nicht verabschiede, aber zurückziehe. Der Rechner ist in der Regel um spätens 18:00 zu. Seit nun fast einem Jahr habe ich auch keine W-Lan Verbindung mehr. Was mir sehr gefällt. Muss man erst ein Kabel einstecken fällt es schwer, noch mal eben kurz zu googeln wie die Hauptstadt von Puerto Rico heißt oder ob es Brokkoli im Angebot gibt.

Heute sind also die Socken fertig geworden und nun kann ich einen Sophie Scarf anfangen. Ich möchte einige kleinere Teile stricken, denn die nächsten Geburtstage und Festivitäten stehen an.

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