Mal so
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Langsam

So langsam geht es mir wieder besser. Ich bin immer noch leicht unter Schock und angeschlagen, doch ich beginne mich zu berappeln. Was noch nicht wieder da ist, ist der Drang zum Schreiben. Bisschen bloggen langt mir gerade. Ansonsten stricke ich, was die Wolle hergibt und es tut mir gut.

Mehr Sonne könnte ich gebrauchen, doch es ist sehr gemischt und auch noch sehr kalt, sowie die Sonne weg ist. Ein wenig habe ich schon im Garten gebuddelt und ich will meine monatlichen Besuche im Botanischen Garten wieder aufnehmen. Das ist für Morgen geplant, so das Wetter mitspielt.

Was ein wenig nervt, ich bin noch immer sehr schnell müde und mag morgens nicht wachwerden. Im Gegensatz zum Patienten, der schon wieder voller Elan durch die Gegend hüpft und so tut, als wäre nichts gewesen.
Ich gehe wieder stricken!
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Erschöpft

Nur eine kurze Meldung. Die letzte Woche und die damit verbundenen Auregungen, stecken mir noch sehr in den Knochen. Dazu kommt, dass ich so gar keine Lust auf die nötigen Veränderungen habe, da mir schlciht die Kraft fehlt. Auch wenn es nichts nützt zu klagen: Ich will meinen Alltag wiederhaben!
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Es sprudelt wieder

Gestern hat unser Vermieter den Brunnen angeschlossen. Es sprudelt also wieder. Leider nur da, ich bin immer noch furchtbar erschöpft. Doch das Wochenende habe ich mir noch freigenommen. Einerseits sehne ich mich nach dem Schreiben, andererseits kann ich mich nicht genug konzentrieren. Also muss das warten. Ab Montag will ich wieder arbeiten.

Den Liegestuhl hat Achim mir auch wieder rausgestellt, so habe ich denn einen Leseplatz an der Sonne. Das ist so fein. Ich hoffe es wird ein sonniges Wochenende.
So, nun werde ich mal duschen und dann wird es auch schon Zeit fürs Abendessen. Bis bald und habt es fein.
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Ruhe (hoffentlich)

So, seit gestern Nachmittag ist Viktor wieder zu Hause und ich hoffe so, dass wir langsam ein wenig zur Ruhe kommen. Ich jedenfalls bin nach dem Zirkus der letzten Tage restlos geschafft. Alltag kehrt nun wieder ein. Dazu gehört Brotbacken. Diesmal ist es ein improvisiertes Sodabread geworden. Improvisiert, weil ich keine Buttermich mehr hatte und ich einfach Mandelmilch und für die Säure Zitronensaft genommen habe. Mal sehen, ob es schmeckt.

Auch wenn Viktor wieder zu Hause ist, so ist die Sache noch lange nicht ausgestanden. So ein Anfall kann jederzeit wiederkommen. Das wurde uns in der Klinik klargemacht. Solche Dissoziativen Anfälle scheinen zu zunehmen und nicht nur im Hause Braun.
Heute habe ich mir einen Erholungstag verordnet. Also werde ich jetzt mal den Laptop zu machen und mich mit meinem Strickzeug auf die Terrasse verziehen oder ins Bett, mal sehen, wie kalt es ist.
Danke übrigens für eure lieben Wünsche und Gedanken!
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Auf dem Wege der Besserung

Nee Entwarnung gibt es noch nicht, nur Besserung, was ja schon mal eine Menge ist. Viktor und ich haben heute einen langen Spaziergang gemacht und über so einiges gesprochen. Die Untersuchungen sind nun soweit gemacht. Leider sind sie noch nicht ausgewertet, aber wir hoffen, dass Viktor morgen oder übermorgen rauskommt und dann sehen wir von hier weiter.
Diese dauernden Reise zur Klinik zerren gerade sehr an meiner Substanz und ich bin hundemüde. Daher werde ich hier gleich den Laden dicht machen und zu Bett gehen.

