Mal so
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Regen und Stichwahl

Eigentlich wäre heute mein monatlicher Ausflug in den Botanischen Garten fällig gewesen. Doch das Wetter lädt wahrlich nicht zum spazierengehen und fotografieren ein. Also habe ich mich in einer Regenpause nur schnell zum Wahllokal aufgemacht. Es war eine Stichwahl, der CDU und der Grünen Kandidat waren für bei der Oberbürgermeisterwahl gleichauf. Also habe ich, auch wenn es lästig ist, der Bürgerpflicht genüge getan.

Doch ich will mal nicht klagen, ein wenig war ich vor der Tür, es gab Marzipanpralinen und heute Abend gibt es Pfannkuchen mit Granatapfel-Kaki-Salat. Also insgesamt ein feiner Tag. Lesestoff ist auch erbaulicher im Haus und so steuern wir auf einen gemütlichen Abend zu.
Zum Arbeiten, also genau genommen zum Schreiben, bin ich die letzten beiden Tage nicht gekommen, dafür habe ich mit Fotos rumgebastelt und habe eines rund um Haus und Hof erledigt. Am nächsten
schönentrockenen Tag geht es in den Botanischen Garten und dann überlege ich nach Hamburg zu fahren und zwar nach Övelgönne. Meine Charaktere haben beschlossen, dass es dort weitergehen soll. Zuletzt bin ich vor fast zwei Jahren dort gewesen, also wird es Zeit Erinnerungen aufzufrischen. -
Drachen im Kopf

Der Drachen hängt in meinen Schlaf-, Arbeits-, Lesezimmer an der Decke. Meine Enkelin Selena hat den mal gebastelt und ich glaube er ist Schuld, dass ich so gerne Fantasy lese und auch beim Schreiben dahin tendiere. Jedenfalls mag ich ihn und immer wenn ich hänge, frage ich ihn, wie es weitergehen könnte.

Heute war ich sehr fleißig und habe ein wenig auf Vorrat geschrieben. Also mein Tagespensum von 1000 Wörtern deutlich überschritten. Denn Morgen geht es schon früh aus dem Haus und zur Fridays for Peace Demo.

Viktor hat mir zum Geburtstag eine neue Tastatur geschenkt. Mit der fluscht es nur so. Meine alte war so ausgeleiert und der Anschlag bei einigen Buchstaben funktionierte nicht mehr richtig. Viktor hat denn diesmal auch nicht so ein reines Plastikteil gekauft, sondern ein wenig tiefer in die Tasche gegriffen. Das Schreiben damit ist jedenfalls eine reine Freude. Noch hängt sie am Kabel und lädt den Akku auf, doch sonst funktioniert sie ohne. Mich macht dieser Kabelsalat immer total fuchsig, daher nun also Funktastatur und -maus.
Nun aber ist Feierabend und es wird Zeit, dass ich mich ans Kochen mache. Heute gibt es Nudelauflauf.
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Balance

68 bin ich nun. Queersumme 14. Die Jahreskarte ist also die 14 – Balance, im klassischen Tarot „Die Mäßigkeit“. Damit bin ich sehr zufrieden. Mein Horoskop fürs nächste Jahre sagt turbulente Zeiten voraus. Schütze mit Widder als Aszendent und Widder im Mond ist schon reichlich viel Feuer. Da kann man eine ausgleichende Energie gut gebrauchen. Die Karte auf dem Foto ist übrigens aus dem Wildwood Tarot, welches ich sehr schätze.
Es ist schon witzig, einerseits ist da so eine unterbewusste Gewissheit, dass große Veränderungen bevorstehen, verbunden mit dem Gefühl, wenn du einfach mit dem was kommt fließt, wird alles gut. Was nicht heißt, dass ich alles kommentarlos hinnehme, sondern einfach genau gucke, wo Widerstand wirklich nötig ist. Unsere Medienwelt fordert uns allzuoft auf zu allem jetzt und sofort eine Meinung zu haben, Stellung zu beziehen und sich zu äußern. Das kann und will ich nicht. Bei so einigem muss ich erst einmal einen Schritt zurücktreten und mir was anliegt aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten.

