Nachdenklich
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Gibt es Eremitismus

Heute Morgen beim Tageskarten ziehen, erschien er: 9 – The Hooded Man (im klassischen Tarot Der Eremit) und das denn auch noch in Verbindung mit Fehu, die Rune der Fülle. Als ich die Karte zog, war ich sofort am Strahlen, denn manchmal glaube ich, dass ich Eremitismus habe. Sicher ich treffe mich manchmal mit Leuten, bekomme Besuch, habe einen Partner (der eine eigene Wohnung hat), aber immer wenn ich unter Menschen bin, kommt ab einem gewissen Punkt die Sehnsucht nach dem Alleinesein auf. Dass mein Freundeskreis sich recht stabil hält liegt daran, dass die guten Leutchen sich immer mal melden und verstehen, dass mein oftmals langes Schweigen nicht böse gemeint ist.

Dabei habe ich nie das Gefühl, dass ich nicht genügend von der Welt mitbekomme, obwohl ich auch nur sehr dosiert in den a-sozialen Netzwerken unterwegs bin. Aber vielleicht erfahre ich ja soviel und fühle mich nie einsam, weil ich mich gerne mit so Typen, wie der Krähe auf dem Foto, unterhalte. Die haben immer interessantes zu berichten.
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Und immer wieder ans Wasser

Es gibt so Orte an denen ich immer wieder bin. Sie ziehen mich zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter an. Auf dem Foto ist so ein Ort zu sehen. Das kuriose ist, dass es dort eine Menge gibt, was ich nicht so mag. Es ist das Fördeufer am Kieler Landtag und so mit wimmelt es dort eigentlich ständig von Menschen … nun ja, und mir, obwohl ich eigentlich einsamere Orte vorziehe. Dort jedoch scheine ich mich aus irgendeinem Grund wohlzufühlen.

Heute war ich auch dort, allerdings nicht bei idealen Wetter, aber ich mag dieses Herbstlicht und den Dramahimmel.

Gerade in diesem Grau knallt das Laub in seinem braunrot besonders. Herbst scheint mehr und mehr meine Zeit zu sein.
Alles Liebe
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Herbstgedanken & Raunachtspläne

Die letzten Tage habe ich viel Zeit im Garten verbracht und angefangen diesen winterfest zu machen. Es waren so schöne sonnige Tage und ich habe es sehr genossen, so vor mich hinzupuzzeln.

Gleichzeitig geht es deutlich nach innen. Abschied liegt in der Luft. Alles was ich draußen mache, scheint mir besonders wichtig und wertvoll, denn ich weiß ja, dass es auf den Winter zu geht und dass die Raunächte anstehen. Jedenfalls für mich werden sie das. Denn ich werde sie wieder vom 31.10. – 21.12 begehen. Ein Krafttier hat sich bereits gezeigt und ein Thema auch. Die Entscheidung nicht mehr weiter zu schreiben, genauer gesagt, nicht mehr belletristisch zu schreiben und zu veröffentlichen, ist bereits gefallen. Wie es mit spirituellen Themen weitergeht, weiß ich noch nicht so genau, vielleicht bleibt es da beim bloggen. Ich bin schon seit einigen Wochen dabei mein Leben analoger zu gestalten. Das ist mir sehr wichtig. Das analoge Leben ist in der Sommerzeit einfach, denn im Garten ist immer was zu tun. Im Winter ist es schwerer sich vom Bildschirm zu lösen. Da ist es wichtig sich im Vorwege Gedanken zu machen, wie ich mir die Zeit vertreiben werde. Das wird also ein Raunachtsthema sein.

Was ich ganz sicher wieder vermehrt und länger machen werde ist spazierengehen. Dabei kannman so wundervoll denken. Es kann auch durchaus auf die eine oder andere Städtetour hinauslaufen. Wir werden sehen.
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Noch 30 Tage bis Samhain und dann in die alterntiven Raunächte

Bereits der 01.Oktober und es ist nicht mehr lange und wir haben Samhain. Danach geht es denn für mich in die Raunächte. Mein Krafttier hat sich bereits gezeigt. Darüber schrieb ich bereits im letzten Beitrag.

Diesmal begleitet mich also der Seehund. Zum Glück gibt es hier ein Seehundbecken und da kann ich ein wenig beobachten. Am Sonntag war ich dort und als ich ihnen so beim Schwimmen zusah, dachte ich daran, wie sehr ich das Schwimmen vermisse. Ich bin dieses Jahr nicht einmal im Wasser gewesen. Das muss wieder anders werden.

Auch wenn noch einges blüht und die Sonne scheint, so ist es doch kühl geworden und seit einigen Tagen habe ich die Heizung angestellt.