In der Uniklinik läuft alles über Technik und das ist nicht immer einfach. Viktor hat kein Handy, also haben wir heute viel Zeit damit verbracht, herauszubekommen, wie er denn das Telefon nutzen kann. Er ist Handverweigerer, sieht aber ein, dass es vielleicht manchmal doch recht nützlich sein könnte. Nun gut, jedenfalls können wir nun telefonieren und absprechen, wann ich am Besten zu Besuch komme oder, dass ich, falls man ihn entlässt nicht umsonst dort hinfahre. Das beruhigt mich schon ein wenig mehr.
Nun gehe ich aber ins Bett und werde es mir gemütlich machen. Danke für eure lieben Wünsche und Gedanken.
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Worauf ich am Sonntagmorgen gerne verzichtet hätte

Gut hätte ich darauf verzichten können, meinen Mann vollverkabelt an diverse Plinggeräte angeschlossen zu sehen. Nachdem ich morgens um 05:00 den Notarzt rufen musste, weil Viktor eine Art Anfall hatte, ging es in die Notaufnahme. Dort wurde er dann irgendwann wach. Netterweise durfte ich bei ihm bleiben, was man dort eigentlich nicht so gerne sieht. Irgendwann war seine Versorgung dort erledigt und ich hatte mit dem Arzt gesprochen. Die ersten Untersuchungen ergaben: Für einen Mann seines Alters ist er in exzellenter körperlicher Verfassung. Raucht nicht, trinkt nicht, nimmt keine Drogen und lebt ein aktives Leben. Also muss es wohl was neurologisches sein. Ich bin dann erst einmal nach Hause und habe Sachen und Papiere zusammengesammelt. Dann am Nachmittag wieder in die Klinik. Viktor war nun in der Neurologie, noch sehr müde, aber ansonsten wieder fast der Alte. Ein wenig wackelig zu Fuß, aber zu einer normalen Unterhaltung fähig. Nur kann er sich weder an den Anfall, noch an die Fahrt in die Klinik erinnern. Aber daran, dass ich da war und ihm gesagt habe, dass ich am Nachmittag wiederkomme.

Von der Notaufnahme bin ich am Wasser längs zur Bushaltestelle und als die Color Magic einlief, dachte ich daran, dass ich, so schön es aussieht, gerne darauf verzichtet hätte. Denn normalerweise hätte ich ja noch geschlafen.
Bereits am 03.11.25 hatte Viktor eine Episode mit Gedächtnisverlust und Desorientierung. Damals habe den Artikel Wenn plötzlich alles anders ist geschrieben. Damals, als mir aufging, das Viktor nicht nur normal verwirrt war, dachte ich: Das ist der Anfang vom Ende! Diesmal weiß ich, dass egal, ob Viktor wieder gesund wird, körperlich ist er in Topform, sich einiges ändern muss. Grundlegend! Das macht mir Angst.
In meinem vorigen Artikel schrieb ich darüber, dass ich nicht mehr Frustfresse! Gestern gab es denn Stresstest. So eine Situation hätte noch vor einem Jahr eine doppelte Portion Pommes und ein bis zwei Tafeln Schokolade nach sich gezogen. Gestern habe ich nur meine normalen 2 Scheiben Brot zum Frühstück und auch zum Abendbrot gegessen und ein wenig Obst. Wenigstens was!
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Reflexionen und Veränderungen