Ansonsten puzzel ich so vor mich hin. Ich schreibe jeden Tag, allerdings ohne Plan. Einfach so und bin gespannt was dabei rauskommt. Da war auf einmal eine Person und ich dachte, der folge ich mal einfach und die führt mich nun an recht interessante Orte. Dazwischen spiele ich mit Gimp und Faststone und bastele Fantasiebilder.
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Worte und Gefühle

Wer hier schon länger mitliest weiß, ich habe es nicht so mit dem christlichen Aspekt von Weihnachten und auch die Coca Cola Variante hat mich nie erreicht. Was ich aber, auch schon in meiner Jugendzeit, schön fand, war die Ruhe dieser Zeit. Diese drei Tage, in der die Welt einfach mal innehält. Ich glaube entscheidend hat mich da ein besonderes Weihnachtsgedicht geprägt:
Weihnachten von Joseph von Eichendorff
Markt und Straßen steh'n verlassen,
still erleuchtet jedes Haus,
sinnend geh ich durch die Gassen,
alles sieht so festlich aus.
An den Fenstern haben Frauen
buntes Spielzeug fromm geschmückt,
tausend Kindlein stehn und schauen,
sind so wunderstill beglückt.
Und ich wandre aus den Mauern
bis hinaus ins freie Feld.
Hehres Glänzen, heil′ ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!
Sterne hoch die Kreise schlingen,
aus des Schnees Einsamkeit
steigt′ s wie wunderbares Singen.-
O du gnadenreiche Zeit!Als wir das Gedicht in der Schule lernen mussten, war da sofort so ein „Das ist es! -Gefühl“. Vielleicht konnte ich damals nicht ausdrücken, was es in mir berührte, aber ich wusste, dass da jemand das in Worte gefasst hat, was ich fühlte.

Manchmal habe ich fast ein schlechtes Gewissen, bei allem was so in der Welt vorgeht, dass ich diese Zeit so genieße. Dabei verschließe ich mich gar nicht vor dem Fürchterlichen. Nur tief in mir drin etwas, das durch die frühe Dunkelheit, die Kerzen und die Freude auf einige Tage, in denen die Welt einmal ruhig wird (hoffentlich auch dieses Jahr), vor Zufriedenheit schnurrt. Interessanterweise gibt mir das sogar den nötigen Antrieb mehr ins Außen zugehen. Am Freitag dem 05.12.2025 um 10:30 wurde ich zum Beispiel auf dem Exerzierplatz sein, um mit den Friday for Peace Kids gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht zu demonstrieren.
Ansonsten Buisness us usual.
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Man kommt ja zu nix

Die Woche war ich sehr fleißig. Ich habe mich mit Papyrus 12 vertraut gemacht, viel geplant, geschrieben und was sonst noch so anlag erledigt. Auch heute wollte ich mit der Geschichte weitermachen, aber alle Pläne zerfaserten so vor sich hin. Erst einmal habe ich verschlafen, folglich gab es recht spät Frühstück und dann war dauernd was. Unter anderen wollte ich das schöne – nun schön ist übertrieben, aber es war wenigstens trocken – Wetter ausnutzen und ein wenig Spazierengehen. Zur Zeit versuche ich jeden Tag wenigstens für eine halbe Stunde vor die Tür zu kommen.

Also ging es in die Moorteichwiese. Dort ist es ja immer schön und es gibt so allerlei Getier zu begucken.

