Mal so
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Woolige Zeiten

Heute kam die Wolle für den Strickmantel. Eine Maschenprobe habe ich schon gemacht. Der wird mit doppelten Faden gestrickt. Also heißt es wickeln und auch noch rechnen, denn leider brauche ich eine Größe mehr, als in der Anleitung angegeben. Rechnen ist nicht meines. Aber diesmal muss es sein. Die Wolle mit dem schwarz drin, ist übrigens Sockenwolle. Zauberball von Schoppel, die mochte ich schon immer gerne.

Ansonsten herbstelt es weiter munter vor sich hin. Die Meisen gehen schon ordentlich ans Fettfutter, allerdings sind sie weg, so wie ich die Kamera zücke. So hinterhältig. Aber wer wird schon gerne beim Essen fotografiert.
So, nun werde ich mal ein Champignonsüppchen fürs Abendessen kochen und dann geht es an die Ärmel, erst wird der aktuelle Pullover fertig gestrickt, bevor ist mich an etwas anderes mache.
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Herbst auf dem Blog
Eines Morgens riechst du den Herbst.
Es ist noch nicht kalt; es ist nicht windig:
es hat sich eigentlich gar nichts geändert –
und doch alles.
Kurt Tucholsky (Herbst)
Es ist also Herbst und es ist wie Tucholsky schreibt. Bei keinem Jahreszeitwechsel empfinde ich es so stark, dieses: Nun ist der da … Eines Morgens gehts wie seit Wochen morgens auf die Terrasse und plötzlich ist er da, dieser Chill in der Luft und obwohl sich nichts geändert hat, ist alles anders.
Es ist also gar nicht verkehrt, dass ich mit meinem Pullover vorankomme. Ich muss noch 16 cam (inklusive Bündchen) stricken und die Ärmel anbauen und ich bin für die kalte Jahreszeit gewappnet. Wenn der so gut sitzt, wie er aussieht, hat er das Potential zum Lieblingspullover zu werden.

Die Holunderbeeren sind schon ziemlich abgefrühstückt und ich habe schon mal langsam Fettfutter für die Vögel rausgehängt. Herbst ist eine feine Jahreszeit. Damit es nicht langweilig wird, als würde es das, jemals, habe ich bereits neue Wolle bestellt. Diesmal Holst Garn und zwar diese hier: https://strickideen.de/Garne/Holst-Garn/Supersoft/Cranberry, so langsam habe ich mehr Mut zur Farbe. Mal sehen was davon wird. Im Moment denke ich, dass sie sich gut, für den geplanten Strickmantel eignen wird. Schaun wir mal. Erst einmal muss sie ja bei mir landen.
Eine neue Buchbesprechung ist auch online. Yesteryear von Caro Claire Burke hatte ich mir aus der Bücherei geholt, weil mich das Thema Tradwife und warum es da so einen Hype gibt, schon lange interessiert. Was ich über das Buch geschrieben habe, lässt sich hier lesen:
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Wochenende ohne Pläne

So, mit den Arbeiten ander Anthologie bin ich schneller fertig geworden, als erwartet. Die nächsten Tage dürfte sie im Handel gelistet sein. Ich bin nur noch froh, dass das erledigt ist, diesmal haben wir wirklich getrödelt. Irgendwie war dauernd was. Doch nun ist es getan. Nun ist es an der Zeit, alles ein wenig langsamer angehen zu lassen.

Es ist ein schönes Gefühl, einfach mal nichts vorzuhaben, nichts tun zu müssen, außer man will. Brot ist gebacken, Aufstriche sind fertig und morgen gibt es einen einfachen Möhren-Sellerie-Apfel-Salat mit Backkartoffeln, der ist schnell gemacht. Ansonsten habe ich feines zum Lesen. Siehe Seitenleiste.
So, nun mache ich den Rechner aus und schnapp mir mein Strickzeug.
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Wankelmütig

Ist es schlimm seine Meinung zu ändern? Ich bin da recht flexibel. Mein Abschied aus Social Media war ein kurzer. Da ich nun nicht mehr schreibe um zu veröffentlichen, gibt es Raum zu füllen. Daher wird es wieder mehr Buchbesprechungen geben. Also habe ich mir Maston, BlueSky und Instagram eingerichtet. Unter Kabra Books findet man mich da. Dieser Blog ist dort nicht verlinkt und wird es auch nicht. Denn wie gesagt, hier bin ich (fast) privat unterwegs.

