Mein Name ist Karin Braun, lebe in Kiel, arbeite als Autorin, Herausgeberin, Literatourbloggerin und Übersetzerin - also kurz: ich mach was mit Worten.
Eigentlich wollten wir grillen … doch da wird nichts von. Auch wenn das Wetter schöner als erwartet ist und wir den ganzen Nachmittag draußen gesessen haben, ist grillen nicht möglich. Es windet recht stark und ich mag mein Essen nicht mit Asche. Die Sojamedaillons hatte ich allerdings schon eingelegt, doch statt über offenen Feuer kommen sie nun in den Backofen, wo sie sicher auch lecker werden. Viktor hat dazu einen Kartoffelsalat gemacht. Für den ist er zuständig.
Wie gesagt es war ein Outdoornachmittag und während ich gestrickt habe, hat Viktor Gitarre gespielt. Es ist so schön, ihm wieder dabei zuhören zu können.
Die Tulpen sind nun fast dabei sich zu öffnen. Ein wenig hatte ich gehofft, dass sie es dieses Wochenende schaffen, aber sie wollen es wohl ruhig angehen lassen. Das ist auch in Ordnung, mir tut dieses besinnliche Wochenende auch sehr gut.
Zur Zeit scheine ich in einer produktiven Phase zu sein, zumindest was das Stricken betrifft. Überhaupt habe ich gerade viel Freude am Selbermachen, Stricken, Backen, Kochen und was im Garten anfällt. Wozu ich mich nicht aufraffen kann, ist schreiben. Also abgesehen von Rezensionen.
Wie man auf dem Foto sieht, wächst die Jacke und ich glaube sie wird recht schick. Zwischendrin habe ich nun auch schon den Anfang für den Sommerpulli fertig gemacht.
Braun ist vielleicht nicht die ideale Sommerfarbe, aber ich mag es. Was wie einfaches 1 rechts 1 Links aussieht ist ein wenig komplizierter. FishermansRip nennt man es. Ist macht das Strickbild ein wenig voluminöser. Birgit hat mich auf die Idee gebracht. Bis jetzt lässt es sich gut an.
In dem Wollkram und in Büchern zu versinken, hält mich wunderbar davon ab, es der Möwe gleichzutun und zu schreien. Oberflächlich betrachtet geht es mir zwar besser. Ich mache viel kreatives, doch ich bin weit davon entfernt wieder richtig fit zu sein. Das ist auch der Grund, warum ich nun doch nicht zum Ostermarsch bin. Zu empfindlich, zu wackelig, einfach nicht kompatibel mit zu vielen Menschen. Gut, von vielen Menschen beim Kieler Ostermarsch zu sprechen, schafft ein falsches Bild. Meistens kommt man sich eher wie auf einem Veteranentreffen vor. Doch vielleicht ist es ja dieses Jahr anders.
Schönes Wetter ist es wahrlich nicht. Noch immer ist es kalt, wenn die Sonne nicht scheint. Immerhin hatten wir richtig schönes Wetter auf unserem Spaziergang im Botanischen Garten. Heute ist nichts besonderes angesagt, ein Strick- und Lesetag. In der Seitenleiste seht ihr das aktuelle Buch. Von Rebecca Tope habe ich bereits die Cotswoldserie gerne gelesen und nun will ich mal mit ihr in den Lake Distrct. Zuletzt war ich ja in einem Fantasy Roman für junge Lesende unterwegs. Den bespreche ich morgen. Ich kann aber schon mal sagen, er hat mir gut gefallen.
Noch immer lasse ich es sehr ruhig angehen. Die letzten beiden Wochen haben mich reichlich gebeutelt und ich habe so eine Ahnung, dass es nicht verkehrt ist, vorsichtig zu sein. Doch eher ich wieder ins Sorgenkarusell komme, werde ich mich mal ans Stricken machen. Meine Jacke ist nun soweit, dass ich die Rämel stilllegen kann.