Besonders die Krähen machen mir immer Spaß. Allerdings ist es selten, dass man mal eine so erwischt. Also war es ein guter Tag. Morgen geht es wieder normal an die Arbeit. Heute werde ich einfach mal so ein wenig vor mich hinpütschern und dann gibt es ja auch noch Hühnersuppe.
Ich wünsche allen eine schöne Woche.
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Arbeitsreicher Tag

Zur Zeit habe ich eine Menge zu tun. Also nicht, dass mich wer von Außen drängt, dafür brauche ich niemanden. Mir Arbeit verschaffen kann ich ganz alleine. Vor dem Frühstück habe ich den Brotteig angesetzt, danach meine ganzen Projekte in das neue Programm übertragen und daran geschrieben. Am Nachmittag war ich noch einkaufen und eine Runde um den Block bin ich auch gegangen. Für einen langen Spaziergang ist mir das Wetter zu unsicher. Aber einmal am Tag an die frische Luft sollte es sein.
Wieder zu Hause habe ich den Brotteig weiter verarbeitet. Da ich reichlich Teig hatte, habe ich einen Teil für eine Rumfortpizza ausgerollt. Salami, Rest Tomatensauce und eine Zwiebel mussten weg, Käse drüber und so wie das Brot fertig ist, geht die Pizza in den Ofen. Das reicht denn für heute.
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Erster Frost

Es ist wirklich kalt geworden. Heute Morgen hatten wir das erste Mal Eis auf den Regentonnen. Schon lange hatte ich mir vorgenommen die Johannisbeere auszubuddeln. Die ist schon lange krank, hat immer nur knubbelige Blätter und keine Beeren. Geplant habe ich es bereits im Sommer, es aber immer wieder aufgeschoben. Als ich heute Morgen das Eis auf der Regeltonne sah, dachte ich, nun wird es wirklich Zeit, sonst ist der Boden bald zu fest zugefroren.

Bevor ich mich an das Teil gemacht habe, habe ich erst einmal das restliche Laub geharkt. Was jetzt noch von der Hasel kommt, kann auf dem Beet verrotten. Das erledigt, habe ich mich in den Kampf begegeben. Die Johannisbeere war eine würdige Sparringspartnerin. Dort wo sie stand habe ich noch die letzten sieben Tulpenzwiebeln gesetzt. Im Frühjahr werde ich dort etwas Blühendes ansiedeln. Vielleicht ein kleiner Strauch, der bis in den Herbsthinein blüht.

Es war eine ganz schöne Ackerei, das Teil aus der Erde zu bekommen und ich fürchte, dass ich morgen mit Muskelkater rechnen muss. Aber den Käsekuchen, habe ich gestern gebacken, habe ich mir reichlich verdient.
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Es gibt immer was zu verbessern

Wenn man nur einen relativ kleinen Raum zur Verfügung hat, aber trotzdem anstrebt mehrere Interessen, Hobbies, Berufe darin und darauf unterzukriegen, ist eigentlich dauernd alles in Bewegung. Das Arbeiten mit zwei Bildschirmen hat mir so gut gefallen, dass ich nicht darauf verzichten wollte. Schlecht daran war nur, dass es sich ziemlich in der Breite ausdehnte.

Ich hatte es ja denn mit zwei Laptops versucht, was auch nicht wirklich befriedigend war. Plötzlich kam mir die Idee, die Geräte einfach hintereinander aufzubauen. Nach einige justieren der Monitorhöhe habe ich nun eine befriedigende Lösung gefunden. Jedenfalls fürs erste.