Mir geht gerade vieles durch den Kopf. Zum Beispiel auch, ob ich dieses Jahr überhaupt die Raunächte begehen will. Mir war gerade so nach Leichtigkeit, mal nicht tief eintauchen, einfach mal sein. Im Grunde hatte ich da also bereits mein Thema gefunden. Endlich mal einfach nur sein. Das war wohl schon die erste Lektion des Seehunds. Denn als ich denen so zusah, wie sie schwammen, tauchten und im Wasser rollten, wurde mir bewusst, dass ich nicht nur das Schwimmen, sondern auch die Leichtigkeit und die Verbundenheit mit dem Element Wasser verloren habe. Wie gesagt, dass muss wieder anders werden.
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Happy Mabon

Heute ist also die Herbst Tag- und Nachtgleiche, das 7. Fest im Jahreskreis und das 2. Erntefest. Ich schrieb ja bereits, dass ich mit meinem Mann bereits am Wochenende gefeiert habe. Heute wird es trotzdem noch einen Apfelkuchen geben und einen schönen Spaziergang haben wir auch schon gemacht.

Vor einigen Tagen überkam mich das Gefühl, ich sollte mal fragen, welches Tier mich bis zum Herbst 2026 begleiten will. Ich war denn doch ein wenig überrascht, als der Seehund auftauchte. Ich meine figurmäßig passen wir gut zusammen, aber ansonsten müssen wir uns noch anfreunden. Sicher er steht für Anpassung und Flexibilität, für Gefühle und Träume. Wie gesagt, wir müssen uns näher kommen. Die nächste schamanische Reise geht also zu den Seehunden. Auch wenn ich auf Anhieb nicht weiß, was er mir sagen will, so hatte ich doch das Gefühl das es richtig ist, die Bekanntschaft zu pflegen.

So, nun gehe ich Apfelkuchen essen und spinne ein wenig weiter an meinem Netz. Wie so oft habe ich eine Menge Pläne, doch heute ist noch einmal ein freier Tag.
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Vorbereitungen auf Mabon

Heute war ein richtig schöner Herbsttag. Die Sonne schien und endlich konnte ich mich in den Garten aufmachen. Einiges an Arbeit hatte sich dort angesammelt. Vieles musste zurückgeschnitten werden, die Kastanie hatte bereits reichlich Laub verloren und zwischen den Pflaster spross das Kraut. Nun sieht es wieder recht schick aus. Da ich gerade so in Schwung war, habe ich auch gleich die anderen Mabon-Vorbereitungen angegangen. Es soll Krautflecken geben und so habe ich einen Schmortopf aus Weißkohl, Möhren, Zwiebel und Sonneblumenhack gemacht. Letzteres lag bereits über Nacht in einer Marinade, damit es schön würzig und rauchig ist.

Da ich gerade so in Schwung war, habe ich auch gleich noch die Wohnung geputzt. Morgen muss ich nur noch einen Apfelkuchen backen und einen Marzipanaufstrich fürs Sonntagsfrühstück fertig machen. Wir werden wie gesagt bereits Samstag und Sonntag feiern. Wenn das Wetter hält machen wir einen Ausflug. Wenn es nicht zu einer längeren Strecke einlädt, mache ich einen Schwellengang und eine schamanische Reise zu meinem Krafttier, das mich 2026 begleiten will. Dazu aber morgen mehr.
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Besondere Orte: Friedhöfe

Wie ich schon schrieb, denke ich dieser Tage viel über Stadtenergien nach und über Orte, die ich einerseits genieße und die mir Kraft geben und andererseits, nun nicht direkt Kraft rauben, mich aber irritieren. Friedhöfe sind da ein gutes Beispiel. Persönlich habe ich kein Gefühl für eine gewisse Art Totenkult. Gräber, die aussehen du NaNuNaNa Fillialen und Grabsteine, die sich wie die gelben Seiten lesen, sind mir suspekt. Ich selbst will nach meinem Tod verbrannt und in der Ostsee versenkt werden. Ganz ehrlich gesagt, würde ich gerne auf den Umweg ins Krematorium verzichten und einfach, nach alter Wikingersitte, in einem brennenden Boot aufs Meer hinaustreiben. (Ein Mädchen wird ja wohl noch träumen dürfen). Ich will nicht, dass meine Nachkommen sich verpflichtet fühlen, sich um ein Grab zu kümmern. Eines meiner liebsten Gedichte ist dieses hier und beschreibt meine Gefühle sehr gut:
Do not stand at my grave and weep,
I am not there, I do not sleep.
I am a thousand winds that blow.
I am the diamond glint on snow.
I am the sunlight on ripened grain.
I am the gentle autumn rain.
When you wake in the morning hush,
I am the swift, uplifting rush
Of quiet birds in circling flight.
I am the soft starlight at night.
Do not stand at my grave and weep.
I am not there, I do not sleep.
Do not stand at my grave and cry.
I am not there, I did not die!
- Mary Elizabeth Frye -Die andere Seite ist, dass ich gerne auf Friedhöfen spazieren gehe. Die Ruhe dort, die Bäume, alles was dort wächst und neben dem Tod das Leben, von dem es dort nur so wimmelt. Vögel, Eichhörnchen, Spechte und ab und an eine Maus. Das macht mich froh.