Die Welt wird wieder bunt und das tut der Seele gut. Heute habe ich es endlich in den Botanischen Garten an der CAU geschafft. Gibt nichts Besseres, als sich mit dem einen oder anderen Baum zu unterhalten, um die Welt wieder ins Gleichgewicht zu bekommen. Ich war ja die letzten beiden Wochen destabilisiert und hatte es schwer mich wieder zu berappeln. Der heutige Ausflug hat einiges dazu beigetragen, wieder ein wenig zuversichtlicher in die Welt zu gucken.
Viktor und ich sind uns einig, dass wir in nächster Zeit öfter mal einen Ausflug machen werden. Die letzten Ereignisse haben uns sehr bewusst gemacht, wie wichtig es ist die Zeit, die man zusammen hat, zu nutzen.
Auf dem Rückweg war ich auch gleich einkaufen, weil ich dachte, dass es morgen zu voll wird. Das dachten anscheinend viele, aber nun habe ich schon mal einiges, bis auf die frischen Sachen zumindest, im Haus.
Morgen ist erst einmal Haushaltstag und Samstag geht es zum Ostermarsch. Ich hoffe, dass sich viele einfinden, was diese verrückte Welt braucht ist Frieden. Der Rest findet sich dann schon.
So langsam geht es mir wieder besser. Ich bin immer noch leicht unter Schock und angeschlagen, doch ich beginne mich zu berappeln. Was noch nicht wieder da ist, ist der Drang zum Schreiben. Bisschen bloggen langt mir gerade. Ansonsten stricke ich, was die Wolle hergibt und es tut mir gut.
Mehr Sonne könnte ich gebrauchen, doch es ist sehr gemischt und auch noch sehr kalt, sowie die Sonne weg ist. Ein wenig habe ich schon im Garten gebuddelt und ich will meine monatlichen Besuche im Botanischen Garten wieder aufnehmen. Das ist für Morgen geplant, so das Wetter mitspielt.
Was ein wenig nervt, ich bin noch immer sehr schnell müde und mag morgens nicht wachwerden. Im Gegensatz zum Patienten, der schon wieder voller Elan durch die Gegend hüpft und so tut, als wäre nichts gewesen.
Nur eine kurze Meldung. Die letzte Woche und die damit verbundenen Auregungen, stecken mir noch sehr in den Knochen. Dazu kommt, dass ich so gar keine Lust auf die nötigen Veränderungen habe, da mir schlciht die Kraft fehlt. Auch wenn es nichts nützt zu klagen: Ich will meinen Alltag wiederhaben!
Gestern hat unser Vermieter den Brunnen angeschlossen. Es sprudelt also wieder. Leider nur da, ich bin immer noch furchtbar erschöpft. Doch das Wochenende habe ich mir noch freigenommen. Einerseits sehne ich mich nach dem Schreiben, andererseits kann ich mich nicht genug konzentrieren. Also muss das warten. Ab Montag will ich wieder arbeiten.
Den Liegestuhl hat Achim mir auch wieder rausgestellt, so habe ich denn einen Leseplatz an der Sonne. Das ist so fein. Ich hoffe es wird ein sonniges Wochenende.
So, nun werde ich mal duschen und dann wird es auch schon Zeit fürs Abendessen. Bis bald und habt es fein.
So, seit gestern Nachmittag ist Viktor wieder zu Hause und ich hoffe so, dass wir langsam ein wenig zur Ruhe kommen. Ich jedenfalls bin nach dem Zirkus der letzten Tage restlos geschafft. Alltag kehrt nun wieder ein. Dazu gehört Brotbacken. Diesmal ist es ein improvisiertes Sodabread geworden. Improvisiert, weil ich keine Buttermich mehr hatte und ich einfach Mandelmilch und für die Säure Zitronensaft genommen habe. Mal sehen, ob es schmeckt.
Auch wenn Viktor wieder zu Hause ist, so ist die Sache noch lange nicht ausgestanden. So ein Anfall kann jederzeit wiederkommen. Das wurde uns in der Klinik klargemacht. Solche Dissoziativen Anfälle scheinen zu zunehmen und nicht nur im Hause Braun.