Nun ist sogar soviel Platz, dass ich diese feine Lampe auf dem Drucker unterbringen konnte, denn meine Schreibecke ist mir auch immer zu düster gewesen. Die Lampe stammt übrigens von Frosch Kunsthandwerk, Anja und Andreas fertigen wundervolles aus Holz und Naturmaterialien. Vielleicht findet sich da ja noch das eine oder auch andere Weihnachtsgeschenk.
So, nun habe ich aber genug an der neuen Arbeitsumgebung gebastelt, nun werde ich mich mal daran machen und ein wenig schreiben. Habt einen feinen Tag.
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Anstrengende Tage

Es gibt so Tage, da drängt sich einer das Gefühl auf, es wäre besser gewesen im Bette zu bleiben. Die letzten beiden waren solche! Computerdebakel, ein Wine-Update macht mir den Zugriff auf Papyrus Author und Scrivener unmöglich. Beides Programme, die ich nicht missen möchte. Also geht es wieder auf zwei Systeme, einmal Windows für den Schreibrechner und Linux für die Ausflüge ins Netz. Damit tat sich das nächste Problem auf, denn ich habe keine bootfähigen Windowsstick und das Programm mit dem es in Linux Mint früher möglich war einen solchen zu erstellen, funktioniert nicht mehr unter den neueren Distributionen. Zwischendrin noch Post vom Amt die beantwortet werden musste. Gegenstand des Ganzen, eine Sache die sich selbst erklärt hätte, wenn man die beigelegten Unterlagen gelesen hätte. Hatte man aber nicht. Also eine weitere Stunde, kopieren, Anschreiben, Adressieren und zur Post gehen. Anscheinend habe ich ja sonst nichts zu tun.

Gestern Abend war ich so erschöpft, dass ich mir nur noch eine Kerze angemacht und ein Buch geschnappt habe! Heute Morgen ging es denn, abgesehen von der Ämtersache, wie gestern weiter. Noch immer keine Möglichkeit einen Windows Stick zu erstellen, also habe ich nun einen bestellt und hoffe, dass der nun nicht allzulange auf sich warten lässt. Es widerstrebt mir zwar, aber ich habe fürs nächste Jahr zwei bis drei Buchprojekte an denen ich mitarbeite und brauche funktionierende Software, ohne die dauernde Angst im Hinterkopf, dass es vielleicht gleich nicht mehr funktioniert.

Bald ist es auch an der Zeit den Kalender für 2026 einzurichten. Diesmal wieder ein We’moon. Letztes Jahr hatte ich keinen und habe ihn schmerzlich vermisst.
So, nun aber wenigstens noch ein oder zwei Absätze schreiben, dann gibt es Pfannkuchen mit Apfel und Zucker und Zimt. Trostessen in schweren Zeiten.
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Ein guter Start in die Woche

Heute Morgen habe ich als allererstes mein Schreibpensum erledigt. Gegen 12:30 war ich damit fertig und habe mich in die Bib aufgemacht. So allmählich wird es wirklich Winter. Aber es war trocken und dieser kleine Ausflug in Stadtmitte hat Spaß gemacht.

Nach unserem Schockerlebnis vorletzte Woche, hatte ich ein arges Bedürfnis nach mehr Infos. Einen Teil hat bereits der heilkundige Mann beigesteuert, aber ich will auch selbst tätig werden. Michael Nehls gilt in diesem Bereich als gute Adresse und die Bibliothek hatte seine Bücher vorrätig.

Überhaupt war heute ein guter Büchertag. Die drei Werke lagen in verschiedenen Zu -verschenken-Ecken und alle drei Bücher wollte ich schon immer mal lesen. Volker Kutscher und Franzobel sind eine Premiere für mich. Fred Vargas ist mir wohlbekannt, aber eben dieses Werk noch nicht.
Also insgesamt gesehen: Ein guter Tag! Außer, dass mir Papyrus, mein Schreibprogramm für Bücher, abgestürzt ist und ich nun erst einmal basteln oder wirklich auf die Linux-Programme umsteigen muss. Basteln hat Zeit, weil ich gerade den ersten Entwurf schreibe und da kommt es nicht so drauf an. Wenn es an die 2. Fassung geht, brauche ich es etwas umfangreicher und bis dahin dürfte alles wieder laufen. Hoffentlich! Den Papyrus Author hat den Dudenkorrektur im Gepäck, der nun wirklich jede andere Rechtschreibprüfung schlägt.


























