Kabras Kitchen
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Sikil Pak

Gestern schrieb ich ja schon, dass ich im Kochbuch von Gaz Oakley ein Rezept für Sikil Pak, diesen Dip/Brotaufstrich aus Yucatan, den ich unbedingt probieren wollte, gefunden habe. Bevor ich mich ans Werk gemacht habe, habe ich einiges modifiziert. Einmal ist im Originalrezept Koriandergrün angegeben. Das mag ich nicht. Das habe ich durch Petersilie und Koriandersaat ersetzt. Auch Öl stand nicht im Rezept und es ist auch nicht viel, aber es schien mir gut, fürs Ofengemüse.
- 1 Tasse Kürbiskerne
- 5 Frühlingszwiebeln
- 2 Tomaten
- 2 Chillischoten (wer es nicht scharf mag, ersetzt die durch eine kleine Paprika)
- 3 Knoblauchzehen
- Petersilie
- Korinadersaat, Kreuzkümmel, Pfeffer, Hanfsalz
- etwas Öl
Ofen auf 200 ° vorheizen, Frühlingszwiebeln, Tomaten, Chillies, Knoblauch nicht zu klein schneiden. Alles mit ein wenig Öl vermischen und auf ein Blech, für ungefähr 20 Minuten in den Ofen.
Die Kürbiskerne in einer Pfanne anrösten und ein wenig abkühlen lassen. Dann im Blender fein mahlen, das Gemüse ebenfalls ein wenig abkühlen lassen und mit der Petersillie und den gemörsterten Gewürzen zu den Kübiskernen geben und im Blender auf der Smoothiestufe vermixen, dass es eine streichfähige Paste wird.
Es ist sehr lecker und ich könnte mir Varianten vorstellen. Unter anderen könnte ich mir statt Hanfsalz oder Salz, Rauchsalz oder Flüssigrauch vorstellen. Mal sehen. So wie es jetzt ist gefällt es mir schon mal sehr und auch Viktor war sehr angetan.
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Weiße Bohneneintopf mit Tomate

Ich lebe nicht konsequent vegan, nicht einmal vegetarisch, obwohl es im Hause Braun nur wenig Fleisch gibt. Aber es gibt so einige vegane Gerichte, die ich sehr liebe und koche. Dieses hier passt wunderbar in diese Jahreszeit. Sommerlich, aber schon mit einem Hauch von Herbst.
- 200 weiße Bohnen getrocknet
- 3 Eßl. Rapsöl
- 2 Lorbeerblätter
- 4 Möhren
- 3 rote Paprika
- 1 Knollensellerie
- 2 Stangen Lauch
- 1 Dose Tomatenstücke
- 3 Knoblauchzehen
- 2 Chillischoten
- 1 1/2 Liter heißes Wasser
- 3 Eßl. Würzl (oder gekörnte Brühe)
- 1 Eßl geräuchertes Paprikapulver
- Rosmarin, Thymian, Pfeffer
- geröstete Kürbiskerne
Die Bohnen für 24 Stunden in kalten Wasser einweichen, dann abspülen und in Wasser (ohne Salz) 20 Minuten kochen.
Die Gemüse schälen und in Würfel schneiden. Ich habe es gerne recht fein, aber das ist Geschmackssache. Das Gemüse mit den Lorbeerblättern im Öl anschmoren. Es sollen sich ruhig ein wenig anrösten, dann mit dem Wasser ablöschen, die Gewürze, die abgetropften Bohnen und die Tomaten zugeben. Alles auf kleine Flamme stellen und circa 1 Stunde köcheln lassen.
Vor dem Servieren Kürbiskerne anrösten und diese als Toppic auf den Eintopf streuen.
Schmeckt mit Reis oder Nudeln, aber auch einfach so mit gerösteten Brot.
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Würzl – Gemüsepaste

Ich mag keine Reste! Also versuche ich soviel wie möglich von allem zu verarbeiten. Da ich viel mit Gemüsebrühe würze, mache ich jedesmal, wenn es einen Eintopf oder so gibt, von dem harten Grün des Porrees, dem Selleriegrün und so weiter eine Paste. Im Grunde kann man jedes Gemüse nehmen, es ist ein typisches Rumfortgericht. Also alles was im Gemüsekorb rumliegt und fortmuss.
- Porreegrün
- Selleriegrün
- Petersillie
- Möhren (Bio mit Schale)
- Zwiebeln
- Tomaten (mussten weg, waren schon zu weich)
- Zwiebeln
- Knoblauch
- Steinsalz
Das Gmüse in grobe Stücke schneiden und im Foodprocessor (man kann es auch durch den Fleischwolf drehen, so man einen hat) nach und nach sehr fein schreddern. Alles in einem großen Schüssel mit reichlich Salz vermischen und in Gläser füllen. Am besten welche mit Plastikdeckel, da Metalldeckel korrodieren, durch das Salz.
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Don’t fly drunk

… ist ein Dessert, das ich mir vor vielen Jahren für ein Samhainfest ausgedacht habe.
- 250 ml Holundersaft
- 250 ml Cider oder Apfelsaft
- 1 Päckchen Gelatine oder Agar Agar
- 100 g Zucker
- 2 Sternanis, 1 Zimtstange, 2 Nelken
- Schale und Saft von 1 Zitrone
- 1 Apfel
- 1 Birne
Die Gelatine mit kalten Wasser anrühren und quellen lassen. Den Holundersaft mit den Gewürzen, dem Zucker, Zitronenschale und Zitronensaft erhitzen. Die Gelatine zugeben und gut rühren bis sie sich aufgelöst hat. Das ganze soll nicht kochen. Nun das ganze zur Seite stellen. Apfel und Birne in Würfel schneiden und Schüssel geben oder auf Dessertschalen verteilen. Nun die Gewürze aus dem Holundersaft fischen und den Cider oder Saft zugeben. Noch einmal durchrühren und über das Obst geben. Für drei Stunden, besser länger, kaltstellen. Es lässt sich gut einen Tag vorher zubereiten.
Dazu passt Zimtsahne oder eine Vanillesauce.
Das und einige andere Rezepte finden sich im Jahreskreisbuch!
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Ein Hauch von Herbst

Dass die Blätter am Holunder lansam gelb werden und die Beeren reif, habe ich schon vor einigen Tagenzur Kenntnis genommen. Aber heute Morgen habe ich ihn richtig gespürt, den ersten Hauch des Herbstes, diese besondere Kühle am Morgen, die deutlich zeigt, auch wenn es ein sonniger und heißer Tage wird, es geht auf die kältere Jahreszeit zu. Es wird bereits deutlich früher dunkler. Ehrlich gesagt mag ich es. Denn Sommer ist im Großen und Ganzen nicht meine Zeit. Frühling gerne, Herbst und Winter auch, aber Dauerblauhimmel und strahlender Sonnenschein, nee danke. Gut, davon hatten wir diesen Sommer auch nicht viel.

Ein wenig dauert es noch, bis sie richtig reif sind. Dann werde ich welche Pflücken und Saft kochen. Den brauche ich nicht nur für eventuelle Erkältungen, sondern auch für Don’t fly Drunk, das Dessert, das es meistens zu Samhain bei uns gibt. Rezept schreibe ich gesondert auf, aber es ist auch im Jahreskreisbuch vorhanden.

Heute war wieder Brotbacktag. Diesmal ist es ein Schwarzkümmel-Sesambrot mit Ahornsirup-Cayenne-Kruste geworden. Habe ich so das erste Mal ausprobiert. Der Teig ist eine Mischund aus Weizenvollmehl und 550er, Hefe, Salz und Wasser.










