Nachdenklich
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Es wird leichter

So, nun bin ich zu einer Entscheidung gelangt und mir ist leichter ums Herz. Gestern schrieb ich ja darüber, dass eine Veränderung ansteht, ich mich aber, obwohl ich die Notwendigkeit sehe, dagegen sträube eine Entscheidung zu treffen. Heute habe ich mich durchgerungen. In gewisser Weise hängt es auch mit dem heutigen Jahrestag zusammen. Viktor und ich sind heute 22 Jahre zusammen und für mich, ich hoffe auch für ihn, waren es die glücklichsten meines Lebens. Ich hatte nicht nur jemanden an meiner Seite, der viele meiner Interessen teilte, sondern auch jemanden, der meinen Wunsch zu schreiben verstand und ihn unterstützte. Das weitete sich mehr und mehr aus und irgendwann war es nicht mehr nur Schreiben, sondern eben auch, Buchsatz für andere Auor:innen, Herausgeben von Anthologien. Wie gesagt, ich mache halt was mit Büchern und das will ich in gewisser Weise auch weiter. Allerdings werde ich keine Bücher mehr schreiben und nachdem die Bücher, für die ich meine Mitarbeit zugesagt habe, fertig sind, werde ich ein Jahr Pause machen. Vielleicht habe ich danach wieder Lust etwas zu machen, vielleicht auch nicht. Ich schrieb ja bereits, dass meine Gesundheit in letzter Zeit nicht die Beste war und ich mich da um einiges kümmern muss. Interessanterweise meldete sich immer ein Zipperlein, wenn ich mich ernsthaft an den Roman machte. Dann ist da noch das Gefühl, dass sich etwas Neues anbahnt, ich weiß nicht was, nur dass es an der Zeit ist, Platz zu machen und dem was kommen will Raum zu geben.

Ganz sicher werde ich weiter bloggen und auch Rezensionen schreiben. Heute habe ich zwei Bücher, die auf meiner Liste standen aus der Bib geholt. Simon Mason, wurde mir von einer Leserin dieses Blogs empfohlen, danke Anja. Von Yesteryear habe ich in einem Buchpodcast gehört und war sofort getriggert. Die Podcasterin hatte mich mit dem Satz, dass es das erste Buch wäre, in dem sie nicht einzige Person mochte. Das klingt doch verlockend. Jedenfalls freue ich mich aufs Lesen.
Eine Rezension habe ich heute auch schon geschrieben und zwar zu Wildwandler – Das Reich unter den Wurzeln.
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Der Garten und das Schreiben

Heute Morgen habe ich die erste Wanne bepflanzt. Zum Glück stehe ich zur Zeit sehr früh auf und da dachte ich. Die Gelegenheit ist günstig. Es sind alles Pflanzen, die ich auf dem Beet hatte, die dort aber zu eng standen und, hätte ich die Wanne nicht bekommen, in Töpfe gewandert wären.

Auch die ersten Teekräuter habe ich bereits geerntet. Fast ein wenig spät. Aber nun ja, ich bin nicht wirklich perfekt im Gärtnern. Wird aber mit jedem Jahr besser. Mit den Teekräutern geht es nachher weiter. In drei Wochen kommen diw Kinder und die sollen schon mal, die erste Mischung mitbekommen.

Trotz der Wärme und was politisch so los ist, erlebe ich gerade eine schöne Zeit. Das hat auch viel mit dem Garten zu tun. Beim Herumpuzzeln, Planen und Fotografieren komme ich zur Ruhe. Hier kann ich durchatmen, mich mit dem Verbinden was wichtig ist und komme so mit dem Wahnsinn der Welt besser zurecht. Es ist auch interessant, wie das in der Erde buddeln, die Finger schmutzig kriegen und so, mit dem Schreiben beeinflusst. Wenn ich hänge kann ich hier sortieren.
Morgens setze ich mich mit einem Kaffee und den Tarotkarten nach draußen und nachdem ich meine Tageskarten gezogen habe, meditiere ich ein wenig darüber und schreibe mein Tagebuch. Es sind nicht die großen Rituale, sondern eher die täglichen kleinen Zeiträume, in denen ich mir meine Verbindung zu allem um mich herum bewusst mache.
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Aufgeschobene Pläne