Es mag sicher merkwürdig anhören, aber ich hatte schon immer ein relativ entspanntes Verhältnis zum Tod. Es ist nun mal eine Tatsache, dass das Leben endlich ist. Irgendwann ist halt Schluss und da ich daran nichts ändern kann – auch nicht will – und nicht weiß wann es geschieht, sehe ich keine Veranlassung großes Bohai darum zu machen. Was nicht bedeutet, dass es mich nicht schwer treffen würde, wenn eine oder einer meiner Liebsten stürbe. Das nicht. Meines eigenen Todes bin ich mir bewusst und habe davor keine Angst. Bedenken habe ich, was den Sterbeprozess betrifft. Daher habe ich eine Patientenverfügung, die ich laufend auf den neusten Stand bringe.
Ehrlich gesagt bin ich ein wenig neugierig was danach kommt, ob das Jenseits, die andere Seite oder wie immer man es nennen will, meinen Vorstellungen entspricht. Ein neues Abenteuer. Das Schöne ist, sollte es keine Weiterexistenz nach dem Tod geben, kann ich nicht enttäuscht werden, weil ich es ja nicht erfahren werde.
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September: Farbfülle

Gestern war ich auf Recherche Tour für das neue Buch in der Moorteichwiese. Es war eine schöne Runde und die vielen Farben haben meiner Seele sehr gut getan. Orange, braun, sattes Grün, das sind meine Farben. Zu dieser Jahreszeit ist es, als wenn die Natur noch einmal alles raushaut und uns bis zum Rand mit ihrer Fülle überschütten will, bevor es grau und dunkel wird.

Und Früchte gibt es zur Zeit. Alle die, die ich besonders mag. Trauben, Äpfel, Birnen und Zwetschgen. Ach es ist eine Pracht.

Pilzzeit ist auch. Doch, obwohl ich Pilze gerne esse, muss ich da passen. Selbstsammeln ist da so gar nicht meines. Aber ich freue mich, wo immer ich ihnen begegne.
Im Großen und Ganzen geht es mir recht gut, auch wenn mich einige familiäre Sorgen drücken, an denen ich nichts ändern kann.
Ich wünsche eine schöne Woche.
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Ein weiterer schöner Tag

Es soll heute warm werden. Meinetwegen muss das nicht. Lauwarm reicht völlig. Aber es ist schon fein, dass mit blauen Himmel und der Möglichkeit draußen zu sitzen zu rechnen ist, denn meine Tochter und eine meiner Enkelinnen wollen zu Besuch kommen. Einen Zwetschgenkuchen habe ich schon gebacken. Das machen Großmütter wohl so, wenn die Gören kommen. Meine zumindest taten es.

Doch obwohl es scheinbar noch immer Sommer ist, wird farblich deutlich herbstlicher. Farben die mir sehr gefallen, die ich auch, neben dem fröhlichen schwarz, gerne trage.
Heute werden wir den Tag also in Haus und Garten genießen. Morgen will ich mich auf Recherche Tour machen, wohin weiß ich noch nicht.
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Stuhl gefunden und Zwiebelkuchen gebacken

Gestern habe ich diesen wundervollen Stuhl gefunden. Sogar die Polsterung ist noch völlig okay. atürlich habe ich ihn sofort mitgenommen, saubergemacht und mit Leinöl eingeölt. Die Polsterung wurde gut ausgebürstet und nun habe ich einen feinen Stuhl und kann einen von den abgerockten rausschmeissen.

Ansonsten war es ein ruhiger Tag. Zum Abendessen gab es Zwiebelkuchen. Sehr lecker. Das Rezept ist im Jahreskreis-Buch vorhanden.
Soviel Neues gibt es nicht zu berichten. Die neue Buchidee ist am rumoren und treibt mich gerade sehr um. Das ist natürlich gut.
Heute geht es einkaufen, denn ich muss mich vorbereiten, am Wochenende kommen die Kinder. Ich freue mich so.
















