
Dieses Jahr hat es wirklich in sich. Es ist noch nicht einmal halb herum und ich bin komplett erschöpft. Ich tue, was getan werden muss, aber oft in so einem Zombie-Modus. Viktor geht es zwar besser, aber ihn hat es natürlich noch mehr gebeutelt, als mich. Gestern hatte er Geburtstag. Kein Besuch – wollte er nicht, sondern nur wir beide. Es war ein schöner Tag, über den aber auch so eine leichte Wehmut lag. So ein Bewusstsein, dass der letzte Geburtstag näher rückt. Dass es vielleicht der letzte sein könnte. Ist natürlich Quatsch, es könnte immer der letzte sein, egal wie alt man ist. Leben ist nun mal lebensgefährlich.

Am Donnerstag waren wir beim heilkundigen Manne, der sich den Arztbrief aus dem Krankenhaus angesehen hat und uns einige gute Empfehlungen gegeben hat. Medikamente hält er nicht für nötig, aber einiges an Ernährungsumstellung und ja, so traurig es ist, auch einiges an unserem Alltag. So wird Viktor sich von seiner Ofenheizung verabschieden müssen, wird nicht mehr an ganz so vielen Aktivitäten in Sachen Weltrettung teilnehmen können, aber weiter Musik machen kann er und wir können spazierengehen, lesen, miteinanderreden und unser Zusammensein genießen. Um den Zustand der Welt, muss sich halt mal jemand anders kümmern … vielleicht mal die, die noch lange in ihr leben werden.
Ab Morgen werde ich wohl wieder am Schreibtisch sein. Die letzten Tage ging es hier zu unruhig zu und ich hatte auch einfach nicht die Kraft. Doch nun haben wir einen Plan erstellt, was getan werden muss, damit die nötigen Änderungen in Viktors Wohnung losgehen können und der ist so, dass genug Raum für mich zum Arbeiten bleibt.
Habt schöne Was-auch-immer-ihr-feiert-Tage
ich drück ganz fest die daumen dass es wieder ruhiger ist und bleibt
umarm und allerliebste grüße und gute besserung
Danke Birgit, Ruhe könnte ich gut gebrauchen. Umarm zurück