Nachdem ich mich Tage gemopst und Pläne geschmiedet und verworfen habe, habe ich mir einen Spaziergang am Wasser gegönnt, um meinen Kopf und meine Laune klar zu kriegen. Ich muss anscheinend akzeptieren, dass es für mich keine Unabhängigkeit vom Amt geben wird. Ob das Schreiben oder das Tarot, nichts wird genug einbringen. Wieder Beratungen anzubieten, hatte ich ernsthaft erwogen, doch ich erinnere mich auch, wo es das letzte Mal geendet ist. In einem Totalzusammenbruch! Damals habe ich mir geschworen, nie wieder Tarotberatungen zu machen, wenn es bedeutet, dass ich auf das Geld angewiesen bin. Das ging damals nicht gut, weil ich oft genug Termine angenommen habe, wenn ich wusste, dass es über meine Kräfte gehen wird. Die andere Sache ist, dass sich soviel verändert hat in dem Bereich. Immer mehr findet im Netz statt und das ist nicht meines. Überhaupt richte ich mir gerade ein sehr viel analogeres Leben ein. Sicher, ich werde weiter bloggen, doch meine Socialmedia Präsenz wird sich auf Buchvorstellungen und so reduzieren.

Der Spaziergang und das Meditieren mit dem Nadelrochten hat mir sehr gut getan. Irgendwie wurde mir auf einmal klar, dass ich mich nicht schuldig fühlen muss, weil ich nicht so belastbar bin wie viele andere. Wenn ich gut aufpasse, gewisse Grenzen nicht zu überschreiten, geht es mir sogar recht gut. Doch ein Schritt über die Linie und das war es. Auch die Idee mit einem Bücherpodcast habe ich verworfen. Wie gesagt, mein Leben wird analoger.
Habt einen schönen Restsonntag.
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Sommerschlaf

Der Fächer ist zur Zeit mein ständiger Begleiter. Sommer ist nichts für mich! Meiner Natur nach, bin ich eher eine Frühling-, Herbst-,Winter-, alles über 23 ° muss nicht-Frau. Dabei haben wir es hier oben, gemessen an Süddeutschland und Südeuropa, noch recht moderat. Egal, mir ist es zu heiß, ich überlege ernsthaft in Sommerschlaf zu gehen. Wenn die Temperaturen wieder vernünftiger werden, steh ich wieder auf. Ach ja, und wenn noch jemand meint, es ist ja schon immer mal sehr heiß gewesen und die Klimaforschung spinnt … Nimm deine BILD-Zeitung und mach dich vom Acker. Wir können uns natürlich weiter einreden, dass alles schon immer so war oder der Tatsache ins Auge sehen, dass wir gerade mit Volldampf dabei sind, die Zukunft zukünftiger Generationen auf diesem Planeten zu verspielen. Vor allem die Ärmsten wird es treffen. Aber das stört die, die was ändern könnten ja nicht. Im Gegenteil, die Merzens, Söders, Spahns und Trumps mit ihren ewig gestrigen Ideen vom unendlichen Wachstum, sorgen sich ja um Menschen außerhalb ihrer Blase einen Dreck.

Man merkt vielleicht, dass ich gerade ein wenig verdrossen bin und das nicht nur wegen des Wetters und unserer Reagierenden. Warum genau meine Stimmung so im Keller ist, weiß ich gar nicht so genau. Vielleicht bin ich einfach mit der Gesamtsituation unzufrieden. Ich leg mich mal ein wenig tun und nimm übel.
Ach ja, neulich habe ich diese sehr feine FunFacts Folge mit Horst Evers gesehen. Es geht darum, dass ein kostenloser ÖPNV machbar ist. Das wäre schon mal ein richtiger Schritt in die Richtung, Städte autofreier zu bekommen, Persönlich denke ich schon lange, dass autofreie Städte längst überfällig sind. Natürlich brauchte man dazu einen funktionierenden ÖPNV und kostenfrei wäre noch feiner.
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Bewegung und Ruhe

Nicht nur für Viktor ist es gut, wieder mehr Bewegung im Alltag zu haben, auch für mich. Ich habe seit einigen Wochen ziemliche Schmerzen im Knie- und Hüftgelenk meines linken Beines. Die letzten Tage ist es immer schlimmer gworden. Heute morgen habe beschlossen, dass es so nicht weitergeht und die Yogamatten herausgeholt. Drei Jahre ist es her, dass ich regelmäßig morgens yogiert habe und damals ging es recht flott und geschmeidig. Das heute Morgen, war eine traurige Veranstaltung, die aber auch zeigte, dass es dringend nötig ist, etwas zu tun. Da es heute wieder sehr warm werden soll, haben wir auch gleich noch einen Spaziergang vor dem Frühstück absolviert. Auch das, sagen wir mal so, ging schon zügiger.