Chilli ist eine Möglichkeit dem Leben Würze zu verleihen. Eine weitere ist es sich vielseitig zu interessieren, teilzunehmen und wenn Veränderungen nötig sind, diese ohne großes Trara anzugehen. Sie als Abenteuer zu betrachten und nicht als Strafe. Eine der größeren Veränderungen in meinem Leben, war das Ablegen meiner Schutzschicht. Ich meine damit, dass ich mir einen Speckmantel als Schutz angefressen hatte. In meiner schlimmsten Zeit wog ich 165 kg! War ich frustriert, aß ich! Hatte ich Angst, aß ich! Wurde mir bewusst, wie leer meine damalige Beziehung geworden war, aß ich! Eine abendliche Naschschüssel hatte schon mal leicht so um die 10000 Kalorien. Das Ergebnis Bluthochdruck, Asthma und Gelenke die mich kaum noch tragen konnten. Ich beschloss etwas zu verändern und begann mit mehr Bewegung und mehr Obst statt Erdnussflips. Meine ersten Spaziergänge dauerten ungefähr 10 Minuten, heute (und ich bin immer noch stark übergewichtig) laufe ich leicht 2 – 3 Stunden am Stück! Nach einem Vierteljahr konnte ich die Medikamente wegwerfen, war zwar immer noch zu fett, aber soweit den 2. Schritt zu machen. Ich suchte mir eine Arbeit. Mit dem Einkommen war es möglich mir eine eigene Wohnung zu suchen und im nächsten Schritt, mir klar zu werden, was ich wirklich wollte. Zu dem Zeitpunkt wog ich 135 Kg. Und das blieb auch einige Zeit so.
Während ich mir ein neues Leben aufbaute begleitete mich ein Satz:
Ich weiß nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber ich weiß, dass es anders werden muss, damit es gut werden kann.“
Ich habe keine Ahnung, wer diesen Satz zuerst gesagt hat. Wer auch immer es war: Danke! Es war nun beileibe nicht so, dass auf einmal alles bestens war. Zwar lebte ich nun in einer stabilen Beziehung und arbeitete in meinem Traumberuf, aber es gab auch viel Gegenwind und den gibt es auch noch. Schlank war ich immer noch nicht und irgendwann hatte ich mich auf: Wenigstens nicht mehr zunehmen! geeinigt.
Langsam wog ich „nur“ noch 120 kg und machte mir ehrlich gesagt, keinen großen Kopf darum. Der heilkundige Mann hatte ein Auge auf meine Gesundheit und bescheinigte mir, dass alles im grünen Bereich ist. Als ich mit dem Intervallfasten begann, war es nicht so sehr, dass Abnehmen das Hauptziel war. Es sprach mich an und es entprach mir. Ich esse nicht gerne morgens sofort nach dem Aufstehen und zwei Mahlzeiten reichen mir. Die fielen allerdings nach wie vor ziemlich reinlich aus. Doch seit einigen Wochen hat sich wieder etwas verändert. Oft frühstücke ich nur noch und esse abends etwas Obst. Oder, wenn es etwas Warmes gibt, ist meine Portion auf ein Drittel der vorherigen Menge geschrumpft. Neulich war ich seit langem mal wieder auf der Waage und siehe, ich bin bei 115 kg angekommen!
Nun kann man sich natürlich fragen, wie ist das magere Mädchen der Teenagerjahre, jemals so fett geworden: Nun, einmal liegt die Veranlagung dazu in der Familie, aber es gibt auch eine weitere Erklärung: Sexuelle Übergriffe in meiner Lehrzeit (dem Leiter des Einkaufs habe ich den kleinen Finger gebrochen, als er mich über den Schreibtisch drückte), zwei Vergewaltigungen und der eine oder andere Hinweis von Menschen, an die ich mich um Hilfe wandte, mich mal nicht so anzustellen und was ich denn erwarten würde, wenn ich mich so provokativ anzog (Jeans und T-Shirt trug ich in der Regel). Mal ganz zu schweigen von Kommentaren über meine Brüste, meinen Hintern und wie ich wohl zu vögeln wäre. Ich glaube, irgendwann dachte ich, der beste Schutz ist eine ordentliche Speckschicht. Obwohl dachte, würde eine Reflexion voraussetzen, zu der ich damals gar nicht fähig war. Dazu kam noch, dass die Frauen meiner Familie mütterlicherseits, sich etwas in den Mund stopften, wenn sie glaubten schreien zu müssen. Meine Mutter hielt ihr Gewicht mit Abführmitteln und meine Tante hatte ein enges Verhältnis zu ihrer Kloschüssel, besonders nach dem Essen.
Mein Weg fast 50 kg abzunehmen hat über 20 Jahre gedauert. Es war keine Diät, einfach ein Weg auf dem einige Wunden geheilt sind und ich denke, ich werde weiter in meinem Tempo vorangehen.
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Zurück am Schreibtisch

Back to normal. Nachdem ich gestern die ersten 6 Kapitel überarbeitet habe, habe ich heute endlich wieder weitergeschrieben. Man kann ja nicht jeden Tag Möbelrücken, um sich für dem Schreiben zu drücken. Ach es ist schön, dass ich gleich wieder in der Geschichte war. Heute konnte ich draußen arbeiten. Zwichendrin habe ich immer mal durch den Garten geguckt, in dem es fein grünet und blühet. Jedenfalls wird es langsam farbig.

Jeden Tag lässt sich etwas Neues entdecken. Morgens gehe ich gleich als erstes durch den Garten und freue mich.
Endlich habe ich auch die fällige Rezension zu „Der Mord an Maschinenmeister Roolfsen – der (wohl) älteste Krimi der Welt von Maurits Christopher Hansen“ geschrieben. Ein feines Buch. Wie gut es mir gefallen hat, könnt ihr hier lesen:
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Prokrastinieren durch Möbelrücken