Die Haselnüsse reifen. Dieses Jahr finden sich so einige an der Korkenzieherhasel, also ist es nicht unrealistisch sich auf Eichhörnchen Besuch zu freuen.
Ansonsten habe ich den Tag mit allerlei Kleinkram herumgekriegt und eine Reznesion zu diesem wundervollen Buch geschrieben:
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Herbstwetter – Herbstküche

Zwischen kühl und warm, zwischen Regen und Sonnenschein verwandelt sich die Erde in meiner Zinkwanne zu einem Moor. Da muss ich also noch mal für eine Abflussmöglichkeit sorgen. Aber nicht heute. Heute habe ich neben allerlei Kleinkram Tomatensauce gekocht und zwar so reichlich, dass ich nun einige Gläser auf Vorrat habe.

Es ist immer ein schönes Gefühl, wenn der Vorratsschrank voll ist und ob ich eine Portion Tomatensauce mache oder gleich 10, macht nicht viel Unterschied, Räuchertofu (Blackforrest), Paprika, Chillis, Knoblauch und Zwiebeln sind schnell geschnitten und der Rest ist auch keine Hexerei.

Gestern Abend gab es ein Gericht, das ich lange nicht gemacht habe, was aber wunderbar in den Herbst passt. Ofengemüse! Ein richtiges Rumfort-Essen. Also aus Lebensmitteln, die rumlagen und fort mussten. Kartoffeln, Paprika, Möhren, Zwiebel und Tomaten mussten wirklich verbraucht werden und die Champignons hatte ich eigentlich für ein Pastagericht gedacht, aber auch so, schmeckten sie wundervoll. Knoblauch, Rosmarin, Pfeffer, Koriandersaat und Salz dran und alles in den Ofen. Das Gemüse natürlich vorher mit Olivenöl beträufeln und gut durchmischen. Demnächst werde ich das mal mit Kürbis machen.
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Es wird leichter

So, nun bin ich zu einer Entscheidung gelangt und mir ist leichter ums Herz. Gestern schrieb ich ja darüber, dass eine Veränderung ansteht, ich mich aber, obwohl ich die Notwendigkeit sehe, dagegen sträube eine Entscheidung zu treffen. Heute habe ich mich durchgerungen. In gewisser Weise hängt es auch mit dem heutigen Jahrestag zusammen. Viktor und ich sind heute 22 Jahre zusammen und für mich, ich hoffe auch für ihn, waren es die glücklichsten meines Lebens. Ich hatte nicht nur jemanden an meiner Seite, der viele meiner Interessen teilte, sondern auch jemanden, der meinen Wunsch zu schreiben verstand und ihn unterstützte. Das weitete sich mehr und mehr aus und irgendwann war es nicht mehr nur Schreiben, sondern eben auch, Buchsatz für andere Auor:innen, Herausgeben von Anthologien. Wie gesagt, ich mache halt was mit Büchern und das will ich in gewisser Weise auch weiter. Allerdings werde ich keine Bücher mehr schreiben und nachdem die Bücher, für die ich meine Mitarbeit zugesagt habe, fertig sind, werde ich ein Jahr Pause machen. Vielleicht habe ich danach wieder Lust etwas zu machen, vielleicht auch nicht. Ich schrieb ja bereits, dass meine Gesundheit in letzter Zeit nicht die Beste war und ich mich da um einiges kümmern muss. Interessanterweise meldete sich immer ein Zipperlein, wenn ich mich ernsthaft an den Roman machte. Dann ist da noch das Gefühl, dass sich etwas Neues anbahnt, ich weiß nicht was, nur dass es an der Zeit ist, Platz zu machen und dem was kommen will Raum zu geben.

Ganz sicher werde ich weiter bloggen und auch Rezensionen schreiben. Heute habe ich zwei Bücher, die auf meiner Liste standen aus der Bib geholt. Simon Mason, wurde mir von einer Leserin dieses Blogs empfohlen, danke Anja. Von Yesteryear habe ich in einem Buchpodcast gehört und war sofort getriggert. Die Podcasterin hatte mich mit dem Satz, dass es das erste Buch wäre, in dem sie nicht einzige Person mochte. Das klingt doch verlockend. Jedenfalls freue ich mich aufs Lesen.
Eine Rezension habe ich heute auch schon geschrieben und zwar zu Wildwandler – Das Reich unter den Wurzeln.
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Guter Rat