Wieder beweglicher werden, steht nun also ganz weit oben auf meiner ToDo-Liste. Aber es gilt auch ein Gleichgewicht zu finden zwischen Bewegung und Ruhe. Ich habe die Neigung zu Extremen. Das ist nicht gut. Daher mag ich Yoga sehr. Erst Bewegung, danach Pranayama und Medition. Ideal. Wenn es nur nicht so mühsam wäre, da wieder reinzukommen.

Den Körper in Bewegung zu bringen, hat wohl auch die Schreibareale in meinem Gehirn auf Trapp gebracht. Das erste Mal seit Viktor letzten Zusammenbruch, habe ich heute wieder geschrieben. Nicht besonders viel, aber immerhin. Ich hoffe, dass sich bald alles so beruhigt, dass ich wieder in einen Arbeitsrhytmus finde.
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Angeschlagen

Dieses Jahr hat es wirklich in sich. Es ist noch nicht einmal halb herum und ich bin komplett erschöpft. Ich tue, was getan werden muss, aber oft in so einem Zombie-Modus. Viktor geht es zwar besser, aber ihn hat es natürlich noch mehr gebeutelt, als mich. Gestern hatte er Geburtstag. Kein Besuch – wollte er nicht, sondern nur wir beide. Es war ein schöner Tag, über den aber auch so eine leichte Wehmut lag. So ein Bewusstsein, dass der letzte Geburtstag näher rückt. Dass es vielleicht der letzte sein könnte. Ist natürlich Quatsch, es könnte immer der letzte sein, egal wie alt man ist. Leben ist nun mal lebensgefährlich.

Am Donnerstag waren wir beim heilkundigen Manne, der sich den Arztbrief aus dem Krankenhaus angesehen hat und uns einige gute Empfehlungen gegeben hat. Medikamente hält er nicht für nötig, aber einiges an Ernährungsumstellung und ja, so traurig es ist, auch einiges an unserem Alltag. So wird Viktor sich von seiner Ofenheizung verabschieden müssen, wird nicht mehr an ganz so vielen Aktivitäten in Sachen Weltrettung teilnehmen können, aber weiter Musik machen kann er und wir können spazierengehen, lesen, miteinanderreden und unser Zusammensein genießen. Um den Zustand der Welt, muss sich halt mal jemand anders kümmern … vielleicht mal die, die noch lange in ihr leben werden.
Ab Morgen werde ich wohl wieder am Schreibtisch sein. Die letzten Tage ging es hier zu unruhig zu und ich hatte auch einfach nicht die Kraft. Doch nun haben wir einen Plan erstellt, was getan werden muss, damit die nötigen Änderungen in Viktors Wohnung losgehen können und der ist so, dass genug Raum für mich zum Arbeiten bleibt.
Habt schöne Was-auch-immer-ihr-feiert-Tage
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Gerade alles ein wenig viel

Nachdem es einige Tage recht ruhig war, ist nun genau andersherum. Viktor hatte einen weiteren dieser merkwürdigen Anfälle und war wieder über Nacht in der Klinik. Als wir nach Hause kamen, war hier die Hölle los. Ich habe keine Lust die Einzelheiten zu schildern, jedenfalls werden die Wohnungen die noch Ofenheizung haben, wohl zukünftig darauf verzichten müssen. Der Schornsteinfeger hat sie stillgelegt. Nun sollen Heizungen eingebaut werden. Was bedeutet, wir müssen Viktors Zimmer räumen, damit dort gewerkelt werden kann. Ich hatte ja schon mal erwähnt, dass er ein Messi ist und sich von nichts trennen kann.

