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Zeit der Fülle

Nun ist es wieder warm, also nahezu heiß, aber noch nicht ganz so schlimm. Im Garten explodiert gerade alles. Nicht nur in unserem, der ja kein Nutzgarten ist. Jedenfalls nur sehr bedingt. Kräuter habe ich schon, aber ansonsten ist er eher als Augenfreude gedacht.

Aber viele unserer Freunde und Bekannten haben große Gärten am Haus oder Schrebergärten und können oft nicht alles verarbeiten. Dani hat uns gerade Pfirsiche gebracht, ihr Baum hat dieses Jahr reichlich getragen. Was für eine Freude. Die kriegen wir so nicht alle weg, also werde ich morgen Marmelade kochen. Den Sommer in Gläser füllen, sozusagen. Das schöne ist, dass es auch immer ein feiner Austausch ist. Dani hat uns die Pfirsiche gebracht und ich konnte ihr Ableger von meinem Eisenkraut mitgeben. Alles im Fluss und in Verbindung halten, ist die Devise.
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Wenn man nach 30 000 Wörtern merkt …

Wenn man nach fast 30000 Wörtern merkt, dass die Geschichte so nicht funktionieren wird, kann einer das schon die Laune verhageln. Doch statt sich einzugestehen, dass genau das der Grund für die schlechte Laune ist, wird irgendwas konstruiert und wieder ist es dieses, ich muss ja unbedingt ein Einkommen aquirieren und der dauernde Geldmangel. Als wenn das jemals anders war. Ich bin Rentnerin! Also im Gegensatz zu vielen anderen Schreibenden, in einer recht priviligierten Situation. Denn ich muss nicht zwischen Job und Familie den Raum zum Schreiben finden. Ich habe sogar das Glück einen Partner zu haben, der mich unterstützt und mir den nötigen Raum gibt.

Also habe ich mir ein neues Notizheft eingerichtet und nun steht alles auf Anfang. Es ist auch nicht so, dass ich gar nichts von dem, was ich bis jetzt habe, gebrauchen kann. Nur ist der Teil eher ein Nebenstrang oder sogar nur ein Teil davon.

Nachdem ich mir endlich eingestanden habe, wo das eigentliche Problem liegt, habe ich mir eine große Portion Vanilleeis mit Erdbeeren und Sahne gegönnt und eine feine Tasse Getreidekaffee. Nun bin ich wieder ruhiger und auch, wenn es mir immer noch schwer fällt zu akzeptieren, dass ich noch mal von vorne anfangen muss, ist mir die Alternative noch weniger genehm. Das wäre die Geschichte zur Seite zu legen und das kann und will ich nicht.
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Berappeln

So langsam wird es wieder mit mir. Aber ganz ehrlich, ich habe es satt, immer mal wieder in einem Loch zu landen und mich mühsam berappeln zu müssen. Besonders nervt dabei, dass ich sofort Appetit auf Sachen kriege, die mir nicht gut tun und die ich aus diversen Gründen nicht essen will. Gesundheitlich tut mir Fleisch nicht wohl, meinen Gelenken geht es viel besser, seit ich es weg lasse. Doch es kommt immer mal wieder eine Phase, wo mich die Fleischeslust überkommt. Meistens betrifft es Aufschnitt, Salami und so weiter. Das liegt auch daran, dass die veganen Ersatzprodukte mir nicht schmecken. Bei Brotaufstrichen ist es besonders schlimm. Als Fleischersatz mag ich eigentlich nur getrocknetes Sojafleisch. Gestern haben wir Funghi Pads probiert. Na ja, geht so. Aber nicht wirklich meines. Zumal ich mich hier auch wieder über die sehr aufwendige Verpackung ärgere. Zum Glück puzzele ich ja gerne in der Küche herum. Um ein wenig Vielfalt aufs Brot zu bringen, habe ich heute also einen Bohnen-Orangen-Hummus geschreddert. Den wird es am WE, es soll ja heiß werden, mit Rohkost und Fladenbrot geben und zum Frühstück auf Brot mit Tomaten.

Ansonsten lasse ich es zur Zeit recht ruhig angehen. Lesen, Stricken, in der Küche Puzzeln und Fotografieren. Damit kriegt man den Tag auch fein herum. Doch nun ist Feierabend. Ich werde mich ein wenig nach draußen setzen, heute gibt es Erdbeeren mit Eis zu Mittag.
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Feuchte Runde

Das idealste Wetter war es wirklich nicht, um eine Runde durch den Botanischen Garten zu drehen. Doch mir war nach Outdoor Aktivität und ein bisschen Regen schadet ja nicht. Es war trotzdem schön, auch wenn ich nicht ganz so lange geblieben bin wie sonst. Da der Bus in die Richtung kaum 5 Minuten von hier fährt und quasi direkt am Botanischen Garten hält, ist es kein Problem, noch einmal hin zufahren.

