Druidcraft
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Guter Rat

Jahrelang habe ich Tarotberatungen gemacht und mich darüber aufgeregt, dass die Leute meine ach so guten Ratschläge nicht befolgen. Dabei bin ich genauso schlimm. Schon lange merke ich, dass vieles was ich mir vorgenommen, gewünscht und darauf hingearbeitet habe, nicht funktioniert und es auch nicht funktionieren wird. Ich weiß also, es wäre an der Zeit eine Entscheidung zu treffen, bevor mein Körper sie für mich trifft. Wenn ich mich erinnere, ist es jedes Mal so gewesen, es wird Zeit etwas loszulassen, was ich nicht gehen lassen will und mein Körper fängt an mich zu einer Entscheidung zu drängen. Tarottechnisch gesprochen, wenn ich jetzt nicht ehrlich zu mir selbst bin, steuere ich auf ein Turm-Erlebnis zu.

Diese Turmzeiten sind nie besonders bequem. Statt sanft und nach und nach etwas loszulassen, wird der Turm, der eigenen Sicherheiten, Meinungen, Dogmen und Vorstellungen vom Blitz gesprochen und man selbst steht im Hemd vor den Trümmern. Das geht nie ohne erhebliche Schäden und Wunden ab. Der einzige Vorteil ist: Dass man sich nicht mehr verstecken kann.

Meinen Tageskarten habe ich heute mit der Frage gestellt, was zu tun ist und sie sind sehr deutlich. Triff eine Entscheidung, verschaffe dir eine sichere Basis, von der aus du tätig werden kannst und lass geschehen, was geschehen will. Natürlich ist mir im Grunde bewusst, warum ich so zögere: Diesmal steht an, mich von etwas wegzubewegen und nicht auf etwas zu. Es ist auch keine Alternative, kein anstatt, in Sicht und das ist für mich schwer auszuhalten. Als ich Birgit heute morgen ein Foto meiner Tageskarten schickte, schrieb sie: Schwing den Zauberstab! Recht hat sie. Es gilt einen Sprung in den leeren Raum zu machen und sehen womit er sich füllen wird, vielleicht auch einfach akzeptieren, dass er einfach so bleibt. Ein leerer Raum, ist ja auch ein Freiraum. Schwer auszuhalten für einen Kontrollfreak wie mich! Aber vielleicht ist das auch die Aufgabe, einfach mal Vertrauen haben, dass es gut wird.
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Die Themen, die ich dieses Jahr mit in die Raunächte nehme

Vor einigen Jahren habe ich angefangen, die Raunächte nicht vom 24.12. – 06-01. zu begehen, sondern sehr viel länger nämlich vom 31.10. (Samhain) bis zum 21.12. (Jul). Darüber habe ich sogar ein kleines Buch geschrieben, dass nun Teil von meinem Jahreskreis-Buch Acht Speichen hat das Rad ist. Letztes Jahr war mir nicht danach, in der Richtung etwas zu unternehmen. Dieses Jahr zieht es mich mit Macht dahin. Ein Thema, dass ich mit in die Raunächte nehme und das passt total. Es ist: Alles kann, nichts muss! In den letzten Tage haben sich auch die Helfer dazu gezeigt. Das Helfertier ist der Seehund und die Pflanze, die Primel. Näheres dazu wird die nächste Zeit auftauchen. Wer sich nun wundert, wie diese sich gezeigt haben. Vom Seehund, habe ich oft geträumt und als ich neulich so im Garten buddelte, fielen mir die vielen Primeln auf und ich mir wurde warm dabei, sie im Frühjahr wieder blühen zu sehen. Für den Altar habe ich mal die passenden Karten dazu rausgesucht.

Heute morgen hat es geregnet und es war angenehm kühl. Mir wurde richtig herbstlich zu Mute. Nach dem Frühstück haben wir ein wenig auf der Terrasse gesessen und dem Regen gelauscht. Nun soll es wieder trockener werden. Ich denke morgen werde ich noch einen Versuch angehen, eine kleine Exkursion ans Wasser zu machen. Es soll ja kühler werden.
Ansonsten ist für diese Woche nicht viel geplant. Heute habe ich ein wenig an der Anthologie gearbeitet und meine E-Books, die ich vor einigen Tagen bei Kindle Unlimited rausgenommen habe, nun auch bei Tolino eingestellt, sie sind noch nicht freigegeben, aber in den nächsten Tagen, sollten sie auch über geniallokal, Thalia und Konsorten erhältlich sein.
Habt eine feine Woche und alles Liebe
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Lughnasad oder auch Lammas

Lughnasad oder auch Lammas, das 1. Erntefest, hier geht es um die Getreideernte. Mytholgisch: Der Kornkönig gibt sich der Schnitterin hin, nährt uns mit seinem Opfer und tritt seine Reise in die Untere Welt an, um zu Samhain in Cerridwens Kessel zu landen, wie er transformiert wird, um zu Jul als Sonnenkind neu geboren zu werden und seine Reise neu zu beginnen. Die Tarotkarte dazu: 12 – Der Gehängte.