Gestern überkam es mich. Dort wo jetzt dieses feine alte Küffenbuffett steht, stand voher ein Stahlregal, in dem es immer, egal wie oft ich es aufgeräumt habe, rumpelig aussah. Das wollte ich schon lange austauschen, fand nur nicht passendes oder wenn, denn in einer Preislage, die ich mir nicht leisten kann. In Viktors Wohnung stand schon lange das Küchenbuffett auf dem Foto, nur stand es neben einem weiteren Schrankteil, von dem ich immer glaube, dass es fest an den Schrank montiert wäre. Damit wäre es für den Platz zu breit gewesen. Doch es zeigte sich, dass man die Schränke trennen kann. Da sind wir nur nie drauf gekommen. Wieso wir gestern erleuchtet wurden, keine Ahnung. Aber ich habe sofort gesagt: Wohl an, lass uns zur Tat schreiten. Wenn wir uns solange Gedanken machen, mit wieviel Ungemach es verbunden ist, wird es nie was. Es war tatsächlich einiges an Ackerei, da der Schrank aus Holz ist und wir ihn ein vom Hochpaterre ins Paterre schleppen mussten, mal ganz abgesehen vom Ausräumen, die Ecke saubermachen, in die er sollte und alles wieder einräumen. Auch wollte ich dem Teil noch eine Leinölkur verpassen, bevor es auf den endgültigen Platz kam. Dann noch alles einräumen und bumms war der Tag um, ohne dass ich zu irgendetwas anderem gekommen wäre.

Auch wenn ich gestern nicht an meiner Geschichte gearbeitet habe, ganz zu schweigen davon, dass ich nicht zu der Rezension gekommen bin, die ich eigentlich schreiben wollte, bin ich glücklich ins Bett gesunken. Ich freue mich so, dass wir das Regalproblem so lösen konnten, ohne etwas Neues kaufen zu müssen. Nicht nur, weil wir wenig Geld haben, sondern auch, weil ich alte Möbel mag. Ich denke, der Schrank ist aus den 50er Jahren. Mein Küchentisch ist noch älter. Die meisten meiner Möbel stammen aus Erbschaften oder vom Sperrmüll und mir gefällt es mit Sachen zu leben, die eine Geschichte habe. Besser gesagt eine, die länger ist, als Fabrik, Geschäft, Lieferwagen, Wohnung, Sperrmüll. Die meisten Teile, die es zu einem erschwinglichen Preis gegeben hätte, hätten sicher keine 70 Jahre gehalten. Als ich mich umsah, was so zu haben ist, hat mich sehr erstaunt, dass nahezu überall ein Weinregal standardmäßig mit dabei war. Wozu soll das gut sein? Wer so etwas braucht, kann es sich doch lose kaufen, die gibt es doch in allen Abmessungen. Für mich wäre es nur Platzverschwendung.
Heute habe ich die sechs Kapitel, die ich bereits habe, überarbeitet und schon mal angeglichen, wo sich was verändert hat. Gleich muss ich kurz einkaufen und dann gehe ich die Rezension an.
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Nach dem Pullover ist vor der Jacke

Heute habe ich ihn mal angezogen, den neuen Pullover. Er trägt sich fein und ist genau das richtige für die momentane Temperaturen. Warm, obwohl leicht, und vor allem bequem. Passt also bestens in meine Modelinie „Noch bequemer ist nackig“.

Damit keine Langeweile aufkommt, habe ich gleich das nächste Projekt auf die Nadeln gehievt. Das ist keine reine Wolle, sondern irgend ein Gemisch. Woher ich sie habe, weiß ich gar nicht mehr. Jedenfalls habe ich genug davon um mit eine Jacke daraus zu stricken. Also, ich nenne es Jacke, aber eigentlich wird es eher ein Umhang mit Ärmeln. So für die Übergangszeit, wenn es noch zu warm zum heizen ist, aber doch abends ein wenig kühl wird. Das von oben, alles-in-einem-Stück-Stricken hat mir beim Pullover so gut gefallen, dass ich mich auch hier dafür entschieden habe.

Heute bin ich noch nicht zum Schreiben gekommen. Also am Buch. Eine Rezension habe ich geschrieben, aber die muss ich erst noch mal durchlesen und durch die Rechtschreibprüfung jagen, dann stelle ich sie online. Das ich heute morgen nicht an der Geschichte gearbeitet habe, hatte mit simplen Haushaltspflichten zu tun. Doom Shopping! Bei DM war der große Hackenporsche voll und bei LidL (ja mittlereile kann ich mir nur Bioladen nicht mehr leisten), der kleine. Nun sind die Schränke bis zum Bersten gefüllt und ich hoffe, dass Viktor nun nur noch los muss um Frisches besorgen. Für den Rest der Woche habe ich für Outdoor nur noch Spazierendenken und eine Recherchetour an der Uni und am neuen Botanischen Garten geplant.
Viktor hat die ersten Kapitel von meiner Literamorphin gelesen und hängt mir nun im Nacken, weil er wissen will, wie es weitergeht. Ein gutes Zeichen!



