Jahrelang habe ich Tarotberatungen gemacht und mich darüber aufgeregt, dass die Leute meine ach so guten Ratschläge nicht befolgen. Dabei bin ich genauso schlimm. Schon lange merke ich, dass vieles was ich mir vorgenommen, gewünscht und darauf hingearbeitet habe, nicht funktioniert und es auch nicht funktionieren wird. Ich weiß also, es wäre an der Zeit eine Entscheidung zu treffen, bevor mein Körper sie für mich trifft. Wenn ich mich erinnere, ist es jedes Mal so gewesen, es wird Zeit etwas loszulassen, was ich nicht gehen lassen will und mein Körper fängt an mich zu einer Entscheidung zu drängen. Tarottechnisch gesprochen, wenn ich jetzt nicht ehrlich zu mir selbst bin, steuere ich auf ein Turm-Erlebnis zu.

Diese Turmzeiten sind nie besonders bequem. Statt sanft und nach und nach etwas loszulassen, wird der Turm, der eigenen Sicherheiten, Meinungen, Dogmen und Vorstellungen vom Blitz gesprochen und man selbst steht im Hemd vor den Trümmern. Das geht nie ohne erhebliche Schäden und Wunden ab. Der einzige Vorteil ist: Dass man sich nicht mehr verstecken kann.

Meinen Tageskarten habe ich heute mit der Frage gestellt, was zu tun ist und sie sind sehr deutlich. Triff eine Entscheidung, verschaffe dir eine sichere Basis, von der aus du tätig werden kannst und lass geschehen, was geschehen will. Natürlich ist mir im Grunde bewusst, warum ich so zögere: Diesmal steht an, mich von etwas wegzubewegen und nicht auf etwas zu. Es ist auch keine Alternative, kein anstatt, in Sicht und das ist für mich schwer auszuhalten. Als ich Birgit heute morgen ein Foto meiner Tageskarten schickte, schrieb sie: Schwing den Zauberstab! Recht hat sie. Es gilt einen Sprung in den leeren Raum zu machen und sehen womit er sich füllen wird, vielleicht auch einfach akzeptieren, dass er einfach so bleibt. Ein leerer Raum, ist ja auch ein Freiraum. Schwer auszuhalten für einen Kontrollfreak wie mich! Aber vielleicht ist das auch die Aufgabe, einfach mal Vertrauen haben, dass es gut wird.
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Irgendwann, fange ich wieder von Anfang an …

So langsam geht es besser, die diversen Verwundungen sind am Abklingen und ich blicke wieder ein wenig sonniger in die Welt. Müde bin ich immer noch. Meine innere Uhr scheint sich auf Herbst/Winter umzustellen. Ein größeres Ruhebedürfnis macht sich breit und dem kommt gerade in die Quere, dass ab nächste Woche, in Viktors Wohnung, eine Heizung eingebaut wird, was widerum bedeutet, dass sich die damit verbundene Unruhe, bis in meine Wohnung ausbreitet, denn Viktor wird notgedrungen tagsüber hier mehr Zeit verbringen. Auch den Ausflug am Dienstag werden wir streichen müssen. Da wollten wir anlässlich unseres 22. Hochzeitstages mal nach Eckernförde.

Stricken ist immer noch angesagt. Aber erst einmal nichts kompliziertes. Der Fishermans Rip Pullover ist ja nichts geworden und ich hatte überlegt einfach noch mal von vorne anzufangen. Da ein Pullover in dem Muster aber sehr langsam vorankommt, denn eine Reihe wird immer tiefer gestochen gestrickt, habe ich das verschoben, denn ich brauche dringend einen Pullover für die kältere Jahreszeit. So einen für jeden Tag, strapazierfähig und waschbar. Also habe ich mich für Raglan von oben, glatt rechts entschieden. Damit es nicht so langeweilig aussieht, habe ich die beige Polyacrylwolle, mit Baumwolle in braun kombiniert. Das sieht doch recht schick aus. Wenn der fertig ist, werde ich mit dem Strickmantel weitermachen. Da wird es denn mustermäßig wieder herausfordernder. Aber für das Teil habe ich auch Zeit, denn die aktuelle Strickjacke wird noch eine Saison halten.
Erst einmal hoffe ich nun, dass sich die Bauarbeiten in Viktors Wohnung nicht zu lange hinziehen und bald wieder Ruhe einkehrt.
Für das Wochenende ist nicht viel geplant, außer weiter vor mich hinheilen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis ich wieder fast die Alte bin.
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Garten- und Küchenbröseleien