Heute habe ich mir einen Erholungstag verordnet. Also werde ich jetzt mal den Laptop zu machen und mich mit meinem Strickzeug auf die Terrasse verziehen oder ins Bett, mal sehen, wie kalt es ist.
Danke übrigens für eure lieben Wünsche und Gedanken!
Nee Entwarnung gibt es noch nicht, nur Besserung, was ja schon mal eine Menge ist. Viktor und ich haben heute einen langen Spaziergang gemacht und über so einiges gesprochen. Die Untersuchungen sind nun soweit gemacht. Leider sind sie noch nicht ausgewertet, aber wir hoffen, dass Viktor morgen oder übermorgen rauskommt und dann sehen wir von hier weiter.
Diese dauernden Reise zur Klinik zerren gerade sehr an meiner Substanz und ich bin hundemüde. Daher werde ich hier gleich den Laden dicht machen und zu Bett gehen.
In der Uniklinik läuft alles über Technik und das ist nicht immer einfach. Viktor hat kein Handy, also haben wir heute viel Zeit damit verbracht, herauszubekommen, wie er denn das Telefon nutzen kann. Er ist Handverweigerer, sieht aber ein, dass es vielleicht manchmal doch recht nützlich sein könnte. Nun gut, jedenfalls können wir nun telefonieren und absprechen, wann ich am Besten zu Besuch komme oder, dass ich, falls man ihn entlässt nicht umsonst dort hinfahre. Das beruhigt mich schon ein wenig mehr.
Nun gehe ich aber ins Bett und werde es mir gemütlich machen. Danke für eure lieben Wünsche und Gedanken.
Gut hätte ich darauf verzichten können, meinen Mann vollverkabelt an diverse Plinggeräte angeschlossen zu sehen. Nachdem ich morgens um 05:00 den Notarzt rufen musste, weil Viktor eine Art Anfall hatte, ging es in die Notaufnahme. Dort wurde er dann irgendwann wach. Netterweise durfte ich bei ihm bleiben, was man dort eigentlich nicht so gerne sieht. Irgendwann war seine Versorgung dort erledigt und ich hatte mit dem Arzt gesprochen. Die ersten Untersuchungen ergaben: Für einen Mann seines Alters ist er in exzellenter körperlicher Verfassung. Raucht nicht, trinkt nicht, nimmt keine Drogen und lebt ein aktives Leben. Also muss es wohl was neurologisches sein. Ich bin dann erst einmal nach Hause und habe Sachen und Papiere zusammengesammelt. Dann am Nachmittag wieder in die Klinik. Viktor war nun in der Neurologie, noch sehr müde, aber ansonsten wieder fast der Alte. Ein wenig wackelig zu Fuß, aber zu einer normalen Unterhaltung fähig. Nur kann er sich weder an den Anfall, noch an die Fahrt in die Klinik erinnern. Aber daran, dass ich da war und ihm gesagt habe, dass ich am Nachmittag wiederkomme.
Von der Notaufnahme bin ich am Wasser längs zur Bushaltestelle und als die Color Magic einlief, dachte ich daran, dass ich, so schön es aussieht, gerne darauf verzichtet hätte. Denn normalerweise hätte ich ja noch geschlafen.
Bereits am 03.11.25 hatte Viktor eine Episode mit Gedächtnisverlust und Desorientierung. Damals habe den Artikel Wenn plötzlich alles anders ist geschrieben. Damals, als mir aufging, das Viktor nicht nur normal verwirrt war, dachte ich: Das ist der Anfang vom Ende! Diesmal weiß ich, dass egal, ob Viktor wieder gesund wird, körperlich ist er in Topform, sich einiges ändern muss. Grundlegend! Das macht mir Angst.
In meinem vorigen Artikel schrieb ich darüber, dass ich nicht mehr Frustfresse! Gestern gab es denn Stresstest. So eine Situation hätte noch vor einem Jahr eine doppelte Portion Pommes und ein bis zwei Tafeln Schokolade nach sich gezogen. Gestern habe ich nur meine normalen 2 Scheiben Brot zum Frühstück und auch zum Abendbrot gegessen und ein wenig Obst. Wenigstens was!