Doch nun ist es nötig, wenn Viktor hier weiter wohnen bleiben soll. Ich plädiere ja schon lange dafür, dass er eine Heizung kriegt. Er ist nicht mehr der Jüngste und ewig wird er die Plackerei mit dem Holz nicht mehr schaffen und so, wie es gesundheitlich bei ihm aussieht, schon mal gleich gar nicht. Wir haben gerade keine schöne Zeit. Er wirkt so verletzlich und so müde. Erst einmal habe ich uns beiden Ruhe und frische Luft verordnet. Vorhin sind wir eine kleine Runde spazieren gewesen. Eine klitzekleine Runde und er ist komplett erschöpft und schläft nun erst einmal. Samstag hat er Geburtstag, da wird er 73 und ich hoffe so, dass er sich berappelt und wenigstens einen Teil seiner Musiksachen weitermachen kann. Gerade bin ich nicht sehr zuversichtlich.
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Botanischer Garten – April 2026

Die Welt wird wieder bunt und das tut der Seele gut. Heute habe ich es endlich in den Botanischen Garten an der CAU geschafft. Gibt nichts Besseres, als sich mit dem einen oder anderen Baum zu unterhalten, um die Welt wieder ins Gleichgewicht zu bekommen. Ich war ja die letzten beiden Wochen destabilisiert und hatte es schwer mich wieder zu berappeln. Der heutige Ausflug hat einiges dazu beigetragen, wieder ein wenig zuversichtlicher in die Welt zu gucken.

Viktor und ich sind uns einig, dass wir in nächster Zeit öfter mal einen Ausflug machen werden. Die letzten Ereignisse haben uns sehr bewusst gemacht, wie wichtig es ist die Zeit, die man zusammen hat, zu nutzen.

Auf dem Rückweg war ich auch gleich einkaufen, weil ich dachte, dass es morgen zu voll wird. Das dachten anscheinend viele, aber nun habe ich schon mal einiges, bis auf die frischen Sachen zumindest, im Haus.
Morgen ist erst einmal Haushaltstag und Samstag geht es zum Ostermarsch. Ich hoffe, dass sich viele einfinden, was diese verrückte Welt braucht ist Frieden. Der Rest findet sich dann schon.
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Gibt es Eremitismus

Heute Morgen beim Tageskarten ziehen, erschien er: 9 – The Hooded Man (im klassischen Tarot Der Eremit) und das denn auch noch in Verbindung mit Fehu, die Rune der Fülle. Als ich die Karte zog, war ich sofort am Strahlen, denn manchmal glaube ich, dass ich Eremitismus habe. Sicher ich treffe mich manchmal mit Leuten, bekomme Besuch, habe einen Partner (der eine eigene Wohnung hat), aber immer wenn ich unter Menschen bin, kommt ab einem gewissen Punkt die Sehnsucht nach dem Alleinesein auf. Dass mein Freundeskreis sich recht stabil hält liegt daran, dass die guten Leutchen sich immer mal melden und verstehen, dass mein oftmals langes Schweigen nicht böse gemeint ist.

Dabei habe ich nie das Gefühl, dass ich nicht genügend von der Welt mitbekomme, obwohl ich auch nur sehr dosiert in den a-sozialen Netzwerken unterwegs bin. Aber vielleicht erfahre ich ja soviel und fühle mich nie einsam, weil ich mich gerne mit so Typen, wie der Krähe auf dem Foto, unterhalte. Die haben immer interessantes zu berichten.
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Und immer wieder ans Wasser

Es gibt so Orte an denen ich immer wieder bin. Sie ziehen mich zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter an. Auf dem Foto ist so ein Ort zu sehen. Das kuriose ist, dass es dort eine Menge gibt, was ich nicht so mag. Es ist das Fördeufer am Kieler Landtag und so mit wimmelt es dort eigentlich ständig von Menschen … nun ja, und mir, obwohl ich eigentlich einsamere Orte vorziehe. Dort jedoch scheine ich mich aus irgendeinem Grund wohlzufühlen.

Heute war ich auch dort, allerdings nicht bei idealen Wetter, aber ich mag dieses Herbstlicht und den Dramahimmel.

Gerade in diesem Grau knallt das Laub in seinem braunrot besonders. Herbst scheint mehr und mehr meine Zeit zu sein.
Alles Liebe






