Zu meinen diversen Maleschen körperlicher Natur, hat sich nun noch das Gefühl ausgebremst zu sein und daraus resultierend schlechte Laune gesellt. Da die Blase am Fuß gerade am Abheilen ist, möchte ich nicht riskieren über die noch wunde Stelle Schuhe zu ziehen. Folglich kann ich nicht draußen rumlaufen. Also muss ich mich auf Garten und Küche beschränken. Soviel ist im Ersteren gerade nicht zu tun, obwohl ich gestern das erste Mal Laub geharkt habe. Heute war es nur Kleinkram, wie der roten Christrose ein wenig mehr Platz verschaffen, in dem ich den Phlox gestutzt habe.

In der Küche habe ich schon mal Nüsse für einen Brotaufstrich geröstet. Heute will ich eine neue Kreation ausprobieren. Viktor geht gleich den Rest einkaufen und dann schreddere ich alles zusammen und habe wieder leckeres auf Brot.

So, und nun werde ich mir mal was vernünftiges anziehen, ich habe gerade zu Viktor gesagt, dass ich mich vielleicht auch einfach so mies fühle, weil ich seit Tagen den ganzen Tag im meinem Nachtzeug herumschlunze. Nur für die Runde Bib hatte ich mir ein anständiges T-Shirt übergeworfen, bin allerdings nicht so weit gegangen die Nachtleggins auszuziehen. Jedenfalls wird es Zeit aus diesem „Ach, wie schrecklich es mir geht – ich tauge nichts – bin zu doof zu allem – Modus“ zu kommen. Das mach ich denn mal.
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Schiefgehphase

Das Foto hat nichts mit dem Titel zu tun, denn über den Regen heute morgen, habe ich mich gefreut. Den habe ich richtig genossen, wie ich so mit meinem Becher Kaffee auf der Terrasse sass.
Aber ansonsten waren die letzten Tage für mich eher mies. Dauernd schlage ich mich mit kleineren Verletzungen herum. Ein entzündeter Wespenstich am Bein, eine Brandblase am Finger und nun noch eine Blase an der Ferse. Nichts heilt richtig und wenn eines endlich Anstalten macht besser zu werden, taucht das nächste auf. Doch es sind nicht nur die körperlichen Maleschen. Der Fishermans Rip Pullover ist nichts geworden, den muss ich wieder aufrippeln. Der ist schon ungewaschen so groß, dass ich ihn als Abdeckplane fürs Auto nehmen kann, dabei haben wir nicht mal eines. Das hat mir gerade die Lust am Stricken ein wenig verleidet. Auch was das Schreiben betrifft hänge ich gerade durch. Da dauernd irgendwas zwickt und zwackt, kann ich mich nicht richtig konzentrieren.

Obwohl ich so angeschlagen bin, habe ich mich gestern aufgerafft und bin zur Stadtbibliothek, um meinen Ausweis dort verlängern zu lassen. 22 € im Jahr, reduziert 11 €, ist wirklich kein Geld für das, was geboten wird. Zu Hause habe ich mir auch gleich die Onleihe eingerichtet und kann nun dort E-Books und Hörbücher ausleihen. Denn ich habe so einiges, wie Unlimited, Audidle und Prime, gekündigt. Sowie ich meine Audible Bücher gesichert habe, also die sich über die Jahre angesammelt haben, werde ich mein Amazon-Konto schließen.

Zu all meinem Ungemach die letzten Tage, gehörte auch ein vegansiertes Bratwurstgulasch. Mit richtiger Bratwurst war es eines unserer Lieblingsgerichte, doch mit der „schmeckt wie richtige Bratwurst“, war es einfach ekelig. Fleischersatz in Form von Sojafleisch oder Jackfruit haben wir einiges gefunden, was uns gut schmeckt, aber Wurst … nee … es ist nicht einmal nur der Geschmack, sondern eher die Konsistenz. Ich werde da auch nicht weitersuchen, sondern einfach Wurstgerichte von der Liste streichen, fleischfrei soll es ja bleiben. Auf dem Foto ist mein gestrigens Abendbrot zu sehen, selbstgebackenes Sauerteigbrot mit Camenbert, Tomate und Basilikum. Das war sehr lecker. Und ja, es ist richtiger Camenbert, denn ich koche zwar oft vegan, esse aber insgesamt gesehen vegetarisch.



