Auf dem Rückweg war ich denn noch einkaufen. Heute soll es Kartoffelmus mit Champignon Zwiebel Gemüse und Funghi Pads geben. Letztere hatten wir noch nie, ich werde berichten, ob es als weitere Fleischalternative taugt.
Seit ich mich entschiedene habe, einfach mal zu akzeptieren, dass die Dinge sind wie sie sind, geht es mir besser. Nicht gut, aber besser. Das ist doch schon mal was.
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Alles auf Anfang

Nachdem es mich – genauer gesagt: ich mich – die letzten Wochen und Tage sehr gebeutelt habe, hat mir der gestrige Tag am Wasser und im Fischmuseum (Geomar Aquarium an der Kiellinie) sehr gut getan, alles wieder in eine einigermaßen Perspektive zu rücken. Akzeptieren, dass etwas nicht geht, war noch nie so wirlich meines. Doch da sich meine gesundheitliche Situation die letzten Jahre nicht verbessert hat, sind halt auch die Möglichkeiten eingeschränkter. Das habe ich oft genug ignoriert und jedes Mal einen sehr hohen Preis dafür gezahlt. Nachdem ich gestern einige Zeit mit dem Therapie-Rochen verbracht habe, dachte ich mir: „Lass dich doch einfach mal treiben. Mach dir nicht dauernd Druck, etwas zu tun“. Eigentlich sollte ich schon lange davon absein, zu glauben, ich müsse meinen Wert beweisen, in dem ich unbedingt was tue.

Das heißt natürlich nicht, dass ich nun so gar nichts mehr machen werde. Aber in meinem Tempo und nicht unter dem Aspekt, wieviel Einkommen es bringen könnte. Heute habe ich die Geschichten für die Anthologie sortiert und ein Brot gebacken. Das muss reichen. Es ist übrigens ein Dinkel-Buchweizen-Weizenbrot mit Haselnüssen.
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Aufgeschobene Pläne

Nachdem ich mich Tage gemopst und Pläne geschmiedet und verworfen habe, habe ich mir einen Spaziergang am Wasser gegönnt, um meinen Kopf und meine Laune klar zu kriegen. Ich muss anscheinend akzeptieren, dass es für mich keine Unabhängigkeit vom Amt geben wird. Ob das Schreiben oder das Tarot, nichts wird genug einbringen. Wieder Beratungen anzubieten, hatte ich ernsthaft erwogen, doch ich erinnere mich auch, wo es das letzte Mal geendet ist. In einem Totalzusammenbruch! Damals habe ich mir geschworen, nie wieder Tarotberatungen zu machen, wenn es bedeutet, dass ich auf das Geld angewiesen bin. Das ging damals nicht gut, weil ich oft genug Termine angenommen habe, wenn ich wusste, dass es über meine Kräfte gehen wird. Die andere Sache ist, dass sich soviel verändert hat in dem Bereich. Immer mehr findet im Netz statt und das ist nicht meines. Überhaupt richte ich mir gerade ein sehr viel analogeres Leben ein. Sicher, ich werde weiter bloggen, doch meine Socialmedia Präsenz wird sich auf Buchvorstellungen und so reduzieren.

Der Spaziergang und das Meditieren mit dem Nadelrochten hat mir sehr gut getan. Irgendwie wurde mir auf einmal klar, dass ich mich nicht schuldig fühlen muss, weil ich nicht so belastbar bin wie viele andere. Wenn ich gut aufpasse, gewisse Grenzen nicht zu überschreiten, geht es mir sogar recht gut. Doch ein Schritt über die Linie und das war es. Auch die Idee mit einem Bücherpodcast habe ich verworfen. Wie gesagt, mein Leben wird analoger.
Habt einen schönen Restsonntag.
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Nicht mein übliches charmantes, zuversichtliches Selbst dieser Tage

Wie es scheint habe ich ein wenig die Orientierung verloren. Wieder einmal kommen sich meine vielen Interessen, plus dem Wunsch vom Amte unabhängig zu werden, in die Quere. Denn ehrlich gesagt weiß ich nicht wie. Es ist wieder so eine Zeit in der alles was ich anfange blockiert. Bevor ich also noch weiter mit Volldampf in die falsche Richtig weiterlaufe, werde ich mal tief durchatmen und ein wenig Pause machen.