Lughansad bezeichnet auch den Herbstbeginn. Im Druidcraft geht es nie darum einen bestimmten Tag zu feiern, sondern es ist der Eintritt in eine neue Phase. Für mich persönlich, ist es nicht nur die Zeit der Dankbarkeit, sondern auch die, über meine persönliche Ernte nachzudenken. Ist die Saat vom Vorjahr aufgegangen, bin ich so mit der Ernte umgegangen, dass ich genug habe, um für das neue Jahr zu säen. Mit anderen Worten, fühle ich mich genährt und nähre ich auch? Halten sich Geben und Nehmen die Waage? Auch ist es die Zeit, in der ein Jahresthema zu mir kommt. Das hat sich bereits vor zwei Nächten kristallisiert. Ich wurde mitten in der Nacht wach und hörte innerlich (ich weiß, klingt bescheuert, war aber so) den Satz: Alles kann, nichts muss! und wusste, dass es mein Thema fürs nächste Jahr. Also zurückfinden zu einem spielerischen Umgang. Passt genau! Es scheint vielleicht banal, aber das ist es für mich nicht. Denn das ganze letzte Jahr hatte ich mit Druck zu kämpfen, den ich mir dummerweise selber gemacht habe.

Natürlich werden wir den heutigen Tag auch ein wenig festlich begehen. Keine großen Rituale, sondern eher ein Stilles ehren. Doch es soll etwas leckeres zu essen geben. Da dieses Fest den Herbstbeginn markiert, soll es schon in die Richtung gehen, aber auch etwas mit Getreide zu tun haben. Also werden wir uns an einem Zwiebelkuchen delektieren.. Der Quark-Öl-Teig ist fertig und liegt nun kühl und die Zwiebeln sind mit Speck angeschmort und mit Pfeffer und Thymian gewürzt. Nachher muss ich nur noch die Ei-Sahne anrühren, alles zusammenbasteln und in den Ofen. Wahrscheinlich wird es auch noch für Morgen reichen.
Happy Lughnasad euch allen
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Traumwandeln im Sonnenschein

Seit einigen Tagen stehe ich ein wenig neben mir. Ich scheine auf zwei Ebenen zu existieren, einmal im Alltag und einmal in einer Art Traumwelt, in der alles symbolischen Charakter hat. Die Tür in der Mauer sehe ich jeden Tag. Das Gebäude steht in unserem Garten, doch auf einmal frage ich mich, was dahinter verborgen sein könnte, also im metaphorisches Sinne. Genauer gesagt, ich frage mich, was ich dahinter in Sicherheit bringen könnte. Welche Träume, welche Momente aus der Vergangenheit.

Auch ist das Tarot wieder sehr wichtig für mich. Gut, es begleitet mich seit über 50 Jahren, aber meine Beziehung dazu, ist mal mehr, mal weniger intensiv. Ich ziehe jeden Morgen Karten. Es ist zu einem Ritual geworden, manchmal ohne größere Bedeutung, dann wieder zieht es mich förmlich in die Karten.

Es ist interessant und ich kenne diese Phasen in der ich auf mehreren Ebenen gleichzeitig unterwegs bin. Es ist, als raunt mir permanen jemand zu: Schau genau hin, wir haben dir etwas zu erzählen! Meistens ist der Alltag zu laut, um alles zu verstehen, das was ich aufnehme, findet sich in meinen Geschichten wieder.
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Wenn das Krafttier deutlicher wird

Seit drei Tagen kommt der Kolkrabe vorbei, jeden Tag kommt er ein wenig dichter an mich ran, als wenn er sagen will: Kapier es endlich, ich bin für die nächste Zeit dein Begleiter. Heute habe ich es denn wohl begriffen.

Der Rabe steht für verborgenes Wissen, Transformation, Neuanfang, Intuition und Anpassungsfähigkeit. Er kommt genau richtig, denn ich tue mich gerade schwer, mit den nötig gewordenen Veränderungen. Normalerweise habe ich kein Problem damit, aber diesmal hatte ich mich gerade so gemütlich eingerichtet. Nützt nichts. Ich werde halt sortieren müssen, was mir wichtig ist, was ich unbedingt beibehalten will und was gehen kann. Eines ist klar, ich muss meinen Bewegungsradius deutlich erweitern. Nicht nur im körperlichen Sinne.