Meine Tageskarte kommt dazu ausgesprochen passend. Es ist an der Zeit, sich in die Vogelperspektive zu begeben und nüchtern auf das zu schauen, was ist, welche Möglichkeiten in der Nähe sein könnten und wie realistisch die sind. Sollte man ja eh immer mal machen. Von oben betrachtet sieht manches gleich viel klarer aus. Ich fürchte nur, dass das was ich sehen werde, mir nicht unbedingt gefällt, aber eher ich weiter in die falsche Richtung laufe …
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Genervt

Seit einigen Tagen bin ich nur noch knarschig. Zum einem liegt es daran, dass ich nicht so richtig weiß wie ich weitermachen soll. Nicht nur beruflich, sondern insgesamt. Es stockt gerade überall. Funktioniert etwas endlich einmal, blockiere ich mich zum Teil selbst. Gesundheitlich bin ich reichlich angeschlagen, Kreislaufprobleme, geschwollene Arme und was nicht noch alles. Meine arthorsebedingten Schmerzen sind besser, seit ich auf Fleisch verzichte, doch prompt kriege ich wieder Appetit auf Wurst und so einen Kram.

Das komische ist, dass es wirklich nur um Wurst und Schinken zum Frühstück geht. Hauptmahlzeiten, wie das Gulasch auf dem Foto koche ich schon lange vegan oder vegetarisch. Da stellt sich schon gar nicht mehr die Frage, ob es mit oder ohne Fleisch bereitet wird. Nur meine Frühstückssalami vermisse ich, trotz leckerer selbstgemachter Brotaufstriche. Diesmal will ich es aber durchhalten, denn es hat ja keinen Zweck wieder mit Schmerzen rumzulaufen. Besser gesagt, zu humpeln.
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Die erste Hälfte von 2026 ist geschafft

Schon ist das erste halbe Jahr um. Die Zeit läuft, wenn man sich amüsiert, sagt man. Anscheinend tut sie das auch, wenn einen Existenzängste plagen, man sich Sorgen um die Welt, um die Enkelkinder und darüber macht, wie das noch alles werden soll. Ich fürchte die zweite Hälfte wird nicht weniger fordernd. Wenn ich alleine an die Liste der dringenden Probleme denke und dem Unwillen unserer Reagierenden sich damit zu beschäftigen. Lösungsorientiert ist da gar nichts! Viel Grund zum Klagen also. Doch was bringt es? Gar nichts. Meine Lust mich an Minderbegabungen, von denen es bei unseren Reagierenden wimmelt, ab zuarbeiten, hält sich in Grenzen. Ich interessiere mich für Ideen und Innovationen, daher ist das mein Lieblings-Podcast zur Zeit:
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37 ° – zu heiß zum Denken

Mir ist es einfach zu heiß und wenn die Befürchtungen der Klimafoscher:innen stimmen, dann ist das erst er Anfang. Wir haben sage und schreibe 37 °. Heute Nacht bin ich auf die Terrasse raus, in der Hoffnung ein wenig Abkühlung zu finden, doch weit gefehlt, draußen war es fast noch wärmer als drinnen und ich wohne ebenerdig und habe den ganzen Tag alles zugezogen, damit es wenigstens drinnen halbwegs erträglich bleibt. Das Kochen haben wir fürs erste eingestellt, also bis aufs Brotbacken. Heute gibt es etwas aus dem Peace Kochbuch von Rüdiger Dahlke und zuwar ein Wassermelonen-Tomaten Carpaccio. Zu Trinken gibt es hauptsächlich Tee aus den Kräutern in unserem Garten oder, wie heute, Zitronen-Ingwer-Chilli Tee mit Datteln gesüßt. Der schmeckt auch kalt.

Für die Vögel gibt es draußen überall Wasserstellen und die Amseln kriegen regelmäßig ihren Apfel. Ist von denen nur noch ein kleiner Rest, geben sie mir einen dezenten Hinweis und legen mir was übrig ist auf die Terrasse. Ich habe mir ja einige Tage freigegeben und das ist wohl auch gut so, denn ich scheine in Slow Motion zu denken. Viktor wollte noch das Nötigste einkaufen und ich habe sage und schreibe 15 Minuten gebraucht, um einen Einkaufszettel zu schreiben.




























